Probefahrt: Der Kia EV3 im Autotest

Kantig-futuristisch: Kia EV3
Hajo Zenker- Kia EV3: Futuristisches Design, 4,30 m Länge, 460 l Kofferraum, moderne Ausstattung.
- Zwei Batteriegrößen: Reichweiten von 436 km oder 605 km, 204 PS, 283 Nm Drehmoment.
- Preis: Ab 35.990 € mit kleiner Batterie, ab 41.690 € mit größerer Batterie.
- Ladezeit: 10–80 % in 30 Minuten an Schnellladesäulen.
- Verbrauch: 15 kWh/100 km, 170 km/h Spitze, gute Fahrleistung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kia hat in Deutschland in diesem Jahr bisher 15,6 Prozent verloren (Gesamtmarkt: minus 2,4 Prozent). So verkauften sich Ceed, Sportage und Sorento schlechter als im Vorjahr, während etwa Picanto und EV9 zulegen konnten.
Motor
Die Motorleistung ist beim EV3 stets identisch, der Unterschied entsteht durch zwei Batteriegrößen, die mal für 436 Kilometer Reichweite, mal für 605 Kilometer Reichweite stehen. Der die Vorderräder antreibende Elektroantrieb bringt es auf 204 PS und 283 Newtonmeter maximales Drehmoment. Entsprechend kommt man flott vom Fleck und mit der von uns gefahrenen größeren Batterie in 7,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn wird bei 170 km/h abgeregelt. Aber mit solchen Geschwindigkeiten sollte man bei einem E-Auto sowieso sehr vorsichtig sein. Die Ladegeschwindigkeit ist für heutige Verhältnisse zwar nicht gewaltig, reicht aber trotzdem, um an einer Schnellladesäule von zehn auf 80 Prozent Batterieladung in einer halben Stunde kommen zu können.
Karosserie/Ausstattung
Kia setzt bei seinen aktuellen Elektro-Modellen auf ausdrucksstarkes Design. Und so fällt auch der EV3 mit seinem futuristisch-kantigen Aussehen definitiv auf. Über Geschmack lässt sich natürlich streiten, aber das Design hat definitiv den Vorteil, bei einem 4,30 Meter langen Fahrzeug für viel Innenraum für die Insassen und das Gepäck (460 Liter Kofferraum) zu sorgen. Auch die Bedienung zeugt davon, besonders sein zu wollen, etwa, in dem die Automatik als Drehknopf rechts am Lenkrad gelandet ist, direkt daneben befindet sich übrigens der Startknopf. Die elektronische Parkbremse liegt links vom Lenkrad, der Lautstärkeregler in der Mitte des Armaturenbretts. Ansonsten aber gibt es die heutzutage übliche Digitallandschaft, mit der man gut zurechtkommt. Insgesamt darf man dem Wagen ein wirklich modernes Ambiente bescheinigen, auch wenn nach unserem Geschmack der verwendete Kunststoff teilweise etwas hochwertiger sein dürfte. Ab Werk gibt es etwa LED-Scheinwerfer, Leichtmetallfelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audioanlage, Navigation, Rückfahrkamera, Tempomat, beheizbare Außenspiegel, Spur- und Notbremsassistent.
Fahrverhalten
Das Fahrwerk hält nicht jede Unebenheit von den Passagieren fern, ist grundsätzlich aber ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Dynamik. Die Lenkung passt, die Bremsen packen kräftig zu. Frühere Kia-Elektroautos wurden dafür kritisiert, dass die Vorderräder von der Kraft der E-Motoren überfordert seien, das ist vorbei. Der Frontantrieb bringt beim EV3 die Power ohne Probleme auf die Straße.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen EV3 gibt es mit der kleineren Batterie für 35.990 Euro, das ist bezahlbare Elektromobilität. Mit der von uns gefahrenen größeren Batterie geht es bei 41.690 Euro los. Da die offiziellen 15 kWh auf 100 Kilometer als Verbrauch zumindest jenseits des Winters realistisch sind, sind es auch die 605 Kilometer Reichweite. Wobei man es natürlich mit Autobahnfahrten nicht übertreiben sollte.
Fazit
Ausdrucksstarkes Design, für die Klasse viel Raum und eine ordentliche Reichweite: Der EV3 bietet attraktive Elektromobilität zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.


