Landespokal Berlin
: Hertha Zehlendorf erhebt schwere Vorwürfe gegen Delay Sports

Trotz des Klassenunterschieds lieferten sich Delay Sports und Hertha Zehlendorf eine packende Pokalschlacht. Im Nachgang macht der Regionalligist schwere Vorwürfe.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Delay Sports - BFC Dynamo: 16.11.2024, Berlin: Fußball: Pokal Berlin, Delay Sports - BFC Dynamo, Achtelfinale, Sportforum Hohenschönhausen, Trainer Andreas Schild von Sports Delay lächelt vor dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Delay-Sportchef Andreas Schild reagierte nach dem Pokalduell deutlich auf die Vorwürfe von Hertha Zehlendorf – und zeigte vor allem über einen Fakt sein Unverständnis.

Soeren Stache/dpa
  • Delay Sports unterlag Hertha Zehlendorf im Berliner Pokal mit 1:3 nach einer spannenden Partie.
  • Hertha Zehlendorf warf Delay vor, Spieler zu bezahlen, was Delay vehement zurückwies.
  • Vereinspräsident Elias Nerlich bestritt Zahlungen an Spieler und betonte die Einhaltung der Prinzipien.
  • Streit eskalierte nach provokanten Kommentaren von Hertha Zehlendorf auf Social Media.
  • Beide Vereine erklärten das Thema nach hitzigen Diskussionen schließlich für beendet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Delay Sports gegen Hertha Zehlendorf – sportlich war es ein Berliner Pokalnachmittag mit reichlich Spannung, emotionaler Kulisse und einem Achtligisten, der dem Regionalligisten lange ein Bein stellte. Doch erst nach dem 1:3 aus Sicht von Delay entzündete sich der eigentliche Streit: im Netz, zwischen den Vereinen – und mit Vorwürfen, die Delay so nicht stehenlassen will.

In der Partie hatte Delay Sports den Favoriten überrascht: Der Bezirksligist ging gegen den Viertligisten mit 1:0 in Führung und hielt das Spiel bis weit in die zweite Hälfte offen. Erst nach zwei Platzverweisen – je einer pro Verein – kippte das Duell. Hertha Zehlendorf drehte das Spiel in der Schlussphase und siegte 3:1. Ein sportlicher Achtungserfolg für Delay Sports, ein glanzloser Pflichtsieg für den Regionalligisten.

Unter einem Pressetext kommentierte die offizielle Seite des FC Hertha 03 Zehlendorf auf Facebook provokant: „Gegen Delay zu verlieren ist keine Blamage. Erste Halbzeit ausgeglichen. Zweite Halbzeit deutlich souverän und hochverdient gewonnen.“

Hertha Zehlendorf unterstellt Delay Sports Zahlungen an Spieler

Dieser Ton ärgerte Andreas Schild, Sportlicher Leiter von Delay Sports. Er konterte: Als Regionalligist gegen einen Bezirksligisten auszuscheiden, wäre sehr wohl eine Blamage. Sein Team habe „ordentlich geliefert“ und den Favoriten bis zur 65. Minute „vor große Probleme gestellt“.

Hertha Zehlendorf legte nach. In weiteren Kommentaren erklärte der Klub, Delay stelle die eigene Leistung zu sehr in den Mittelpunkt – und warf dem Bezirksligisten offen vor, Spieler zu bezahlen. Eine Aussage, die Delay seit Jahren klar zurückweist. „Auch zu behaupten, die Spieler bekommen kein Geld, ist nicht sinnvoll. Wir kennen einige Spieler und wissen, dass sie woanders richtig Geld verlangt haben“, hieß es.

Schild bezeichnete die Unterstellung als „haltlos“ und „respektlos“, besonders weil der Kommentar vom offiziellen Vereinskanal stamme: „Kann es echt nicht glauben, dass die offizielle Vereinsseite hier sowas schreibt.“ Nachdem sich der Ton verschärft hatte, erklärte Zehlendorf, das Thema sei für sie beendet.

Präsident Elias Nerlich sprach über Zahlungen bei Delay Sports

Dass Zehlendorf öffentlich Zweifel äußert, trifft einen heiklen Punkt. Denn Delay Sports hat den Vorwurf der Bezahlung seit Gründung mehrfach dementiert – zuletzt sehr deutlich durch Vereinspräsident und Gründer Elias Nerlich. Nerlich erklärte: „Kein einziger Spieler von Delay Sports wird von Delay bezahlt. Wenn doch, soll ich sofort tot umfallen. Ich schwöre auf meinen Tod, keiner bekommt Geld.“

Finanzielle Zuwendungen gebe es ausschließlich im Trainer- und Betreuerstab. So erhält B-Jugend-Trainer Tim Wieland eine Aufwandsentschädigung, ebenso Maximilian Wiesel für die Kassenverwaltung. Auch das Trainerteam um Andreas Schild und Ex-Profi Kevin Pannewitz werde vergütet. „Aber keiner wird dafür bezahlt, dass er bei uns spielt. Das ist wirklich so“, betonte Nerlich.

Delay Sports sieht den Vorwurf deshalb als Angriff auf seine Grundprinzipien – und als Missverständnis, das den emotionalen Pokalabend ungewollt überlagert. Sportlich bleibt ein Pokalspiel, das Delay Sports stolz macht – und Hertha Zehlendorf trotz Sieg in Erklärungsdruck brachte. Wie es zwischen beiden Klubs weitergeht? Zumindest eines haben beide Seiten am Ende gemeinsam festgestellt: Das Thema sei für sie abgeschlossen. Wer die Social-Media-Accounts des Regionalligisten führt und somit die Kommentare verfasste, ist nicht bekannt.

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