Probefahrt: Der Audi A3 im Autotest

Audi A3
Hajo Zenker- Der Audi A3 bleibt ein wichtiger Vertreter der Kompaktklasse, jetzt mit Facelift und Allstreet-Option.
- Motorenpalette von 116 bis 333 PS, Mild-Hybrid mit 150 PS schafft 0–100 km/h in 8,4 Sekunden.
- Allstreet-Version bietet Offroad-Optik, 3 cm mehr Bodenfreiheit und erhöhte Sitzposition.
- Innen moderner Look, digitalisiert, aber mit einigen Knöpfen – 380 Liter Kofferraumvolumen.
- Einstiegspreis ab 31.300 €, Testwagen mit Extras: 54.720 € – Verbrauch ca. 5,8 l/100 km.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Audi hat in diesem Jahr auf dem Heimatmarkt bisher ein Minus von 6,2 Prozent eingefahren, während der Gesamtmarkt um 4,7 Prozent schrumpfte. Bei den Modellen der Ingolstädter VW-Konzerntochter zeigt sich denn auch ein gemischtes Bild: Während sich etwa A1, A6 oder Q7 besser verkauften als im Vorjahr, verloren beispielsweise A3, A8 und Q3.
Motor
Vier Benziner, zwei Diesel und zwei Plug-In-Hybride stehen für den A3 zur Wahl. Das ergibt eine Leistungspalette von 116 PS bis 333 PS (als S). Der von uns gefahrene 150-PS-Benziner holt aus 1,5 Litern Hubraum 250 Newtonmeter maximales Drehmoment. Und wird als Mild-Hybrid elektrisch unterstützt. Das reicht zusammen mit der bei uns verbauten Sieben-Gang-Automatik für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 8,4 Sekunden und eine Spitze auf der Autobahn von 221 Stundenkilometer. Das alles stets souverän und kultiviert im Ton. Und: Ist der Wagen gut in Schwung und braucht gerade gar keine Motorleistung, wird diese kurzerhand abgeschaltet, man „segelt“.
Karosserie/Ausstattung
Seit 1996 gibt es den A3, quasi als Nobel-Ausgabe des Konzernbruders VW Golf. Audi bietet zwei Karosserien an, den Sportback, also den Fünftürer, und die Limousine. Nach einem Facelift sieht der A3 jetzt noch dynamischer aus. Die von uns gefahrene, Allstreet getaufte Variante des Schräghecks soll einen Hauch von SUV verbreiten, mit etwas Offroad-Look, drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit gegenüber dem A3 Sportback und einer erhöhten Sitzposition. Der Allstreet gibt sich also etwas rustikaler, stärker konturiert und beplankt. Innen gibt es für ein 4,35 Meter langes Kompaktmodell ordentlich Platz, vorn naturgemäß mehr als hinten. Der Kofferraum von 380 Litern ist klassenüblich. Natürlich ist das Armaturenbrett digitalisiert, der Touchscreen groß genug und scharf, aber zum Glück blieben im Gegensatz zu anderen Autos noch einige Knöpfe erhalten – und das ist auch gut so. Die Verarbeitung ist tadellos, die Materialqualität war bei Audi aber schon einmal besser. Ab Werk gibt es beim A3 etwa LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Audioanlage, Tempomat, beheizbare Außenspiegel sowie Assistenten für Müdigkeit, Verkehrszeichenerkennung, Licht und das Halten der Spur.
Fahrverhalten
Auch als Allstreet bleibt es beim Frontantrieb. Ansonsten gilt: Straff, ohne unkomfortabel zu sein, direkte Lenkung, zupackende Bremsen – das passt.
Wirtschaftlichkeit
Nach dem Facelift ist der Einstiegspreis für den Sportback mittlerweile bei 31.300 Euro angekommen. Der von uns gefahrene Allstreet mit 150 PS beginnt bei 35.400 Euro. Unser Testwagen kam mit allerlei Extras dann bereits auf 54.720 Euro. Ein stolzer Preis für einen Kompaktwagen. Die offiziellen 5,8 Liter Super auf 100 Kilometer sind realistisch, wir brauchten nur wenig mehr.
Fazit
Wer noch immer die gute alte Kompaktklasse mag, ist mit dem A3 bestens bedient. Als Allstreet noch mit etwas Outdoor-Look. Allerdings auch zu stolzen Audi-Preisen.


