Union Berlin in Leverkusen: Remis bei Bayer – Bundesliga-Debüt für Berliner Talent

Viel Arbeit für die Defensive von Union Berlin gegen den amtierenden Meister Bayer Leverkusen. Hier gehen Patrick Schick (links) und Diogo Leite zum Kopfball. Danilho Doekhi steht im Hintergrund bereit.
Matthias Koch- Union Berlin spielte gegen Bayer Leverkusen 0:0 und bleibt fünf Spiele ungeschlagen.
- Trainer Baumgart vertraute dem jungen Talent David Preu, der sein Bundesliga-Debüt feierte.
- Bayer Leverkusen erlitt einen Rückschlag im Meisterrennen gegen Bayern München.
- Florian Wirtz kehrte nach Verletzung bei Leverkusen zurück.
- Union Berlin empfängt am 19. April den VfB Stuttgart.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der 1. FC Union Berlin baut in der Fußball-Bundesliga seine Erfolgsserie aus. Mit dem 0:0 bei Bayer Leverkusen bleiben die Köpenicker auch im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Sie festigen damit ihre Position vor den Abstiegsrängen und haben aktuell zwölf Punkte Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim auf Relegationsrang 16. Die Heidenheimer spielen allerdings noch am Sonntag bei Eintracht Frankfurt.
Union-Trainer Steffen Baumgart freute sich über den nächsten Coup seiner Mannschaft, die zuvor schon gegen die Spitzenteams Eintracht Frankfurt, Bayern München, SC Freiburg und VfL Wolfsburg drei Siege und ein Remis geholt hatte. Er lobte: „Wir haben eine sehr gute defensive Einstellung gehabt und einer der offensivstärksten Mannschaften wenig Möglichkeiten gegeben. Wir nehmen den Punkt gerne mit.“ Nach dem Jubel vor dem Gästeblock erklärte Baumgart: „Wir haben einen Riesenschritt in die richtige Richtung gemacht.“
Für Bayer Leverkusen ist die Niederlage ein womöglich vorentscheidender Rückschlag im Meisterrennen mit dem FC Bayern München. Bayer-Angreifer Patrick Schick gab bei Sky zu: „Wir können nicht erwarten, dass wir jedes Spiel und jedes Jahr die Meisterschaft gewinnen. Bayern München hat eine große Qualität. Wir sind zwar noch in Distanz, aber dieses Jahr ist nicht wie das vorherige.“ Trainer Xabi Alonso zeigte sich kämpferisch: „Es ist nicht das, was wir wollten. Nein, es ist noch nicht vorbei. Aber ja, wir haben heute eine Möglichkeit vergeben.“
Bei den Berlinern saß Benedict Hollerbach nach seinem Siegtreffer gegen den VfL Wolfsburg vorerst nur auf der Bank. Der beste Union-Torschütze (8 Saisontore) hatte unter der Woche krankheitsbedingt beim Training gefehlt.
Debüt von David Preu bei Union Berlin
Bemerkenswert: Bei Union feierte der gebürtige Berliner David Preu sein Bundesliga-Debüt. Union-Coach Steffen Baumgart wechselte ihn in der 78. Minute ein und gab dem 20-Jährigen somit in der umkämpften Schlussphase das Vertrauen. Bitter für die Eisernen: Josip Juranovic musste mit einer Verletzung in der Schlussphase ausgewechselt werden.
In der ersten Halbzeit mussten sich Baumgarts Mannschaft mit viel Defensiveinsatz der spielerischen Übermacht des amtierenden Meisters erwehren. Bei nur 24 Prozent Ballbesitz gelangen der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart aber zumindest einige wenige Nadelstiche. Einmal konnte sogar kurz gejubelt werden – aber Andrej Ilic stand bei seinem Treffer nach einem Eckball (15.) im Abseits.

David Preu klatscht mit Kapitän Christopher Trimmel ab. Der 20-Jährige gab bei Bayer Leverkusen sein Debüt für den 1. FC Union Berlin.
Matthias KochComeback von Florian Wirtz bei Bayer Leverkusen
Nach der Pause gab es erst Rauch aus der Gästekurve mit 2400 Union-Fans. Dort war Pyrotechnik entzündet worden. Für Feuer bei den Gastgebern sorgte die Einwechslung von Topstar Florian Wirtz (57.), der nach fünf Wochen Verletzungspause sein Comeback feierte. Der 21-Jährige meldete sich gleich mit einer guten Szene an. Sein Pass setzte Exequiel Palacios in Szene – Union-Keeper Frederik Rönnow entschärfte die Chance (58.).
Die wirkungsvollere Einwechslung war aber zunächst die von Benedict Hollerbach – die Eisernen hatten mit ihm jetzt eine gefährliche Konteroption. Der Union-Angreifer stürmte mehrere Male in Richtung Bayer-Tor. In der 72. Minute stand er frei vor Keeper Lukas Hradecky, scheiterte am mit einem versuchten Lupfer.
Bayer hatte weiterhin viel Ballbesitz, erzeugte aber wenig Torgefahr. Die Gastgeber hatten sagenhafte 42 Flanken, aber keinen Ertrag. Die Bälle landeten regelmäßig in den Armen von Union-Keeper Frederik Rönnow. Allerdings: Weil Leverkusen unter Trainer Xabi Alonso für die ganz späten Tore bekannt ist, wurde es dennoch ein Zitterspiel für die Fans der Eisernen. Preu holte sich bei seinem Debüt gleich Gelb – für ein Foul an Wirtz (85.).
In der vierten Minute der Nachspielzeit entschärfte Rönnow die Großchance von Patrick Schick. Und danach hatte Leverkusen noch einen letzten Freistoß. Granit Xhaka schoss ihn weit über das Union-Tor (90.+6) – danach war Schluss und die Eisernen durften jubeln.
Für Union Berlin geht es mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart weiter. Am Ostersamstag (19. April) empfangen die Köpenicker die Schwaben zum Abendspiel (18.30 Uhr) in der Bundesliga. Dort könnten die Berliner gegebenenfalls schon den vorzeitigen Klassenerhalt feiern.


