Probefahrt: Die Mercedes E-Klasse im Autotest

Eindeutig Mercedes: E-Klasse T-Modell
Hajo Zenker- Die E-Klasse T-Modell kombiniert moderne Technik mit klassischem Design und hohem Komfort.
- Diesel- und Benzinmotoren werden als Mildhybride elektrisch unterstützt, Plug-in-Hybride bieten bis zu 129 PS elektrisch.
- Der Diesel-Plug-in beschleunigt in 6,7 Sekunden auf 100 km/h, Elektroreichweite bis zu 101 Kilometer.
- Innenraum mit luxuriöser Ausstattung: Digital-Displays, Assistenten und Komfortfeatures serienmäßig.
- Einstiegspreis ab 57.720 Euro, getesteter Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb kostet 77.231 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mercedes liegt aktuell auf dem Heimatmarkt mit 1,8 Prozent im Plus (Gesamtmarkt: minus 0,3 Prozent). Während etwa A-, C- und S-Klasse im Minus fahren, konnten unter anderem B- und G-Klasse, aber auch GLA und GLC zulegen.
Motor
Die Verbrenner der E-Klasse werden grundsätzlich elektrisch unterstützt. Als Mildhybrid kommen zu den Diesel-PS von 163 PS, 197 PS und 367 PS jeweils 23 elektrische Pferdestärken. Auch die 204 PS beziehungsweise 381 PS eines Ottomotors werden um 23 PS elektrisch verstärkt. Und dann gibt es noch die beiden Plug-in-Hybride: 197 PS eines Diesels und die 204 PS eines Benziners werden jeweils um 129 elektrische PS ergänzt.
Der von uns gefahrene Diesel-Plug-in hat denn auch wirklich Kraft. Es geht flott vom Fleck, in 6,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und maximal bis 223 km/h. Die Neun-Gang-Automatik passt sehr gut.
Karosserie/Ausstattung
Was soll man noch viel zur E-Klasse sagen? Sie ist eine Legende, seit drei Jahrzehnten als Taxi genauso bewährt wie als Manager-Fahrzeug oder als AMG-Sportwagen. Dabei ist gleichzeitig allerdings auch der Anteil der privaten Käufer für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse hierzulande ungewöhnlich hoch. Und zumindest für Deutschland gilt zudem, dass der T-Modell getaufte Kombi besondere Wertschätzung erfährt. Auch der sechsten Generation sieht man die Stuttgarter Herkunft sofort an. Allerdings wurde das Blechkleid des 4,95 Meter langen T-Modells doch deutlich modernisiert.
Und innen geht es dann erst richtig modern weiter. Eine riesige Digital-Landschaft hält alles bereit, was technisch heute so möglich ist und verlangt trotzdem kein Ingenieurstudium zur Bedienung. Das ist eine wahre Freude. Der Beifahrer kann beispielsweise als Extra einen eigenen Bildschirm oberhalb des Handschuhfachs bekommen und etwa einen Film schauen – damit der Fahrer nicht zu oft dahin schielt, wird für seinen Blickwinkel der Bildschirm dunkel – toll.
Der gesamte Innenraum versprüht ein Luxus-Gefühl. Die Insassen haben ordentlich Platz, der Kofferraum ist für einen Kombi mit 460 Litern eher mittelmäßig. Ab Werk gibt es allerlei Assistenten, etwa für Fernlicht, den toten Winkel, Verkehrszeichenerkennung und das Halten der Spur. Dazu kommen beispielsweise Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Tempomat, kabelloses Smartphone-Laden und Sitzheizung vorn.
Fahrverhalten
Bei Mercedes gibt es ihn noch, den Hinterradantrieb, auch für das T-Modell. In unserem Testwagen allerdings war ein Allradantrieb verbaut, der die Kraft des Plug-in-Autos natürlich besonders gut auf die Straße bringt. Und selbstverständlich auch abseits befestigter Wege von Vorteil ist. Komfort und Sportlichkeit stehen sich im Fahrwerk nicht im Weg, für einen Kombi kann man schon flott um die Ecke kommen, ohne sich jeder Straßenunebenheit schmerzhaft gewahr werden zu müssen.
Wirtschaftlichkeit
Für ein T-Modell der E-Klasse muss man mindestens 57.720 Euro ausgeben. Mit dem von uns gefahrenen Diesel-Plug-in mit Allradantrieb werden daraus bereits 77.231 Euro. Die offiziellen Verbrauchswerte von Plug-in-Fahrzeugen muss man ja immer mit großer Vorsicht genießen, hier sind es 1,9 Liter Diesel.
Aber mit diesem Mercedes haben wir viele Kilometer ohne einen einzigen Tropfen Diesel zurückgelegt. Denn ist die Batterie vollständig geladen, kommt man locker gut 80 Kilometer rein elektrisch voran (offiziell: 101 Kilometer). Findet man dann am Ankunftsort eine Ladesäule, was heute deutlich leichter geworden ist als noch vor wenigen Jahren, geht es auch im Strommodus wieder zurück.
Fazit
Es muss nicht immer SUV sein: Der gute alte Kombi hat nicht umsonst noch immer seine Fans. Und als T-Modell der E-Klasse sowieso – wenn man sich die Stern-Preise leisten kann.


