Regionalliga Nordost
: Vor Ligastart – Favoriten, Abstiegskampf, Aufstiegsregel

18 Teams kämpfen ab Freitag in der Regionalliga Nordost um den Platz an der Spitze und das Überleben – mit Spannung, Derbyfaktor und Überraschungspotenzial.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Aufstiegsspiel zur 3. Liga, TSV Havelse - Lok Leipzig 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, Aufstiegsspiele zur 3. Liga (Rückspiel), TSV Havelse - 1. FC Lok Leipzig, Fans von Leipzig mit Intro: Die Loksche wird kommen - es gibt kein Zurück!, 01.06. 2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Die Loksche wird kommen – es gibt kein Zurück! – so schrieben es die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig am Ende der vergangenen Regionalliga-Saison. Gelingt dem Titelverteidiger nach der Meisterschaft im Vorjahr nun der ganz große Coup?

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Regionalliga Nordost startet am 25. Juli 2025 mit 18 Teams, darunter zwei Aufsteiger.
  • Favoriten auf den Aufstieg: Lok Leipzig, Hallescher FC, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt.
  • Aufstieg nur über Relegation gegen den Meister der Regionalliga Bayern möglich.
  • Abstiegskampf: Hertha 03, ZFC Meuselwitz, FC Eilenburg, FSV Luckenwalde, Babelsberg 03 gefährdet.
  • Überraschungspotenzial: BFC Dynamo, Greifswalder FC, Chemnitzer FC, Magdeburg II, BFC Preussen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Freitag, 25. Juli 2025, beginnt in der Regionalliga Nordost die neue Saison. In der 18‑Teams‑Liga mit Traditionsklubs wie dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem Halleschen FC mischen mit dem 1. FC Magdeburg II und dem BFC Preussen auch zwei Aufsteiger mit. Wer hat die besten Karten auf die Meisterschaft und somit die Chance auf die 3. Liga?

Und für welche Vereine geht der Blick in dieser Saison nach unten, um den Abstieg in die NOFV-Oberligen zu vermeiden?

Favoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga

1. FC Lokomotive Leipzig – Topspiel-Auftakt beim FSV Zwickau, dann zwei Heimspiele auf neuem Rollrasen. So startet der amtierende Meister Lok Leipzig in die neue Spielzeit. Das Stadion wurde fit gemacht, vor allem auch mit Blick auf die 3. Liga. Rasenheizung, neuer Pressebereich und frisches Geläuf. Im Vorjahr scheiterten die Leipziger erst in der umstrittenen Aufstiegsrelegation. In der neuen Saison werden sich die Sachsen nicht weniger ambitioniert zeigen, auch wenn Leistungsträger wie Theo Ogbidi (Energie Cottbus) den Verein verlassen haben.

Hallescher FC – als Zweiter der Vorsaison fehlt nur wenig, um erneut vorne mitzuspielen. Unter dem neuen Trainer Robert Schröder wird der Hallesche FC auch wieder ein heißer Kandidat auf den Aufstieg sein. Der Kader wurde punktuell verstärkt, vielversprechende Neuzugänge wie Fatlum Elezi (SF Lotte) und Malek Fakhro (MSV Duisburg) haben die Qualität des Teams enorm verbessert.

FC Carl Zeiss Jena – nach intensivem Kaderumbau mit klarem Ziel: Angriff auf die oberen Plätze. Die Mannschaft verfügt über Offensiv-Potenzial, wenn das Zusammenspiel klappt. Mit Patrick Weihrauch (FC 08 Homburg), Kevin Lankford (BFC Dynamo) und Malik Talabidi (FC Schalke 04 II) ist enorme individuelle Qualität zum Kader hinzugestoßen. Das Umfeld in Jena ist bereit für die 3. Liga.

FC Rot-Weiß Erfurt – schon im Vorjahr spielten die Thüringer eine überraschend gute Saison und haben ihren Kader weiter punktuell verstärkt. Die klassische Favoritenrolle werden die Rot-Weißen nicht einnehmen, aber sie präsentieren sich als ambitionertes Team.

Aber wie kann der Aufstieg aus der Regionalliga Nordost in dieser Saison überhaupt realisiert werden? Der Meister steigt auch in dieser Saison nicht direkt auf, sondern muss sich über zwei Spiele in der Aufstiegsrelegation für die 3. Liga qualifizieren. Nachdem der 1. FC Lok Leipzig in der vergangenen Saison am Meister der Regionalliga Nord gescheitert war, spielt der Meister der diesjährigen Saison gegen den Sieger der Regionalliga Bayern. Erst in der darauffolgenden Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt auf.

Die Wundertüten der Regionalliga Nordost

BFC Dynamomit großem Umbruch und jungen Hoffnungsträgern besetzt. Die Vorbereitung verlief gemischt – bei schnellem Zusammenwachsen ist ein Überraschungsplatz möglich. Dennis Kutrieb hat einen runderneuerten Kader beisammen, dem alles zuzutrauen ist. Fokus dürfte aber auch in dieser Saison vor allem wieder auf dem Gewinn des Berliner Landespokals liegen, damit zusätzliche Gelder generiert werden können.

Greifswalder FC – die Ostseekicker haben ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Edgar Kaizer (Energie Cottbus), Theo Harz (Würzburger Kickers) und Mcmoordy Hüther (BFC Dynamo) wurden absolute Topspieler verpflichtet. Ob die Räder auf dem Spielfeld ineinandergreifen wird darüber entscheiden, was für den GFC von Trainer Markus Zschiesche in dieser Saison möglich ist. In der Vergangenheit klopften die Greifswalder bereits in der 3. Liga an.

Chemnitzer FC – vom großen Coup scheint der CFC aktuell entfernt zu sein, aber der Kader könnte für einige Überraschungen gut sein. Im Vorjahr reichte es nur zum siebten Platz, vor allem offensiv gab es Nachholbedarf. Dafür stellten die Chemnitzer aber eine der besten Defensiven der Liga.

1. FC Magdeburg II & BFC Preussen – beide als Aufsteiger mit ungewisser Perspektive. Magdeburg II bringt frische Energie, Preussen spielte eine bärenstarke Saison in der NOFV-Oberliga Nord und verstärkte sich mit namhaften Neuzugängen – beide können überraschen, aber auch schnell unten reinrutschen.

Abstiegskandidaten – wer muss in die NOFV-Oberliga?

Hertha 03 Zehlendorf – im Aufstiegsjahr hielt der Underdog aus Berlin nach überraschendem Saisonstart gerade eben noch die Klasse. Einige Abgänge hat das junge Team zu verkraften, kann aber weiterhin auf die Dienste von Torjäger Bocar Baro zählen und hat mit Ernes Matjaz einen Pokalsieger verpflichtet. Dennoch dürfte es eine schwierige Saison für die Berliner werden.

ZFC Meuselwitz – in der Vorsaison knapp dem Abstieg entronnen. Am Kader ist in diesem Sommer vergleichsweise wenig in Meuselwitz gewerkelt worden. Somit dürfte das Saisonziel auch in der neuen Saison wieder nur Klassenerhalt lauten.

FC Eilenburg – haarscharf aufgrund des besseren Torverhältnisses hielt der FC Eilenburg die Klasse und schickte Viktoria Berlin damit in die Oberliga. Auch die Sachsen haben wenig Bewegung im eigenen Kader und werden wieder alles daran setzen, in der Regionalliga zu bleiben.

FSV Luckenwalde – mit einem Endspurt hielt der FSV Luckenwalde im Vorjahr die Klasse und hat sich im Sommer mit einigen talentierten Spielern wie Tim Maciejewski (ehemals 1. FC Union Berlin) verstärkt. Dennoch dürfte sich das Team im ligaweiten Vergleich eher unten positionieren.

SV Babelsberg 03 – das Umbruchjahr haben die Potsdamer verkraftet und konnten am Ende den Klassenerhalt feiern. Mit einem sehr jungen Kader wird es auch in der neuen Spielzeit darum gehen, möglichst früh Sicherheit zu haben.

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