Sprungschanze im Papengrund: Bad Freienwalde feiert 100 Jahre Wintersport in Brandenburg

Feierte auch mit: Skisprung-Legende Helmut Recknagel – hier mit dem Nachwuchs des Wintersportvereins 1923 Bad Freienwalde.
Gunter Frenzel (Archiv)- WSV 1923 Bad Freienwalde feiert 100 Jahre – Ministerpräsident Woidke lobt Engagement und Tradition.
- Wintersportzentrum modernisiert, Nachwuchs wie Max Unglaube und Alvine Holz international erfolgreich.
- Vereinsgründung 1923, erste Großveranstaltung 1924 – Schanzenanlage 2001 als „Sparkassen Ski-Arena“ neu belebt.
- Kooperation mit polnischen Vereinen stärkt Freundschaft, Nachwuchsarbeit vom Skiverband gelobt.
- Stadt, Sponsoren und Politiker sichern weitere Unterstützung zu – Jubiläum mit Scheck und Geschenken gefeiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Einige große Namen waren in der langen Vereinsgeschichte in Bad Freienwalde zu Gast, haben trainiert und sogar Rekorde gebrochen. Zurzeit lassen besonders Max Unglaube, Moritz Terei, Alvine Holz und Florian Fechner von sich hören und als Botschafterin und Botschafter der Stadt Bad Freienwalde und ganz Brandenburgs aufhorchen.“
Mit diesen Worten würdigte der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), den Wintersportverein 1923 Bad Freienwalde. Der feierte am Mittwochabend in der Aula des Gymnasiums „Bertolt Brecht“ in der Kurstadt sein 100–jähriges Bestehen.
Dietmar Woidke gratuliert dem WSV 1923 Bad Freienwalde zum Jubiläum
Dietmar Woidke gratulierte zum Jubiläum — und dankte dem Verein für sein Engagement und die Entschlossenheit. Denn Brandenburg sei wahrlich nicht der erste Ort, an den man denken würde, wenn es um Wintersport geht. Und doch hätten die Mitglieder an ihrem Traum festgehalten. Und die Wintersport–Tradition aus dem Winterschlaf geweckt.

Beim Festakt zum 100. Geburtstag des WSV: Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Er würdigte die Vereinsarbeit, die sportlichen Leistungen des Nachwuchses und die enge Zusammenarbeit mit polnischen Vereinen, die seit vielen Jahren die Verständigung und Freundschaft mit dem Nachbarland stärke.
Nadja VoigtZur Geschichte sagte Vereinschef Dieter Bosse beim Festakt: „Am 31. Januar 1923 gegründet, fand 1924 der erste Wintersporttag mit 2000 Wintersportlern und 10.000 Gästen statt. Heute steht in Bad Freienwalde eine der modernsten Anlagen Deutschlands und unsere Athletinnen und Athleten sind international im Spezialsprung und bei der Nordischen Kombination dabei.“
Tradition des Wintersports in Freienwalde 2001 wiederbelebt
Im Jahr 2001 belebten er und Günther Lüdecke sowie weitere Mitstreiter die Tradition des Wintersports in Bad Freienwalde wieder neu. Ihr Ziel war es, die Schanzenanlagen am Papengrund zu erhalten und weiter auszubauen, um vor allem den Kindern und Jugendlichen in der Region attraktive Wintersport– und Freizeitmöglichkeiten bieten zu können.
Durch viel persönlichen Einsatz, Sponsorengelder und EU–Fördermittel konnte der Wiederaufbau der Schanzenanlage — heute unter dem Namen „Sparkassen Ski–Arena“ — erreicht werden, heißt es in der Vereinschronik. Sie liegt nun als gebundene, 140–seitige Ausgabe vor.
Skiverbände loben die gute Nachwuchsarbeit am Papengrund
Die Nachwuchsarbeit und die Arbeit von Landestrainer Stefan Wiedmann lobten Josef Buchner vom Deutschen Skiverband und Wolfgang Neubert vom Landessportbund Brandenburg. Er würdigte den Fleiß, die Leidenschaft und den Ideenreichtum der Vereinsmitglieder vom WSV 1923 Bad Freienwalde. „Alle, die den Verein belächelt haben, wurden eines Besseren belehrt.“ Eine großartige Leistung, so Neubert, die man nicht hoch genug schätzen kann. Und das Beste: „All der Einsatz und das Herzblut haben sich gelohnt.“ Denn trotz aller wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen habe sich der Verein behauptet — gemeinsam mit den Unterstützern in Polen, deutschlandweit, in Brandenburg und in der Stadt.
Bürgermeister der Stadt sichert weiterhin Unterstützung zu
Dazu zählt auch Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU). „Diese Würdigung heute Abend hat sich der Wintersportverein mehr als verdient.“ Die Stadt wolle auch weiterhin ein fairer Partner für den WSV, aber auch alle anderen Vereine sein.
Die Bundestagsabgeordnete Simona Koß (SPD) zeigte sich begeistert vom Enthusiasmus der Ehrenamtlichen, der Springer, aber auch der Eltern und Trainer. Sie würdigte die vielen helfenden Hände im Hintergrund. Und überreichte einen Scheck anlässlich des Vereins–Jubiläums. Auch von den polnischen Partnern, vertreten von Kryszof Karolak, gab es herzliche Glückwünsche und Geschenke.
Unterstützer, Sponsoren und Ehrenmitglieder unter den Gästen
Genau wie vom langjährigen Sponsor Flüge.de und vom Landes–Skiverband Brandenburg. Neben den Vertretern von Bund und Land, Stadt und Dachverbänden waren weitere Sponsoren und Unterstützer sowie Ehrenmitglieder des WSV zu dem Festakt gekommen.
„Über den Sport werden Selbstbewusstsein, Verantwortungsbereitschaft, Teamgeist und eine starke Gemeinschaft gefördert. Dieses Engagement ist für junge Menschen im ländlichen Raum besonders wichtig“, so Dietmar Woidke. Für die nächsten 100 Jahre und darüber hinaus wünschte der Ministerpräsident den Bad Freienwalder Wintersportfans alles Gute, freundschaftliche Begegnungen, viele packende Wettkämpfe und große sportliche Erfolge.

