Traurige Stille bei Union Berlin
: Fans ehren verstorbenen Niclas (14) aus Rüdersdorf

Bewegende Szene in der Fußball-Bundesliga: Das Spiel von Union Berlin wird zur Nebensache. Die Fans ehren den verstorbenen Niclas (14) aus Rüdersdorf.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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Mit einem Banner auf der Waldseite im Stadion an der Alten Försterei gedachten die Fans des 1. FC Union Berlin dem an Krebs verstorbenen Niclas aus Rüdersdorf.

Mit einem Banner auf der Waldseite im Stadion an der Alten Försterei gedachten die Fans des 1. FC Union Berlin dem an Krebs verstorbenen Niclas aus Rüdersdorf.

Jan Lehmann
  • Union Berlin-Fans ehren verstorbenen Niclas (14) aus Rüdersdorf im Stadion.
  • In der 14. Spielminute wurde eine Schweigeminute abgehalten.
  • Niclas starb im Februar an unheilbarem Knochenkrebs.
  • Ultra-Gruppen unterstützten ihn bis zu seinem Tod.
  • Eine Abschiedsfeier für Niclas findet am 19. Februar im Stadion statt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war ein herzergreifender Moment am Samstag im Stadion an der Alten Försterei von Union Berlin: In der 14. Spielminute der Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach wurde es plötzlich ganz still auf den Rängen, ein schwarzes Banner mit weißer Schrift wurde von den Fans der Eisernen im Fanblock auf der Waldseite nach oben gezogen: „Einmal Unioner – immer Unioner! Ruhe in Frieden, Nici“ war darauf zu lesen. Dahinter brannte eine einsame, rote Fackel. Traurige Stille auf den Rängen, während das Spiel auf dem Rasen lief. Die 14. Spielminute wurde zur Schweigeminute.

Nur 14 Jahre alt war Union-Fan Niclas geworden. Der junge Fußballer aus Rüdersdorf (Landkreis Märkisch-Oderland) war Anfang Februar verstorben. Seine Verbindung zur Fanszene bestand schon länger. Im Oktober 2021 war bei ihm eine seltene Form von Knochenkrebs diagnostiziert worden. Trotz intensiver Behandlungen und einer Beinamputation hatte er sich zurück ins Leben gekämpft, war jedoch knapp zwei Jahre später erneut erkrankt und hatte erfahren, dass der Krebs unheilbar war.

Trauerfeier für Niclas im Stadion von Union Berlin

Bis zu seinem Tod standen die Ultra-Gruppierungen von Union Berlin mit Niclas in Verbindung. Sie hatten ihm mit Transparenten öffentlich Mut gemacht. „Als wir Niclas abgeholt haben, standen Ultras Spalier und haben Bengalos gezündet“, hatte Maria Kauffmann vom Berliner Bestattungsunternehmen Ab unter die Erde von bewegenden Szenen nach dem Tod des Union-Fans berichtet. Im Stadion wurde sein Schicksal auch von Stadionsprecher Christian Arbeit öffentlich gemacht. Nun wurde ihm am Samstag beim Bundesliga-Spiel gedacht.