Probefahrt: Autotest VW T-Cross

Aufgefrischt: VW T-Cross
Hajo ZenkerVolkswagen konnte auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher spürbar um 10,2 Prozent zulegen (Gesamtmarkt: plus 5,2 Prozent). So verkauften sich Klassiker wie Polo, Golf und Passat besser als im Vorjahr, aber etwa auch Taigo und T-Roc. Im Minus fahren Up, ID.3, T-Cross und Touareg.
Motor
Dem T-Cross sind noch drei mögliche Motorisierungen geblieben - allesamt Benziner, mal mit drei, mal mit vier Zylindern. Der von uns gefahrene stärkste Ottomotor bringt es auf 150 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter. Dazu kommt eine serienmäßige Sieben-Gang-Automatik. Das reicht, um den Wagen in 8,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 zu bringen und auf der Autobahn 200 Stundenkilometer zu erreichen. Das ist mehr als ausreichend.
Karosserie/Ausstattung
Entgegen vieler Vorurteile sind SUV längst nicht nur automobile Riesen, die nicht in die Zeit passen. Bei Volkswagen heißt der Beitrag zum Segment der SUV im Kleinwagenbereich T-Cross. Wobei der Wagen nicht wirklich klein ist. Zwar ist er 4,13 Meter kurz, aber das sind sechs Zentimeter mehr als beim Polo. Und vor allem ist er 1,58 Meter hoch, satte 14 Zentimeter mehr als beim Polo. Das bringt ein erfreuliches Raumgefühl, auch in der zweiten Reihe. Dazu gibt es einen bemerkenswert großen Kofferraum, der je nach Verschieben der Rückbank (bis zu 14 Zentimeter sind möglich) zwischen 385 und 455 Litern an Gepäck beherbergen kann. Nach der jüngsten Überarbeitung sieht der Wagen nicht nur außen etwas fescher aus, auch der Innenraum gibt sich, etwa durch das freigestellte Display, moderner, digitaler, lässt sich aber trotzdem noch unkompliziert bedienen. Der verwendete Kunststoff bleibt aber noch immer hinter dem bei VW eigentlich gewohnten Niveau zurück. Die Serienausstattung hat sich verbessert, nun gehören etwa auch LED-Scheinwerfer und Klimaanlage dazu. Zudem gibt es Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, Tempomat, Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel, Radio und Zentralverriegelung.
Fahrwerk
Das ausgewogene, angemessen straffe Fahrwerk passt und macht vergessen, dass der T-Cross ja ein recht hohes Auto ist - hier schaukelt nichts. Dafür geht es flott durch die Kurven. Wie heute üblich, verzichtet auch VW bei einem solch kleinen SUV auf eine Allradversion. Denn das Gelände solcher Fahrzeuge heißt gemeinhin Stadt. Immerhin reicht die Bodenfreiheit, um auch mal schlechte Feldwege zu befahren.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen T-Cross gibt es 23.855 Euro mit dem 95-PS-Basismotor. Die von uns gefahrene 150-PS-Variante kommt (besser ausgestattet) dann schon auf mindestens 34.490 Euro, mit einigen Extras wurden im Testwagen daraus dann bereits 39.950 Euro. Die offiziell sechs Liter Super auf 100 Kilometer sind ziemlich realistisch.
Fazit
SUV für die Stadt, aber durchaus auch für das Land. Denn der Volkswagen bietet viel Raum bei überschaubarer Länge. Die Überarbeitung hat den T-Cross schicker und moderner gemacht, ohne die Bedienung zu verkomplizieren. Das passt.


