Regionalliga Nordost: Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt mit Remis – Karten statt Tore

Keine Tore: Beim torlosen Remis zwischen Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt in der Regionalliga Nordost steht Schiedsrichter Tim Gerstenberg (hier im Brandenburger Landespokal) fast häufiger im Fokus als die Spieler. Der 23-Jährige muss viele Gelbe Karten zücken.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Regionalliga Nordost: Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt trennen sich 0:0.
- Schiedsrichter Tim Gerstenberg vergibt 10 Gelbe Karten.
- Lok Leipzigs Vorsprung an der Tabellenspitze schrumpft.
- Hallescher FC profitiert und rückt näher an die Spitze.
- Heimspiele von Viktoria Berlin und VSG Altglienicke wegen Unbespielbarkeit abgesagt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Keine Tore, kein Sieger, aber ein lachender Dritter auf dem zweiten Tabellenplatz. Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt trennen sich am Sonntagmittag (1. Dezember) in der Regionalliga Nordost mit einem torlosen 0:0-Remis. Vom Unentschieden des Tabellenführers aus Sachsen gegen den Tabellenfünften profitiert vor allem der Lok-Verfolger aus Halle.
Tags zuvor hatte der Hallescher FC selbst mit 1:0 gegen den Greifswalder FC gewonnen. Besar Halili hatte per Kopf in der 67. Minute den Siegtreffer erzielt. Durch das Leipziger Remis rückt der Drittligaabsteiger aus Halle bis auf fünf Punkte an den Spitzenreiter ran.
Lok Leipzig gegen Rot-Weiß Erfurt – das Fazit
Chancen auf beiden Seiten, aber eben kein Treffer: Das Remis zwischen Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt ist ein gerechtes Ergebnis. Angesichts von Tormöglichkeiten auf beiden Seiten wäre aber eher ein 1:1 als 0:0 der passende Endstand gewesen.
Lok Leipzig gegen Rot-Weiß Erfurt – das Spiel
Die erste Chance gehörte den Gästen aus Erfurt, weil Lok-Torwart Andreas Naumann mit einem Patzer die Rot-Weiß-Offensive einlud. Ömer Uzun konnte aber acht Meter vor dem Tor noch geblockt werden (24.). Auf der anderen Seite zielte Farid Abderrahmane aus 17 Metern knapp am Tor vorbei (33.). Auch Stefan Maderer setzte den Ball knapp am Tor vorbei, als er freistehend vor dem Erfurter Tor auftauchte (42.).
Auch direkt nach Wiederanpfiff spielte sich Lok wieder vor das gegnerische Tor, doch Erfurts Schlussmann Lorenz Otto parierte stark gegen Theo Ogbidi. Die Leipziger drückten auf das Tor, Min-Gi Kang traf nach einer Freistoßflanke per Flugkopfball Aluminium (60.), allerdings hatte der Schiedsrichter da sowieso bereits auf Foul entschieden. Kurz darauf wäre Erfurt dann beinahe der Führungstreffer gelungen, doch Andy Trübenbach traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (64.). Auch die letzte Großchance des Spiels blieb ungenutzt, weil Erfurts Torwart den Kopfball von Abou Ballo abwehrte (76.).
Lok Leipzig gegen Rot-Weiß Erfurt – die Unsportlichkeiten
Statt Toren prägten Gelbe Karten die Partie, ganze zehn Verwarnungen musste der Brandenburger Schiedsrichter Tim Gerstenberg (BSC Fortuna Glienicke) zücken – nicht wenige davon wegen unsportlicher Aktionen. Beispielsweise verwarnte Gerstenberg Erfurts Philip Aboagye wegen Spielverzögerung (47.) und Leipzigs Theo Ogbidi wegen einer Schwalbe (48.), Leipzigs Stefan Maderer sowie Lok-Trainer Jochen Seitz wegen Meckern (40./84.).
Besonders kurios wurde es in der Schlussphase, als sowohl Erfurts Ömer Uzun als auch Leipzigs Min-Gi Kang innerhalb kürzester Zeit für eine Schwalbe verwarnt wurden (80./82.). Noch kurioser: Für beide folgt nun ein Spiel Sperre, denn es war jeweils ihre fünfte Gelbe Karte. Auch Leipzigs Abderrahmane und Erfurts Aboagye kassierten eine Gelbsperre.
Die Lage in der Regionalliga Nordost
Das Wetter machte dem Spielbetrieb der Regionalliga Nordost diese Woche zumindest zum Teil einen Strich durch die Rechnung. Die Heimspiele von Viktoria Berlin (gegen Chemnitzer FC) und VSG Altglienicke (FSV Luckenwalde) wurden wegen Unbespielbarkeit der Plätze abgesagt.
Die VSG hatte zudem in dieser Woche Schlagzeilen gemacht, weil gegen sie ein Insolvenzantragsverfahren gestartet wurde. Der Verein widerspricht aber einer möglichen Zahlungsunfähigkeit und versichert, dass der Spielbetrieb regulär weiterlaufen werde.


