Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne
: Zwischen Bammel und Zuversicht

Matze Koch beleuchtet in der Kolumne „Koch aus Köpenick“, warum die Fans des 1. FC Union Berlin aktuell ein Wechselbad der Gefühle erleben – und was der Mannschaft fehlt.
Von
Matthias Koch
Berlin
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Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matthias Koch
  • Union Berlin testet in der Schweiz viel, doch Training kommt laut Trainer zu kurz.
  • Gegen Rathenow und Lübben gab es Kantersiege, gegen Chemnitz und Jena schwache Resultate.
  • Fans reagieren mit Bammel, während der Trainer an der Viererkette festhält.
  • Abwehr verlor Leistungsträger, Neuzugänge van den Bosch und Friedrich sollen ersetzen.
  • Offensiv fehlt Verstärkung – verbleibende Stürmer sollen in den Tests überzeugen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Vorbereitung des 1. FC Union ist noch nicht einmal drei Wochen alt. Trotzdem stehen in der Schweiz am Freitag (19 Uhr) beim FC Winterthur und am Sonnabend (16 Uhr) beim FC Aarau schon die Testspiele fünf und sechs an. Das ist ganz schön viel, eher zu viel.

Daraus macht auch der neue Trainer Mauro Lustrinelli kein Hehl, der die Planung übernommen hat. „Wir haben mehr gespielt als trainiert. Im Moment sind wir nicht fähig, solche Belastungen zu absolvieren“, sagte der Schweizer.

Für die unterklassigen Teams von Optik Rathenow (12:2) und Grün-Weiß Lübben (16:0) reichte es Anfang Juli dennoch zu Kantersiegen. Aber bei den beiden Viertligisten Chemnitzer FC (1:1) und FC Carl Zeiss Jena (0:2) stieß die jeweils zusammengewürfelte und zur Pause komplett ausgetauschte Truppe in der vergangenen Woche an ihre Grenzen.

Misserfolge in den Testspielen sorgen für Bammel bei den Fans

Die Regionalliga Nordost legt bereits in zehn Tagen wieder los. Chemnitz und Jena waren in der Vorbereitung viel weiter als die Unioner, die erst am 23. August im DFB-Pokal beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig ihr erstes Pflichtspiel in der Saison 2026/27 bestreiten – in fünfeinhalb Wochen!

Dennoch sorgen die Misserfolge auch für Bammel. Mancher Fan sieht die Eisernen schon im Abstiegskampf, bevor die Spielzeit überhaupt richtig begonnen hat. Lustrinelli versprühte bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz am 21. Mai viel Zuversicht. Sein konsequentes Festhalten an der Vierer-Abwehrkette zeugt vom Selbstbewusstsein des Schweizer Meistertrainers.

Allerdings stellt sich die Frage, ob der seit Jahren praktisch auf eine Dreier-Kette festgelegte Union-Kader dafür prädestiniert ist. Groß verändert hat sich das Aufgebot in der Spitze noch nicht. Mit dem Verlust der Stammverteidiger Danilho Doekhi (Lazio Rom) und Diogo Leite ist er qualitativ eher schlechter geworden.

Im besten Fall kann das Duo durch die bislang einzigen externen Neuverpflichtungen Zeno van den Bosch (Royal Antwerpen) und Rückkehrer Marvin Friedrich (Borussia Mönchengladbach) ersetzt werden.

Verstärkungen in der Offensive blieben bislang aus

Aber der Schuh drückt weiter am stärksten in der Offensive. Bleiben im Sturm tatsächliche Verstärkungen aus, könnte der Kontakt zur Abstiegszone in der Bundesliga schnell geringer werden, als es Union lieb sein dürfte.

Die meisten Anhänger sehen diesbezüglich Horst Heldt in der Pflicht. Aber auch der Manager kann nur das Geld ausgeben, dass ihm der Klub zur Verfügung stellt. Offensichtlich ist die Kasse wie schon in der Wintertransferperiode, als es gar keine Zugänge gab, nicht so gut gefüllt.

Mit Torerfolgen könnten verbliebene Angreifer wie Oliver Burke, Andrej Ilic und Ilyas Ansah den Ruf nach Verstärkungen abschwächen – am besten schon bei den Tests in der Schweiz.