Probefahrt: Der Mercedes EQE SUV im Autotest

Elektrische E-Klasse in SUV-Form: Mercedes EQE SUV
Hajo Zenker- Mercedes EQE SUV: Fünf Motorvarianten, 265–625 PS, getestete Version mit 320 PS, Allradantrieb.
- 0–100 km/h in 6 Sek., Vmax 210 km/h, Reichweite bis 555 km, Basispreis ab 83.479 Euro.
- Geräumiger Innenraum, 520 L Kofferraum, hochwertige Materialien, Produktion in Alabama.
- Umfangreiche Serienausstattung, intuitive Bedienung, hilfreiche Fahrerassistenzsysteme.
- Verschiedene Fahrmodi, direktes Lenkverhalten, hohe Agilität trotz 2,5 Tonnen Gewicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mercedes hat in diesem Jahr bisher auf dem Heimatmarkt ein Minus von 0,9 Prozent eingefahren (Gesamtmarkt: minus 2,4 Prozent). Und so ist das Bild bei den Modellen gemischt: Während A- und E-Klasse sowie GLA verlieren, gewinnen B-, C- und E-Klasse sowie der GLC.
Motor
Den EQE SUV gibt es in fünf Leistungsstufen – von 265 PS bis 625 PS (als AMG). Die von uns gefahrene Variante bringt es auf 320 PS. Was bereits mehr als genug ist. Schließlich geht bei so einem Stromer sofort die Post ab und da machen sich die 765 Newtonmeter maximales Drehmoment sehr unmittelbar bemerkbar. In glatt sechs Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn wird bei 210 km/h abgeregelt. Diese Geschwindigkeit erreicht man mühelos, aber ein solches Autobahn-Tempo ist bekanntlich der Reichweite nicht zuträglich und sollte deshalb nur ausnahmsweise ausprobiert werden. Grundsätzlich gilt: Trotz der zweieinhalb Tonnen Gewicht des Wagens kommt man wahrlich flott vom Fleck.
Karosserie/Ausstattung
Dass man im SUV-Zeitalter in einem Segment nicht nur eine Limousine anbieten kann, ist Mercedes klar. Kein Wunder also, dass die Stern-Marke dem EQE als elektrischem Pendant zur klassischen E-Klasse, eine SUV-Variante zur Seite gestellt hat. Über das rundliche Design kann man sicher streiten, uns gefällt es. Nicht streiten kann man über Platz und Qualität im Innenraum. Das Platzangebot ist wirklich üppig, was besonders in der zweiten Reihe auffällt (Kofferraum: 520 Liter). Wie man es in diesem Preisniveau und bei dieser Marke erwarten kann, sind Material und Verarbeitung hochklassig – übrigens produziert im US-Werk in Tuscaloosa (Alabama). Der EQE bietet eine große Digitallandschaft. An den heute so üblichen großen Touchscreens wird häufig kritisiert, dass sie schwer zu durchschauende Menüs und lange Reaktionszeiten haben. Das kann Mercedes eindeutig besser – hier passt das alles. Schön ist etwa auch, dass man, steht man an der Ampel, per Video groß die Ampel eingeblendet bekommt, was sehr hilfreich ist, wenn neben einem ein Lkw steht. Und auch das Ansteuern von freien Ladesäulen klappt sehr gut. Trotzdem gilt zumindest für Nostalgiker: Ein paar echte Drehregler wären schon ganz schön.
Stets an Bord sind etwa LED-Scheinwerfer, ein Notbremsassistent, der Fußgänger und Radfahrer erkennt, Tempomat, Sitzheizung vorn, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Navi, Radio, Müdigkeitserkennung, Spur-, Totwinkel- und Abstandsassistent.
Fahrverhalten
Wie es um das Fahrverhalten bestellt ist, kann man selbst bestimmen, denn es stehen mehrere Modi zur Wahl, die etwa Lenkung und Federung verändern. Schon bei „Comfort“ ist der Wagen agil, die Lenkung direkt. Die Bremsen packen immer gut zu. Bei dem von uns gefahrenen Modell ist Allradantrieb an Bord, was die Kraft des Elektroantriebs besonders gut auf die Straße bringt.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in ein EQE SUV gibt es ab 83.479 Euro (mit 265 PS und Hinterradantrieb). Mit 320 PS und Allrad, wie von uns gefahren, werden daraus bereits 89.548 Euro. Die offizielle Reichweite von 555 Kilometer sind tatsächlich erreichbar, wenn man nicht gerade permanent Autobahn fährt.
Fazit
Elektromobilität auf Stern-Art: Kraft, Raum, Qualität. Aber natürlich auch zu Mercedes-Preisen.


