Regionalliga Nordost
: So will der BFC Dynamo 2026 die Trendwende schaffen

Nach einem turbulenten Jahr 2025 in Regionalliga Nordost setzt der BFC Dynamo auf neue Impulse, klare Worte – und ein Pokal-Erfolgserlebnis zum Jahresabschluss.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Berliner Landespokal 2025/26 (AF), Eint. Mahlsdorf - BFC Dynamo 2025/26: Fußball, Herren, Saison 2025/26, COSY-WASCH Landespokal Berlin (Achtelfinale), BSV Eintracht Mahlsdorf - BFC Dynamo, v. l. Moritz Polte (BFC Dynamo), Jubel nach Tor zum 1:1, 16.11. 2025, Foto: Matthias Koch

Jubel beim BFC Dynamo in Regionalliga Nordost: Voran Eigengewächs Moritz Polte, der sinnbildlich für den neuen Aufbruch steht.

Matthias Koch
  • BFC Dynamo beendet turbulentes Jahr 2025 mit einem 3:1-Pokalsieg gegen BFC Preussen.
  • Neuer Trainer Sven Körner will 2026 mit Motivation und Anpassung die Trendwende schaffen.
  • Klub überwintert in der Regionalliga Nordost auf Platz 15 – Ziel: Stabilisierung und Einheit.
  • Fokus auf „Dynamo-DNA“: Nachwuchstalente wie Moritz Polte und Ex-Kapitän Chris Reher im Team.
  • Pokal bleibt eine Chance, Liga jedoch die dringlichste Baustelle für den Verein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der BFC Dynamo geht mit einem kleinen Erfolgserlebnis in die Winterpause. Mit dem 3:1-Auswärtssieg im Viertelfinale des Berliner Landespokals beim Ligakonkurrenten BFC Preussen verabschiedeten sich die Hohenschönhauser aus einem schwierigen Fußballjahr.

Es war zugleich das erste Pflichtspiel unter der Leitung des neuen Cheftrainers Sven Körner – und ein Auftritt, der Mut für 2026 machen soll.

Dabei war das Spiel kein fußballerischer Leckerbissen. „Es war ein 50:50-Spiel“, ordnete Körner die Partie nüchtern ein. Der Fokus habe bewusst nicht auf Schönheit, sondern auf Anpassung gelegen. „Wir haben unsere Art und Weise auf die Platzverhältnisse angepasst. Vielleicht kein schönes Spiel, aber ein siegreiches – und das hat gezählt.“

Neuer Impuls auf der Trainerbank beim BFC Dynamo

Der Sieg kam zu einem wichtigen Zeitpunkt. Erst im Dezember hatte der BFC Dynamo Cheftrainer Dennis Kutrieb freigestellt. Sein bisheriger Co-Trainer Sven Körner rückte auf, das Trainerteam blieb ansonsten zusammen. Für Körner war der Pokalerfolg dennoch mehr als nur ein Weiterkommen: „Es ging um die Mannschaft, es ging um die Fans. Wir wollten sie zurückholen.“

Dass die Veränderung nicht als Abrechnung mit der Vergangenheit verstanden werden soll, machte Körner deutlich. „Dennis Kutrieb ist ein guter Trainer und hat einen guten Job gemacht. Aber manchmal braucht es im Fußball einfach einen anderen Impuls.“ Der Blick gehe nun konsequent nach vorn.

Regionalliga Nordost: Arbeit statt Ausreden in der Winterpause

Sportlich bleibt die Lage angespannt. In der Regionalliga Nordost überwintert der BFC Dynamo auf Platz 15 – mit nur 17 Punkten aus 18 Spielen. So schlecht stand der Klub zuletzt in der Saison 2016/17 da. Entsprechend klar sind die Aufgaben für die kommenden Wochen. „Wir arbeiten an der Spielweise, an der Art und Weise“, kündigte Körner an. Trainingsauftakt ist am 5. Januar.

Ein zentraler Punkt soll dabei auch die Verbindung zu den Fans sein. Das Sportforum müsse wieder „anbrennen“, so Körner. Ziel sei es, schnell eine Einheit zu werden – auf und neben dem Platz.

BFC Dynamo setzt auf Mentalität und Dynamo-DNA

Mit der Beförderung des ehemaligen Kapitäns Chris Reher zum Co-Trainer setzt der Klub bewusst auf Identifikation. „Er ist eine unfassbar wichtige Verbindungsposition“, sagte Körner. Gerade mit Blick auf den Nachwuchs und die Mentalität sei Reher ein Gewinn für Verein und Mannschaft. Generell soll der Fokus wieder mehr auf eine Dynamo-DNA gelegt werden. Nachwuchsspieler wie Moritz Polte, der voll eingeschlagen ist, soll es in Zukunft wieder vermehrt geben.

Sportchef Enis Alushi schlug in dieselbe Kerbe. Der Pokalsieg sei ein „versöhnlicher Abschluss“, vor allem unter schwierigen Bedingungen. Für die Liga gelte nun: Stabilisieren, kämpfen, Leidenschaft zeigen. Transfers sind kein Selbstzweck. „Wir werden alles analysieren und dann entscheiden“, sagte Alushi – der Fokus liege klar auf der aktuellen Situation. Der Pokal bleibt eine Chance, die Liga jedoch die große Baustelle.

Sven Körner (Trainer) und Enis Alushi (Sportchef) im Interview

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