Regionalliga Nordost: 17 Vereine wollen Reform – warum Viktoria Berlin dagegen ist

George Boateng ist neu zum Sportchef des Regionalligisten FC Viktoria 1889 Berlin berufen worden. Sein Verein ist der einzige Verein der Regionalliga Nordost, der sich nicht an der Initiative für eine Regionalliga-Reform beteiligt.
Matthias Koch- 17 Vereine der Regionalliga Nordost fordern eine Liga-Reform, nur Viktoria Berlin lehnt ab.
- Viktoria Berlin sieht Nachteile: höhere Kosten, längere Auswärtsfahrten, erschwerter Aufstieg.
- Der DFB lehnt den Vorschlag ab, weil die Mehrheit der Vereine zustimmen müsste.
- Vereine der Regionalligen West und Südwest profitieren von der aktuellen Regelung.
- Der NFV sieht aktuell keinen Handlungsbedarf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Vereine der Regionalliga Nordost wollen eine Reform. Der Meister steigt nur in zwei der fünf Regionalligen immer direkt auf. Diesen Aspekt empfinden die Regionalliga-Vereine im Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) als ungerecht. Die Diskussion um eine Aufstiegsreform war nie ad acta gelegt, versandete aber zuletzt.
Deshalb haben 17 Vereine der Regionalliga Nordost sich zusammengeschlossen, um etwas zu bewegen. Nur der FC Viktoria 1889 Berlin enthielt sich und gab nun den Grund bekannt.
Viktoria Berlin sieht Nachteile in Regionalliga-Reform
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison nicht direkt auf. In einer Aufstiegsrelegation gegen den Meister der Regionalliga Nord wird das letzte Ticket für die 3. Liga ausgespielt. Um zukünftig wie die Staffeln West und Südwest einen festen Aufsteiger stellen zu können, wollen 17 Vereine aus der Regionalliga Nordost eine Reform. Die vorgeschlagene Variante ist eine Reduzierung von fünf auf vier Staffeln mit je 20 Mannschaften. Einige Vereine würden dabei hinten runterfallen. Dann würden allerdings alle vier Meister die Liga mit den vier Absteigern aus der 3. Liga tauschen. Bedeuten würde das eine Zusammenlegung und neue Einteilung der Staffeln.
Genau darin sieht der FC Viktoria 1889 Berlin das Problem. „So bliebe weiterhin nur eine Regionalliga-Reform mit vier Staffeln, was eine Zusammenlegung von Nordost und Nord bedingen würde. Das wäre aus unserer Sicht keine gute Lösung. Eine ganze Reihe von Vereinen würde auf der Strecke bleiben, es wären mehr Spiele pro Saison, deutlich weitere Auswärtsfahrten, die wiederum mit höheren Kosten verbunden sind. Daher haben wir die Entscheidung getroffen, uns der Initiative nicht anzuschließen“, hieß es vom Verein.
Deshalb hat sich der Verein als einziger der Liga nicht der Initiative angeschlossen. Zusätzlich zu den aufgezählten Punkten wäre der Aufstieg in die 3. Liga noch stärker umkämpft, weil es mehr potenzielle Aufstiegskandidaten pro Staffel gibt. Das erschwert den vermeintlich kleinen Vereinen den Ligaalltag.
Deutscher Fußball-Bund zweifelt an Reformvorschlag
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte in der Vergangenheit den Vorschlag abgelehnt, die Zahl der Drittliga-Absteiger auf fünf zu erhöhen, damit die Meister aller fünf Regionalligen direkt aufsteigen können. Auch am neuen Vorschlag zweifelt der DFB, weil dafür die Mehrheit aller Vereine diesen unterstützen müsste. Die Vereine aus den Regionalligen West und Südwest sind jedoch Profiteure der aktuellen Variante und haben stets einen fixen Aufsteiger. Diese Vereine hinter sich zu bekommen, dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.
Auch im Norden scheint das Thema keine Priorität zu haben. Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) sah auf Anfrage des Kicker „zurzeit keine Notwendigkeit, sich erneut mit diesem Thema zu beschäftigen“.
Alle wichtigen Informationen aus der Sportredaktion per WhatsApp
Die gemeinsame Sportredaktion von Märkischer Oderzeitung und Lausitzer Rundschau bietet alle wichtigen Informationen über zwei WhatsApp-Kanäle an. Egal ob der 1. FC Union Berlin in der Bundesliga, Energie Cottbus in der 3. Liga oder die packenden Spiele in der Brandenburgliga – auf diesen Kanälen erfahren Sie alle Neuigkeiten.
Für LR-Sport auf WhatsApp folgen Sie diesem Link: LR-WhatsApp-Kanal
Für MOZ-Sport auf WhatsApp folgen Sie diesem Link: MOZ-WhatsApp-Kanal
Einfach auf „Kanal ansehen“ und „abonnieren“ klicken und keine Informationen mehr verpassen.


