Wintersport in Bad Freienwalde: Der erste Skispringer landet im deutschen Nationalkader

Überflieger: Moritz Terei (15) springt für den WSV Bad Freienwalde in die Nationalmannschaft. Die abgebildete Skimarke gibt es nicht mehr, sie sind nur die Dekoration am Vereinstor. Terei springt mit einer anderen Marke.
Steffen Göttmann- Moritz Terei (15) aus Bad Freienwalde trainiert ab der kommenden Saison im Nationalkader.
- Der Nordische Kombinierer gewann 2023 die Glaskugel als bester deutscher Nachwuchsathlet.
- Terei besucht das Sportgymnasium Oberhof, wo Training und Schule eng verzahnt sind.
- Sein Ziel: Teilnahme an den Olympischen Jugend-Winterspielen 2024 in Südkorea.
- Trotz Angeboten aus Thüringen bleibt er dem WSV Bad Freienwalde treu.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Moritz Terei (15) aus Bad Freienwalde lebt für seinen Sport. Während andere Schüler seiner Altersklasse sich im Sommer sechs Wochen in der Sonne rekeln können, darf er sich nur eine Woche ohne Training gönnen. Dieses Pensum ist jedoch erforderlich, um Spitzenleistungen zu erbringen.
Seit vier Jahren besucht der 15–Jährige das Sportgymnasium in Oberhof in Thüringen, das den Beinamen „Eliteschule des Sports“ trägt. „Ich bin nach der sechsten Klasse von der Fontane–Grundschule in Bad Freienwalde direkt dorthin gewechselt“, berichtet der Schüler.
Intensives Training zahlt sich aus
Bereut hat er diesen Schritt nie. Denn das intensive Training, seine Ausdauer und seine Erfolge bei Wettkämpfen haben sich ausgezahlt.
Als erster Sportler des WSV Bad Freienwalde ist Terei für die kommende Saison in den Nationalkader für Skisprung und Nordische Kombination berufen worden. Gelandet ist er im C–Kader. „Das ist vergleichbar mit der dritten Bundesliga im Fußball“, erklärt der 15–jährige, der in Eberswalde zur Welt kam.
Deutschlands bester Nordisch Kombinierer
Die Silbermedaille der Deutschen Jugendmeisterschaften in der Nordischen Kombination zum Saisonabschluss war für den sympathischen Bad Freienwalder nur der krönende Abschluss einer überaus erfolgreichen Wintersportsaison: Zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze beim wichtigsten nationalem Wettbewerb, dem Deutschlandpokal, ergänzten seine erfolgreiche Bilanz.
Dies brachte Terei am Ende der Saison die Glaskugel ein, die Trophäe für den besten deutschen Nordischen Kombinierer ein, dessen Karriere im Papengrund begann.
Training größter Anteil des Unterrichts
Die Schule in Thüringen unterrichtet Wintersportler aus den Bereichen Biathlon, Langlauf, Nordische Kombination, Skispringen, Rennrodeln, Skeleton, Bob sowie Schieß– und Bogensport. Das Training und Lehrgänge nehmen einen großen Teil des Unterrichts ein. Dort werde Talente zu Leistungssportlern geschmiedet.
Von den sechs Wochen Sommerferien hat Terei nur zwei Wochen frei, die er mit seinen Eltern verbringt. Eine Woche muss er dennoch sein Trainingsprogramm absolvieren. Insgesamt gebe es nur zwei Wochen pro Jahr, eine Woche in den Oster– und eine Woche in den Sommerferien, in denen er nicht trainieren müsse.
Beste Bedingungen in Thüringen
Die Schule sei bestens ausgestattet, mit einer 90– und einer 120–Meter Schanze, verfüge über eine Bahn für die Kufensportler sowie zwei Arenen für das Lauftraining. Untergebracht ist Moritz Terei im Internat. Zwei Schüler teilen sich ein Zimmer, vier ein Badezimmer. Die Schule beginne bereits um 7.10 Uhr und ende um 12.30 Uhr, um mehr Zeit für das Training zu haben.
Die gesamte Organisation des Schulbetriebs sei auf die Athleten ausgerichtet, berichtet er. „Wenn wir am Abend Wettkämpfe haben und erst an Mitternacht nach Hause kommen, ist die Küche geöffnet und es gibt etwas zu essen“, erzählt er. Die Mitschüler seien gute Freunde, aber auch Konkurrenten, die sich gegenseitig zu noch besseren Leistungen anstacheln.
Training besteht hauptsächlich aus Laufen
Das Training bedeutet bei Moritz Terei vor allem Laufen, denn die Nordische Kombination verbindet Skispringen mit Skilanglauf. Springtraining erfordere mehr Organisation, da Trainer dabei sein müssen und auf der Schanze trainiert werde. „Mein großes Ziel ist es, an den olympischen Winter–Jugendspielen vom 19. Januar bis am 1. Februar 2024 in Südkorea teilnehmen zu können“, sagt Terei. Die Teilnahme fällt ihm auch jetzt nicht in den Schoß. „Dafür muss ich mich noch qualifizieren“, unterstreicht er.
Sportler bleibt dem WSV Bad Freienwalde treu
Terei startet weiter im Namen des WSV Bad Freienwalde, obwohl ihm die Thüringer gerne aufnehmen würden. „Ich habe dem WSV viel zu verdanken, deshalb bleibe ich ihm weiter treu“, unterstreicht er. Seine Eltern unterstützen in. Vater Marco Terei war selber Leistungssportler im Mittel– und Langstreckenlauf und fördert die Karriere seines Sohnes.




