Probefahrt
: Der Dacia Bigster im Autotest

Das neue Modell der rumänischen Marke will Familien Platz bieten. Und das bei einer modernen Optik.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Dacia Bigster

Für Familien: Dacia Bigster

Hajo Zenker
  • Dacia Bigster: neues, 4,57 m langes Familien-SUV mit modernem Auftritt und viel Platz.
  • Motoren: Mild-Hybrid 140 PS, Vollhybrid 157 PS, LPG verfügbar, kein Diesel.
  • Vollhybrid fährt oft elektrisch in der Stadt, 0–100 in 9,7 s, Spitze 180 km/h.
  • Innenraum wirkt robust, viele echte Tasten, ab Werk u. a. Klima, Kamera und Assistenten.
  • Preise ab 23.990 Euro – Vollhybrid ab 30.790 Euro, Verbrauch 4,6 l/100 km realistisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dacia hat in Deutschland in diesem Jahr zwar 2,9 Prozent im Vorjahresvergleich bei den Neuzulassungen verloren (Gesamtmarkt: plus 5,8 Prozent), verzeichnet aber noch immer einen starken Marktanteil von 2,3 Prozent. Während etwa Sandero und Duster im Minus fahren, konnte der Spring zulegen. Und der neue Bigster ist gleich sehr gut eingestiegen.

Motor

Besonderheit beim Bigster: Dacia bietet keinen Diesel an, eine Variante mit Autogas (LPG) allerdings schon. Ansonsten gibt es einen Mild-Hybrid-Benziner mit 140 PS und den von uns gefahrenen Vollhybrid mit 157 PS, bei dem 49 PS vom Elektroantrieb stammen, der den 1,8-Liter-Verbrenner unterstützt. Und das ist eine gute Wahl. Das Zusammenspiel der Antriebe funktioniert meistens sehr gut, nur bei höheren Geschwindigkeiten wirkt das etwas angestrengt, weil die Automatik dann schon mal sehr hochdrehen lässt. In der Stadt fährt man dafür häufig rein elektrisch. In 9,7 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen und maximal 180 km/h erreichen.

Karosserie/Ausstattung

Ja, für Dacia ist das 4,57 Meter lange SUV groß. Und hat deshalb den Namen Bigster erhalten. Und der macht optisch auf dicke Backen, gibt den rustikalen Kerl. Das sieht schon cool aus. Und innen gibt es tatsächlich viel Platz, für Passagiere und Gepäck (wobei der Kofferraum je nach Motorisierung differiert, beim Vollhybrid sind es 546 Liter). Auch wenn viel Hartplastik in dem im rumänischen Stammwerk montierten Bigster verbaut ist, sieht das Interieur anhand einiger optischer Kniffe gut aus. Schön ist auch, dass es trotz eines Touchscreens noch diverse echte Schalter gibt, was die Bedienung erleichtert. Ab Werk gibt es etwa eine Klimaanlage, ein Multimediasystem, Lichtautomatik, Rückfahrkamera, beheizbare Außenspiegel und Assistenten für Müdigkeit, das Halten der Spur und das Erkennen von Verkehrszeichen.

Fahrverhalten

Der Fronttriebler fährt komfortabel, für ein Familienauto wahrlich keine Überraschung. Ein Kurvenflitzer will solch ein Gefährt ja nun wirklich nicht sein. Übrigens gibt es den Bigster auch mit Allradantrieb.

Wirtschaftlichkeit

Dacia ist seit Jahren für ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Den Einstieg in einen Bigster gibt es so bereits ab 23.990 Euro. Mit dem von uns gefahrenen Motor und einer besseren Ausstattung, zu der etwa eine elektrische Heckklappe gehört, geht es dann bei 30.790 Euro los. Der offizielle Verbrauch von 4,6 Liter Super auf 100 Kilometer ist, wenn man nicht zu oft die Autobahn nutzt, absolut realistisch. Dacia gewährt drei Jahre Garantie, die sich auf bis zu sieben Jahre verlängern lassen, wenn man die Wartung bei einem Dacia-Partner durchführen lässt.

Fazit

Das Konzept dürfte aufgehen: Dieses neue Dacia-Modell ist absolut familientauglich und sieht dabei modern aus. Und das zu einem wirklich guten Preis.