Probefahrt
: Der Renault Symbioz im Autotest

Dass es den Symbioz gibt, liegt daran, dass Renault in seinem SUV-Angebot eine Lücke zwischen Captur und Austral entdeckt hatte. Und tatsächlich ist der Wagen eine interessante Alternative für (kleine) Familien.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Renault Symbioz

Ausdrucksvolles Design: Renault Symbioz

Hajo Zenker
  • Renault Symbioz füllt Lücke zwischen Captur und Austral.
  • Vollhybridantrieb mit 158 PS neu verfügbar.
  • 4,41 m Länge, modernes Design, verschiebbare Rückbank.
  • Preis ab 30.950 Euro, Verbrauch ab 4,8 l Super.
  • Gute Ausstattung, straffes Fahrverhalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Renault hat in diesem Jahr bei uns bisher deutlich zulegen können: Es gibt ein Plus von 32,4 Prozent bei den Neuzulassungen (Gesamtmarkt: minus 3,3 Prozent). So konnten Arkana, Austral, Captur und Kangoo zulegen, während der Megane verlor.

Motor

Über die Motorisierung musste man sich bisher beim Symbioz keine Gedanken machen: Es gab nur einen Antrieb, einen Vollhybrid, der es auf 143 PS (davon gehen 94 PS auf das Konto des 1,6-Liter-Verbrenners) und 250 Newtonmeter maximales Drehmoment bringt. Das reicht, um den Wagen in 10,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 zu bringen und auf der Autobahn 170 km/h zu erreichen. Dank der elektrischen Unterstützung kommt man dabei stets flott vom Fleck. Die Automatik geht in Ordnung. Wer auf volle Pulle setzt, bekommt dann aber eine entsprechende Geräuschkulisse vom Ottomotor. Ab sofort bestellbar ist nun aber auch ein Vollhybridantrieb mit 1,8-Liter-Benzinmotor und einer Systemleistung von 158 PS.

Karosserie/Ausstattung

Dass es den Symbioz überhaupt gibt, liegt daran, dass Renault in seinem SUV-Angebot eine Lücke zwischen Captur und Austral entdeckt hatte. Und so entstand der Wagen auf technischer Grundlage des Captur. Die Front ist denn auch höchst ähnlich, das Heck unterscheidet sich jedoch stark. Insgesamt darf man das kantige Design als modern und gelungen bezeichnen. Mit 4,41 Metern Länge passt der Symbioz voll in das heutige Kompakt-SUV-Segment. Die Verarbeitung ist ordentlich, der Kunststoff aber häufig von der harten Sorte. Ohne Touchscreen geht heutzutage nichts mehr, einige Knöpfe, etwa für das Klima, sind zum Glück geblieben. Schön ist die um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank, durch die sich auch das Kofferraumvolumen zwischen 492 und 624 Litern bewegt. Da lässt sich doch einiges transportieren, auch wenn die Ladekante recht hoch ist. Vorn geht es für die Passagiere großzügig zu, groß gewachsene Insassen können in der zweiten Reihe aber Probleme mit der Kopffreiheit bekommen. Ab Werk gibt es etwa Klimaautomatik, Tempomat, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber und Sitzheizung vorn, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung. Die ebenfalls serienmäßige Rückfahrkamera liefert eher unscharfe Bilder.

Fahrverhalten

Für einen Franzosen ist der Symbioz erstaunlich straff abgestimmt. Die Lenkung ist angenehm direkt.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Symbioz gibt es ab 30.950 Euro. Den offiziellen Verbrauch von 4,8 Liter Super kann man, eine hybridorientierte Fahrweise vorausgesetzt, sogar noch um einen halben bis einen ganzen Liter unterbieten, insbesondere im städtischen Bereich. Auf der Autobahn sieht die Sache dann natürlich anders aus.

Fazit

Eine interessante Alternative für (kleine) Familien: Dass Renault nun den Symbioz im Angebot hat, könnte sich als gute Entscheidung erweisen, das Preis-Leistungs-Verhältnis jedenfalls stimmt.