Probefahrt: Der Kia Sportage im Autotest

Ausdrucksstark: Kia Sportage
Roberto Wenk- Der Kia Sportage zeigt in der 5. Generation ein modernes, eigenständiges Design.
- Der Diesel mit 136 PS und Mildhybrid überzeugt durch Leistung und Effizienz.
- Hochwertige Ausstattung mit GT-line: LED, 19-Zoll-Räder, Panoramadach, Assistenzsysteme.
- Fahrverhalten: Komfortables Cruisen, direkte Lenkung, Allrad ohne Traktionsprobleme.
- Einstiegspreis 34.690 Euro; Diesel ab 38.550 Euro – ideal für Vielfahrer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit nunmehr 20 Jahren gibt es den Kia Sportage, der in diesen beiden Jahrzehnten eine waschechte Evolution hingelegt hat. Anfangs hierzulande belächelt, haben die Koreaner in fünf Generationen kein Blech, kein Kabel auf dem anderen gelassen und mit jeder Generation wurde der Sportage erwachsener, moderner, konkurrenzfähiger und schlussendlich ein echter Trendsetter.
Motor
Der 1.6-Liter-Turbodiesel generiert aus vier Zylindern 136 PS sowie 320 Newtonmeter maximales Drehmoment. Insbesondere dieses sorgt in Kombination mit einer Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik für seriösen Vortrieb. Der Motor ist seit Jahren bewährt und erfreut seine Besitzer mit akustischer Zurückhaltung und solider Kraftentfaltung. Das verdankt er auch dem 48-Volt-Mildhybrid-System, welches den Motor blitzschnell aus dem Standby zurück ins Leben ruft und beim Beschleunigen auch ein wenig unter die Arme greift.
Karosserie/Ausstattung
In fünfter Generation hat der Sportage tatsächlich – wieder einmal – eine komplette Überarbeitung seines Designs zu bieten. In Europa für Europa gebaut, was jeder Betrachter sofort sieht, vermeidet der Koreaner dennoch jedwede Art von Mainstream und besitzt ein gehörig ausgeprägtes Alleinstellungspotenzial. Eine massive Front mit LED-Bumerangs als Tagfahrlicht läutet das optische Spektakel ein und bleibt dank ansteigender Gürtellinie und integriertem Dachspoiler sowie eines strammen Heckabschlusses diesem dynamisch-frechen Style nie etwas schuldig.
Das Interieur wartet mit einer gefälligen Materialauswahl und einer sauberen Verarbeitung dieser auf. Das Curved-Display, das Cockpit und Zentralbildschirm digital zusammenfasst, passt bestens in den aktuellen Trend und sorgt mit der fahrerorientierten Anordnung sogleich für Vertrauen am Platz hinter dem Lenkrad. Nichts will mehr an die vorherigen Modelle des SUVs erinnern, außer – und das zum Glück – das Festhalten an vielen echten Tasten und Reglern, was der Bedienung mehr als zuträglich ist. Das Platzangebot ist gut, wird hinten allerdings durch überschaubare Glasflächen optisch etwas reduziert.
Der Testwagen besaß mit der GT-line die höchstmögliche Ausstattung und diese beinhaltet unter anderem 19-Zoll-Räder, vollklimatisierte und elektrisch verstellbare Sportsitze und ein umfassendes Multimediasystem inklusive Navi, DAB+ und den Schnittstellen Android Auto sowie Apple CarPlay. Auch die elektronische Dämpferkontrolle ist in dieser Ausstattung dabei und die LED-Scheinwerfer haben uns auf jeder Nachtfahrt mit ihrem hellen und homogenen Lichtkegel begeistert. Ein Soundsystem von Harman/Kardon kostet überschaubare 590 Euro und sollte ein Muss für audiophil veranlage Interessenten sein. Viel Licht und Luft verspricht ein Panoramaglasdach mit elektrischer Öffnungsfunktion für weitere 1.200 Euro. Für Vielfahrer ebenfalls Pflicht: Das DriveWise-ParkPlus-Paket für 1.500 Euro, welches einen Frontkollisionsassistenten, einen Abstandstempomaten mit Autobahnassistenten, den Totwinkelassistenten mit Lenkeingriff, ein Parkkollisionsvermeidungsassistent, eine Sitzmemory für den Fahrersitz und eine 360-Grad-Kamera vereint ins SUV bringt.
Fahrverhalten
Der Diesel liefert ordentlich Drehmoment, welches im Maximum so gut wie möglich durch viel Schalten der Automatik abgegriffen wird. Das funktioniert auch sehr gut, sodass das SUV zu keinem Zeitpunkt untermotorisiert wirkt. Im Alltag macht der Sportage eine sehr gute Figur und der Wunsch nach mehr Leistung wird höchstens auf der Autobahn geweckt, wenn man es mal eilig hat. Doch am besten beherrscht der Koreaner das entspannte Cruisen, wozu er durch seine Charakteristik den Fahrer auch schnell erzieht. Als Allradler gab es derweil keinerlei Traktionsprobleme während unserer Testfahrten. Die Lenkung wirkt direkt und geizt nicht mit Feedback – auch das klappt besser als bei der Vorgängergeneration. Dank Mildhybridtechnik kann das SUV zudem Segeln, koppelt also beim Schubbetrieb den Antriebsstrang ab und den Motor teilweise sogar aus.
Wirtschaftlichkeit
Dies hilft Sprit sparen und das kann der Kia Sportage Diesel recht gut. Mit 6,3 Litern auf 100 Kilometer als Durchschnittswert waren wir am Ende vollkommen zufrieden, da wir uns auch nicht immer in Zurückhaltung übten und auch den einen oder anderen Überholvorgang praktizierten. Sehr zurückhaltende Fahrweise ermöglicht zudem problemlos eine Vier vor dem Komma zu erreichen.
Das optisch wie technisch reizvolle SUV startet als Basismodell in der Einstiegsversion „Vision“ – eine von fünf Ausstattungen – bei 34.690 Euro in Kombination mit einem 160 PS starken 1.6-Liter-Turbobenziner mit Handschaltung. Der gleiche Motor mit 48-Volt-Mildhybridtechnik und Automatik startet bei 37.590 Euro. Der hier getestete Diesel wird ab 38.550 Euro angeboten; wer die Handschaltung bevorzugt, spart 2.000 Euro. Als umfassend ausgestattete GT-line ist der Diesel rund 10.000 Euro teurer.
Fazit
Wieder einmal verblüffen die Koreaner mit einem ihrer Modelle die Klientel in Europa. So schnittig, so modern und so hochwertig wirkte das Kompakt-SUV aus Fernost noch nie zuvor. Bei kaum einer anderen Marke wirken sich Generationswechsel so markant in allen Bereichen aus, sodass durchaus immer die Rede von einem komplett neuen Auto die Rede sein darf. Herrlich eigenständig und dennoch den europäischen Geist treffend, ist er eine echte Bereichung. Als Diesel ist der Sportage für alle eine Empfehlung, die viel unterwegs sind, denn der Selbstzünder ist nach wie vor ein Garant für hohe Reichweiten bei soliden Fahrleistungen. Seit 2018 bewährt sich dieser Dieselantrieb erfolgreich und dank Hybridtechnik ist er seit 2021 noch effizienter und zudem auch komfortabler geworden.

