Beamer im Test
: Heyup Boxe Lite - wie gut ist der Budget-Beamer?

Beamer-Test: Für wenig Geld bietet der Box Lite von Heyup einen Einstieg in die Projektor-Welt.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Heyup Boxe Lite. Einstieg in die Beamer-Welt und für Gelegenheitsnutzer.

Heyup

Auch wenn die Beamer-Welt sich verändert hat, ein paar Dinge bleiben gleich. Projektoren sind nicht eben billig und sie verlangen zumeist einige Voraussetzungen oder geübte Hände für den Einsatz.

Die chinesische Handelsplattform Heyup will dies ändern und platziert mit dem Boxe Lite ein absolutes Einsteigergerät. Dessen Vorgänger Box hat aufgrund seines eher ungewöhnlichen Designs sich bereits einen Namen als Minion-Beamer gemacht. Zwar kommt der Box nicht mehr so ausgefallen daher, ein kompakter, runder Aufbau und zumindest eine knallige Farbe aber bestimmen weiterhin das Bild.

Preis-Leistungs-Verhältnis des Boxe Lite: Erschwinglich und effektiv?

Doch ist ein Projektor, der Rabatte eingerechnet, mit rund 130 Euro in etwa ein Zehntel der normalen Beamer-Midrange kostet, überhaupt einsatzfähig? Ja, aber: Es kommt auf die Ansprüche des Nutzers an und natürlich das Einsatzgebiet. Der Hersteller gibt da Heimkino, Outdoor-Filmerlebnis und Gaming an.

Technische Einschränkungen des Boxe Lite: Was User wissen sollten

Mit einer nativen Auflösung von 720p wird der nur 650 Gramm schwere Bildwerfer keine wirklichen Heimkinojunkies begeistern, auch wenn er bis zu 1080p unterstützt. Und die verbauten 3-W-Speaker machen einem Kino-Besuch ebenso wenig Konkurrenz. Die 150 ANSI-Lumen sind zwar für einen Beamer dieser Größe kein schlechter Wert, bedingen aber möglichst wirklich dunkle Räume, um ein sehenswert helles Bild zu projizieren. In diesem Zusammenhang muss man auch die versprochenen Diagonalen von 80 bis 120 Zoll hinterfragen, ob die angesichts der optischen Möglichkeiten der LCD-Leuchteinheit Sinn ergeben. Beim Außeneinsatz kommt hinzu, dass der Lite nicht über eine Batterie verfügt und mit einer Steckdose verbunden werden muss.

Anwenderfreundlichkeit und Funktionalität des Boxe Lite

Aber hey, das Ding kostet kaum mehr als 100 Euro. Für alle, die unkompliziert in die Beamer-Welt hineinschnuppern wollen, ermöglicht der Heyup dies ohne großes Risiko. Denn das Handling ist einfach. Trapezkorrektur und Bildschärfe werden über ein Drehrad bzw. die obligatorische Fernbedienung per Hand eingestellt. Hinein geht es per HDMI oder USB in der Kabelversion. Ohne ist das Zuspiel über Airplay, Miracast und DLNA möglich. Wem die Build-In-Lautsprecher zu schmalbrüstig sind, der kann via Klinke oder Bluetooth auch potentere Boxen anschließen. Der Lite verfügt über eine eigene Benutzeroberfläche auf Basis von Android 9, mit der man auch Zugang zu einem abgespeckten Play-Store hat. Netflix und Youtube sind mit an Bord. Da das OS allerdings nur auf ein GB RAM zurückgreifen kann, sollte der User eine gewisse Geduld in Sachen Geschwindigkeit bei den Anwendungen mitbringen. Wie es mit künftigen Updates aussieht, ist dann noch eine andere Frage.

Mutiges Design. Der Heyup Boxe Lite kommt in knalliger Farbe und rundlicher Form daher.

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Praktische Erfahrungen mit dem Heyup Boxe Lite: Einfach und schnell einsetzbar

Heyups Billig-Beamer ist schnell einsatzbereit, leicht ins häusliche WLAN zu integrieren und macht auch sonst brav, was der User erwartet. Lediglich beim AirPlay-Zuspiel hakt es mitunter. Aufgrund der eher mageren Auflösung und Lichtleistung sollte man jedoch vermeiden, bis an die Grenzen der möglichen Bild-Diagonalen zu gehen. Andererseits, wer kauft sich eine Leinwand, die mindestens ebenso viel kostet wie der Projektor selbst? Wahrscheinlicher ist wohl, dass ein weißes Tuch oder gar nur eine helle Wand als Wiedergabefläche herhalten müssen. Und da spielt dann die Anzahl der vertikalen Linie wohl eher eine untergeordnete Rolle. Denn Schärfe kann der Lite Box schon.

Heyup Boxe Lite als Einsteigerprojektor für Gelegenheitsnutzer

Mal eine Serie in größerer Runde schauen oder die Urlaubsvideos vom Handy der gesamten Familie auf einmal zeigen. Wer mal eben kurz und kurzfristig auf eine größere Bild-Diagonale zurückgreifen will, als sie der heimische TV bietet, macht mit dem Heyup Boxe Lite eigentlich nicht viel falsch. Schnell in Betrieb und einfach in der Handhabung, mit etwas über 130 Euro ein echtes Beamer-Schnäppchen. Für den Dauereinsatz allerdings sollten heutige Film- oder Gaming-Fans höhere Ansprüche haben, als der Projektor in Sachen Auflösung, Lichtleistung und Ton bieten kann.

Heyup Boxe Lite

Der chinesische Budget-Beamer ist sicherlich ein guter Einstieg in die Projektor-Welt. Angesichts des niedrigen Preises ist das Risiko gering, enttäuscht zu werden. Denn der schnellen Einrichtung und einfachen Handhabung stehen limitierte Möglichkeiten in Sachen Bild-Auflösung, Helligkeit und Betriebssystem gegenüber. Insofern bekommt der User, was er bezahlt.

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