Probefahrt: Der Kia K4 im Autotest

Ceed-Nachfolger: Kia K4
Hajo Zenker- Kia bringt mit dem K4 den Nachfolger des Ceed – als reinen Benziner ohne Diesel.
- Motoren: 1,0-Liter mit 115 PS sowie 1,6-Liter mit 150 oder 180 PS; 7-Gang-Automatik verfügbar.
- Stärkste Version: 0–100 km/h in 8,4 s, Spitze 210 km/h, Verbrauch offiziell 6,9 l/100 km.
- Design flach und modern, viel Platz innen; 438 Liter Kofferraum, echte Tasten und große Displays.
- Ab Werk u. a. LED und Assistenzsysteme; Preise ab 28.890 Euro, Testwagen rund 42.740 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kia hat in diesem Jahr in Deutschland bisher um 0,7 Prozent (Gesamtmarkt: +4,5 Prozent) zugelegt, was insbesondere der Ausweitung des Angebots an Elektroautos zuzuschreiben ist, die angesichts der Preise für Mineralölprodukte und der neuen Förderung gerade auf dem aufstrebenden Ast sind. Nichtsdestotrotz gibt es mit dem K4 jetzt auch einen neuen Verbrenner.
Motor
Kia traut sich was: Nachdem die koreanische Marke mit diversen Elektromodellen durchaus für Furore gesorgt hatte, fährt der nagelneue K4 als Nachfolger des Ceed als reiner Verbrenner vor. Nach dem Motto: Auch wenn sich Elektroautos immer besser verkaufen, bleiben viele Kunden zumindest dem Benziner treu. Einen Diesel gibt es denn auch beim K4 nicht. Dafür einen Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum und 115 PS als Basismotorisierung sowie einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 150 PS beziehungsweise 180 PS. Mit der von uns gefahrenen stärksten Variante kommt man gut vom Fleck, in 8,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn auf 210 km/h. Die Sieben-Gang-Automatik passt gut zum Motor, da sie im Sinne rascher Fortbewegung aber auch gern für höhere Drehzahlen sorgt, ist der Motor durchaus vernehmbar.
Karosserie/Ausstattung
Auch wenn seit Jahren SUV den Markt dominieren: Die Golf-Klasse lebt. Und das längst nicht nur in Form des Namensgebers von VW. Kia bietet nun einen ganz frischen Kompakten. Und der sieht wirklich toll aus. Eine flache Linienführung, Leuchten in der Optik der E-Modelle der Marke, in der C-Säule versteckte hintere Türgriffe, das alles wirkt wie aus einem Guss. Besonders in der Testwagen-Farbe Sparkling-Gelb. Innen gibt es natürlich eine große Digitallandschaft, aber erfreulicherweise haben die Koreaner dem übrigens in Mexiko gebauten K4 auch echte Tasten spendiert. Für einen Kompakten von 4,44 Metern Länge gibt es erstaunlich viel Platz, gerade auch in der zweiten Reihe. Der Kofferraum ist mit 438 Litern ebenfalls sehr ordentlich. Ab Werk hat das Modell bereits einiges zu bieten, etwa LED-Scheinwerfer, Assistenten für Müdigkeit, das Halten der Spur oder den Abstand auf der Autobahn, dazu Klimaanlage, Audioanlage und Navi.
Fahrverhalten
Das Fahrwerk des Fronttrieblers ist ein gelungener Kompromiss aus Komfort und Dynamik. Die Lenkung ist direkt, die Bremsen packen beherzt zu.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen K4 gibt es für in der Golf-Klasse durchaus übliche 28.890 Euro. Mit dem von uns gefahrenen stärksten Motor nebst bester Ausstattung und einigen Extras wurden daraus aber bereits insgesamt 42.740 Euro. Der offizielle Verbrauch von 6,9 Liter Super auf 100 Kilometer ist nah an der Realität. Kia gewährt erfreuliche sieben Jahre Garantie.
Fazit
Nein, es muss nicht immer SUV sein: Schöne, moderne, geräumige Kompaktklasse, und trotzdem noch echte Tasten und Verbrennermotoren. Kia versucht mit dem K4 einen Spagat, für den es ganz bestimmt Kunden gibt.


