Union Berlin
: Klassenerhalt sicher? So reagieren Baumgart und die Spieler

Hat Union Berlin mit dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg den Klassenerhalt geschafft? Trainer Baumgart und die Spieler nehmen Stellung.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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1.BL 1. FC Union - VfL Wolfsburg 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga (28. Spieltag), 1. FC Union Berlin - VfL Wolfsburg, v. l. Trainer Steffen Baumgart (1. FC Union Berlin), Janik Haberer (1. FC Union Berlin), Jubel nach dem Abpfiff 06.04.2025, Foto: Matthias Koch

Trainer Steffen Baumgart und Mittelfeldspieler Janik Haberer  vom 1. FC Union Berlin jubeln nach Abpfiff über den 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg.

Matthias Koch
  • Union Berlin sichert mit dem 1:0 gegen Wolfsburg den Klassenerhalt, aber bleibt vorsichtig.
  • Trainer Baumgart und Spieler Haberer betonen die Wichtigkeit des Sieges und den minimalen Abstiegskampf.
  • Elf Punkte Vorsprung bei sechs verbleibenden Spielen; direkter Konkurrent Heidenheim patzt.
  • Baumgart und Hasenhüttl analysieren das Spiel; Union-Spieler Hollerbach und Wolfsburg-Spieler Arnold äußern sich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ist das schon der vorzeitige Klassenerhalt? Beim 1. FC Union Berlin will man nach dem vierten erfolgreichen Spiel in Folge in der Bundesliga noch nicht endgültig jubeln. Janik Haberer betonte am Sonntag nach dem 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg im Stadion an der Alten Försterei: „Es war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber durch sind wir noch nicht.“

Der Union-Profi weiß natürlich, wie gefährlich die Konstellation im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga manchmal sein kann. In der Vorsaison hatte er seine Mannschaft erst in der Nachspielzeit des letzten Saisonspiels gegen den SC Freiburg zum Klassenerhalt geschossen. Nach diesem Zitterspiel ist man bei den Eisernen vorsichtig, aber es ist auch klar. Bei elf Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim auf Relegationsrang 16 ist bei noch sechs ausstehenden Spielen und insgesamt 18 zu vergebenden Punkten die Abstiegsangst in Berlin-Köpenick nur noch minimal.

Haberer gibt auch zu, dass der Sieg gegen Wolfsburg ein Big-Point war. Vor allem, weil am 28. Spieltag der Bundesliga die Kellerkinder Heidenheim (0:1 gegen Leverkusen), Bochum (0:4 gegen Stuttgart) und Kiel (1:1 gegen Mainz) nicht entscheidend punkten konnten. „Wir wussten es nach gestern, wo die Mannschaften dann doch für uns gespielt haben: Wir müssen heute liefern und wollen unbedingt den Dreier holen“, so Haberer.

Trainer Steffen Baumgart bestätigte bei DAZN: „Elf Punkte Vorsprung sechs Spieltage vor Schluss ist schon beruhigend. Ich bin mir relativ sicher, dass es für alle von unten schwerfällt, elf Punkte zu holen. Für uns ist es ein sehr guter Schritt. Trotzdem geht es darum, weiterzumachen und das Zahlenspiel endgültig zu beenden.“

Hier sind die Stimmen zum Spiel:

Trainer von Union Berlin und VfL Wolfsburg

Steffen Baumgart (Union Berlin): „Manch einer würde sagen, dass das ein Arbeitssieg war. Wir hatten sehr gute erste 20 bis 25 Minuten, dann kam Wolfsburg besser ins Spiel und es gab zwei, drei knifflige Situationen. Auch die zweite Halbzeit war ausgeglichen, aber wir hatten das nötige Quäntchen Glück. Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg.“

Ralph Hasenhüttl (VfL Wolfsburg): „Die Voraussetzungen waren natürlich denkbar ungünstig für uns, da wir auf eine komplett neue Defensive zurückgreifen mussten. Die Jungs haben es aber ordentlich gemacht. Bis auf ein paar Standards haben wir nicht viel zugelassen und haben Union relativ weit vom Tor weghalten können. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, das wie so oft zuletzt erlebt, durch eine einzelne Situation entschieden worden ist. Im Moment ist es einfach so, dass wir mehr Chancen als der Gegner haben, das Tor aber nicht machen und aus sehr wenig den entscheidenden Gegentreffer fangen.“

Spieler von Union Berlin und VfL Wolfsburg

Benedict Hollerbach (Union Berlin bei DAZN): „Das war ein hart umkämpfter Sieg, wir haben uns in alles reingehauen. Es war ein 50:50-Spiel, das kann auch anders ausgehen. Mit dem Momentum aktuell auf unserer Seite ziehen wir das Spiel dann. Wir hatten Respekt vor den Gegnern. Dass wir jetzt mit zehn Punkten aus den vier Spielen gehen, ist Weltklasse. Ich hätte damit nicht gerechnet und bin froh, dass es so ist. Wenn man solche Gegner besiegt, weißt du, du kannst gegen jeden Gegner was holen.“

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Wir haben 1:0 durch ein Kacktor verloren. Wir haben jetzt drei Spiele verloren. Wir müssen defensiv stabiler sein. Und wir müssen vorn ein Tor schießen. So einfach kann manchmal auch Fußball sein.“