Regionalliga Nordost
: Diese Teams spielen um den Aufstieg in die 3. Liga

Die Spitzengruppe der Regionalliga Nordost nimmt Fahrt auf. Wer hat das Zeug für den Sprung in den Profifußball? Welche Teams liegen hinter den Erwartungen?
Von
Brian Schmidt
Leipzig
Jetzt in der App anhören
RLNO FC Carl Zeiss Jena - Lok Leipzig 2025/26: Fussball, Herren, Regionalliga Nordost, Saison 2025/2026 (8. Spieltag / Nachholspiel), FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Lok Leipzig, v. l. Schiedsrichter Rasmus Jessen, Tobias Dombrowa (Lok Leipzig), Manasse Eshele (FC Carl Zeiss Jena), 01.10. 2025, Foto: Matthias Koch

Tobias Dombrowa (in weiß, 1. FC Lokomotive Leipzig) und Manasse Eshele (in blau, FC Carl Zeiss Jena) kämpfen um den möglichen Aufstieg in die 3. Liga. Doch es sind noch Hürden in der Regionalliga Nordost zu meistern.

Matthias Koch
  • Spannender Aufstiegskampf in der Regionalliga Nordost – Lok Leipzig führt mit 40 Punkten vor Jena (37).
  • Nur der Meister hat Chancen auf den Aufstieg, Relegation gegen die Regionalliga Bayern als Hürde.
  • Zwickau (28 Punkte) und Halle (25 Punkte) bleiben im Rennen, aber ohne längere Siegesserien.
  • Altglienicke und BFC Preussen kämpfen mit Stadionproblemen, die den Aufstieg erschweren.
  • Enttäuschung bei Chemnitz, Greifswald und BFC Dynamo – alle hinter den Erwartungen zurück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Regionalliga Nordost hat sich nach fast der Hälfte der Saison ein spannender Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga entwickelt. Mehrere Traditionsvereine liegen dicht beieinander, immer mit dem Wissen, dass nur der Meister überhaupt die Chance auf den Aufstieg bekommt und mit der Relegation eine weitere Hürde ansteht.

Vor allem die Topteams haben sich früh positioniert und ihre Ambitionen klar unterstrichen. Doch auch dahinter lauern Mannschaften, die mit wenigen guten Wochen wieder oben angreifen könnten. Gleichzeitig offenbaren einige ambitionierte Klubs strukturelle Schwächen, die nichts mit sportlicher Qualität zu tun haben – aber das Aufstiegsrecht gefährden.

Fest steht: Die Liga bietet Spannung bis zur Winterpause und weit darüber hinaus. Viele Teams haben noch alle Möglichkeiten, andere müssen realistisch feststellen, dass sie im Rennen um Platz eins bereits zurückgefallen sind.

Regionalliga: Spitzengruppe um Lok Leipzig, Jena und Erfurt

An der Tabellenspitze steht aktuell der 1. FC Lok Leipzig, der mit 40 Punkten aus 16 Spielen einen beeindruckenden Lauf hingelegt hat. Die Leipziger überzeugen mit der besten Defensive der Liga und einem konstanten Angriffsspiel, das sie zu einem der Topfavoriten macht. Schon im Vorjahr hieß der Meister Lok Leipzig, doch dann musste man sich in den ungeliebten Aufstiegsspielen gegen TSV Havelse geschlagen geben. In dieser Saison geht es für den Nordost-Meister gegen den Meister der Regionalliga Bayern – es könnte also ein doppelter Albtraum lauern.

Dahinter folgt der FC Carl Zeiss Jena mit 37 Punkten. Jena präsentiert sich besonders stabil: Die Offensivreihe arbeitet effizient, die Defensive gehört zu den sichersten der Liga. Trotz einzelner Schwächephasen bleibt Jena der wohl gefährlichste Lok-Verfolger.

Auf Platz drei rangiert Rot-Weiß Erfurt mit 30 Punkten. Zwischenzeitlich waren die Thüringer oben auf, doch zuletzt vier Unentschieden, drei davon gegen Teams im Abstiegskampf, sorgten für einen größeren Rückstand. „Wir haben natürlich ein wichtiges Spiel jetzt vor der Brust, großes Derby nächste Woche. Dementsprechend müssen wir ganz anders auftreten, ein ganz anderes Gesicht zeigen“, sagte RWE-Trainer Fabian Gerdts.

Verfolgerteams FSV Zwickau und Hallescher FC

Mit 28 Punkten sitzt der FSV Zwickau den Topteams im Nacken. Die Westsachsen haben sich nach einem durchwachsenen Saisonstart stabilisiert und gehören mittlerweile zu den zuverlässigsten Mannschaften der Liga. Ihre Serie der letzten Wochen zeigt, dass sie ernsthaft in den Kampf um Platz eins eingreifen könnten.

Der Hallesche FC hat sich mit 25 Punkten ebenfalls im oberen Drittel festgesetzt. Halle spielt eine ausgeglichene Saison, in der es ihnen jedoch bislang an längeren Siegesserien mangelt. Dennoch hat der HFC genügend Qualität, um bei einem Formhoch jederzeit Anschluss an die absolute Spitze herzustellen. Nachdem man in der vergangenen Saison Platz 2 erreicht hatte, war dem HFC in der laufenden Spielzeit mehr zuzutrauen.

VSG Altglienicke und BFC Preussen kämpfen mit Problemen

Sportlich gehören die VSG Altglienicke (27 Punkte) und BFC Preussen (25 Punkte) klar zum erweiterten Spitzenfeld. Doch beide Klubs eint ein enormes strukturelles Problem: Sie verfügen nicht über ein Drittliga-taugliches Stadion. Das macht ihre Aufstiegsambitionen fragil, denn selbst sportlicher Erfolg würde ihnen derzeit nicht automatisch den Weg in die 3. Liga ebnen.

Altglienicke ist sogar gezwungen, seine Heimspiele außerhalb Berlins auszutragen – nämlich im brandenburgischen Fürstenwalde. Der Verein arbeitet seit Jahren an einer Infrastruktur-Lösung, doch ein modernes Stadion wird frühestens in mehreren Jahren realistisch. Auch Preussen verfolgt langfristige Pläne, doch ein zeitnaher Ausbau ist ebenfalls unrealistisch, Sportchef Seifert befindet, „es ist höchste Zeit“. Für beide Teams sind die Hürden deshalb nicht sportlicher Natur, sondern baulich.

Enttäuschende Saison: Chemnitz, Greifswald, BFC Dynamo

Mehr erwartet wurde in dieser Saison von drei Vereinen, die aktuell nicht im Aufstiegsrennen vertreten sind:

  • Der Chemnitzer FC steht mit 22 Punkten aus 16 Spielen nur im Tabellenmittelfeld und hat den Anschluss nach ganz oben bereits verloren.
  • Der BFC Dynamo liegt mit 15 Punkten nach 15 Spielen ebenfalls klar hinter den Erwartungen zurück und muss eher nach unten als nach oben schauen.
  • Der Greifswalder FC steckt mit 14 Punkten tief in der unteren Tabellenhälfte und erlebt eine Saison deutlich unter den eigenen Ansprüchen.

Die Tabelle der Regionalliga Nordost

Alle wichtigen Informationen aus der Sportredaktion per WhatsApp

Die gemeinsame Sportredaktion von Märkischer Oderzeitung und Lausitzer Rundschau bietet alle wichtigen Informationen über zwei WhatsApp-Kanäle an. Egal ob der 1. FC Union Berlin in der Bundesliga, Energie Cottbus in der 3. Liga oder die packenden Spiele in der Brandenburgliga – auf diesen Kanälen erfahren Sie alle Neuigkeiten.

Für LR-Sport auf WhatsApp folgen Sie diesem Link: LR-WhatsApp-Kanal

Für MOZ-Sport auf WhatsApp folgen Sie diesem Link: MOZ-WhatsApp-Kanal

Einfach auf „Kanal ansehen“ und „abonnieren“ klicken und keine Informationen mehr verpassen.