Probefahrt
: Der Dacia Jogger im Autotest

Familien brauchen Platz. Und genau den bietet der Jogger, den es zudem als Fünf- und als Siebensitzer gibt. Allerdings hat sich auch die rumänische Marke im Preisniveau nach oben entwickelt.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Dacia Jogger

Viel Platz für Familien: Dacia Jogger

Hajo Zenker
  • Der Dacia Jogger bietet viel Platz und ist als Fünf- oder Siebensitzer erhältlich.
  • Drei Motoren verfügbar: Autogas (101 PS), Benziner (110 PS) und Hybrid (141 PS).
  • Ab Frühjahr stärkere Varianten: Autogas (120 PS) und Hybrid (155 PS).
  • Preis ab 18.290 Euro, Testwagen mit Hybrid bei 27.327 Euro.
  • Dacia bleibt preiswert, bietet aber mehr Ausstattung und bis zu sieben Jahre Garantie.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dacia hat in diesem Jahr hierzulande bisher ein Plus von 1,7 Prozent eingefahren (Gesamtmarkt: plus 0,5 Prozent). Und mit einem Marktanteil von 2,5 Prozent liegt die rumänische Marke vor bekannten Anbietern wie Peugeot, Citroën, Kia oder auch der Mutter Renault.

Motor

Für den Jogger gibt es aktuell drei Motorisierungen: eine Autogas-Variante mit 101 PS, einen reinen Benziner mit 110 PS und den Hybrid mit 141 PS. Ab kommendem Frühjahr werden Autogas und Hybrid dann in stärkeren Varianten (mit 120 PS beziehungsweise 155 PS) angeboten. Der von gefahrene aktuelle Hybrid, der 94 PS des Vier-Zylinder-Benziners mit 47 elektrischen PS vereint, reicht für eine ordentliche Beschleunigung, gerade aus dem Stand heraus, und einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in zehn Sekunden. Bei 167 km/h ist auf der Autobahn Schluss. Die Automatik aber, die der Hybrid immer an Bord hat, wirkt etwas unharmonisch. So gehen die Drehzahlen immer mal wieder sehr nach oben, bevor die nächste Fahrstufe eingelegt wird. Beim Anfahren dagegen haut alles hin, da könnte man meinen, in einem reinen Elektroauto zu sitzen.

Karosserie/Ausstattung

Die Form des 4,55 Meter langen Dacia Jogger macht sofort klar: Hier geht es um ein familienfreundliches Raumangebot. Weshalb es den Wagen denn als Fünf- und auch als Siebensitzer gibt. Und in der dritten Reihe können sogar Erwachsene sitzen – wenn sie sich denn nach hinten durchgekämpft haben. Schade ist, dass man die zweite Reihe nicht verschieben kann. Als Fünfsitzer hat man 607 Liter Kofferraum, bei sieben Sitzen bleiben davon noch 160 Liter übrig – allerdings kann man die zwei Sitze auch versenken, und dann hat man 595 Liter. Der Innenraum ist markentypisch eher rustikal gestaltet und ein ganzes Stück weg von den riesigen Digitallandschaften anderer Hersteller. Doch steht hier ja immer die Frage im Raum: Was braucht man tatsächlich? Zudem erleichtert die eher konservative Dacia-Gestaltung die Bedienung, weil man noch echte Schalter und Knöpfe vorfindet. Ist die Basis noch recht schmal ausgestattet, kann man in den besseren Ausstattungslinien etwa Klimaautomatik, Navigation, Sitzheizung, Rückfahrkamera, Toter-Winkel-Warner und Smartphone-Ladeschale bekommen.

Fahrverhalten

Der Dacia ist eher komfortabel abgestimmt. Für ein Familienauto passt das aber gut. Die Lenkung dürfte jedoch direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Dacia ist unzweifelhaft eine preiswerte Marke. Die Zeiten der Kampfpreise aber sind vorbei. Den Einstieg in einen Jogger gibt es mit 110 PS und fünf Sitzen ab 18.290 Euro, als Siebensitzer werden daraus 19.290 Euro. Mit Hybrid und besserer Ausstattung landete unser Testwagen bereits bei 27.327 Euro. Den offiziellen Verbrauch von 4,8 Litern Super auf 100 Kilometer darf man erfreulicherweise ernst nehmen, es sei denn, man ist häufig auf der Autobahn unterwegs. Dacia gibt drei Jahre Garantie, wer danach stets bei einer Dacia-Werkstatt die Wartungen durchführen lässt, kommt auf bis zu sieben Jahre Garantie.

Fazit

Viel Auto für überschaubares Geld: Diesem Motto bleibt Dacia verpflichtet, auch wenn sich das Preisniveau der Rumänen schon spürbar nach oben entwickelt hat. Der Jogger punktet vor allem mit seinem Raumangebot, was ihn für Familien interessant macht.