Probefahrt
: Der VW Tayron im Autotest

Der große Bruder des VW Tiguan trägt neuerdings den Namen Tayron. Es gibt ihn bei Bedarf mit sieben Sitzen und mit Allradantrieb. Immer aber mit viel Platz für die Familie.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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VW Tayron

Familienfahrzeug: VW Tayron

Hajo Zenker
  • Der VW Tayron ersetzt den Tiguan Allspace und bietet bis zu sieben Sitze und Allradantrieb.
  • Motorenpalette: zwei Diesel, zwei Benziner, ein Mild-Hybrid, zwei Plug-in-Hybride (150–272 PS).
  • 4,79 Meter Länge, viel Platz, 885 Liter Kofferraum, als Siebensitzer nur 345 Liter Stauraum.
  • Moderne, intuitive Bedienung, hochwertige Verarbeitung und viele serienmäßige Assistenzsysteme.
  • Einstiegspreis: 46.925 €, Testfahrzeug: 58.825 €, Verbrauch: 8,3 Liter Super auf 100 Kilometer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Volkswagen hat auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher um 4,1 Prozent zulegen können (Gesamtmarkt: plus 0,7 Prozent). Während Klassiker wie Golf und Passat oder auch der Touareg im Minus fuhren, konnten die elektrischen ID.3, ID.7 und ID. Buzz, aber auch T-Cross und T-Roc dazugewinnen.

Motor

Beim Tayron kann man zwischen reinen Verbrennern und zwei Hybrid-Varianten wählen. So gibt es zwei Diesel, zwei Benziner, einen Mild-Hybrid und zwei Plug-in-Hybride. Das ergibt eine Leistungspalette von 150 PS bis 272 PS. Der von uns gefahrene kleinere Benziner bringt es auf 204 PS und 320 Newtonmeter maximales Drehmoment. Und das ist nun wirklich mehr als ausreichend für solch ein Familienfahrzeug. Man kommt gut vom Fleck und in 7,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn ist bei 230 km/h Schluss. Auch das mehr als genug.

Karosserie/Ausstattung

Der Tayron ist der große Bruder des Tiguan und hat damit den Tiguan Allspace ersetzt. Dank der 22 Zentimeter mehr Länge als beim Tiguan sieht der 4,79 Meter lange Tayron schon sehr stattlich aus. Und das wirkt nicht nur so. In den Reihen 1 und 2 gibt es viel Platz, der Kofferraum ist mit 885 Litern riesig. Und die verschiebbare zweite Reihe ist überaus praktisch. Etwas anders sieht es natürlich aus, wenn man den Wagen gegen Aufpreis als Siebensitzer wählt. Dann schrumpft das Gepäckabteil auf 345 Liter und für Erwachsene ist die dritte Sitzreihe nur bedingt empfehlenswert. Allerdings: Die beiden Sitze lassen sich auch versenken.

Volkswagen hat gelernt: Trotz aller Digitalisierung und natürlich eines Touchscreens braucht man mittlerweile kein Ingenieursstudium mehr, um die Bedienung eines neuen VW zu verstehen. Beim Tayron weiß man schnell, wo was zu bedienen ist. Und es gibt auch ein Drehrad für die Lautstärke. Die Automatik wird übrigens über einen Hebel am Lenkrad bedient. Das Cockpit wirkt dabei wirklich hochwertig, so durch die Alu-Einfassung. Die Verarbeitung des am Stammsitz Wolfsburg gefertigten Tayron ist sehr ordentlich.

Ab Werk gibt es etwa Assistenten für das Parken, das Erkennen von Müdigkeit und Verkehrszeichen, das Halten der Spur und Fernlicht. Außerdem sind stets Klimaanlage, Radio, beheizbare Außenspiegel und Leichtmetallräder an Bord.

Fahrverhalten

Der Tayron ist eher komfortabel ausgelegt, woran auch Änderungen per Knopfdruck nicht viel rütteln. Was für eine Familienkutsche ja aber auch nicht verkehrt ist. Den Wagen gibt es sowohl mit Front-, als auch mit Allradantrieb. Mit dem bei unserem Benziner verbauten Allradantrieb hat man natürlich noch einmal mehr Traktion. Die Bremsen packen gut zu. Die Geräuschkulisse im Inneren ist erfreulich niedrig.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Tayron gibt es ab 46.925 Euro. Mit dem von uns gefahrenen Benziner werden daraus 58.825 Euro. Die offiziellen 8,3 Liter Super auf 100 Kilometer darf man ernst nehmen.

Fazit

Ein echter Familienfreund: Mit dem Tayron lassen sich die Kinder zum Sport transportieren und in den Urlaub kann man auch entspannt fahren. Ob es dabei unbedingt der Siebensitzer sein muss, sollte man genau überlegen. So oder so bekommt man viel Raum fürs Geld.