Probefahrt: Der VW Tiguan im Autotest

Erneuert: der VW Tiguan
Hajo Zenker- Der VW Tiguan in dritter Generation kombiniert alte und neue Tugenden.
- Acht Motorisierungen, keine vollelektrische Variante, Leistung von 131 bis 272 PS.
- Innenraum und Kofferraum sind gewachsen, ab Werk LED-Scheinwerfer und Rückfahrkamera.
- Einstiegspreis ab 38.250 Euro, Diesel ab 42.865 Euro, realistischer Verbrauch von 5,8 l/100 km.
- Fahrwerk passt sich verschiedenen Fahrstilen an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auch wenn gerade viel von VW-Krise die Rede ist: Auf dem Heimatmarkt konnte die Marke in diesem Jahr bisher um 4,7 Prozent zulegen, während der Gesamtmarkt um 0,4 Prozent schrumpfte. So fahren Polo und Golf genauso im Plus wie Tiguan und Touran, während ID.3 und ID.Buzz weniger Käufer als im Vorjahr fanden.
Motor
Acht Motorisierungen stehen für den aktuellen Tiguan zur Verfügung: zwei reine Benziner, zwei reine Diesel, zwei Mild-Hybride und zwei Plug-in-Hybride. Im Gegensatz zu anderen VW-Modellen wird hier also noch auf einen vollelektrischen Antrieb verzichtet. Die Leistungspalette reicht von 131 PS bis 272 PS. Schon mit den 150 PS des kleineren Diesels ist man wirklich gut bedient. Denn wie es sich für einen Selbstzünder gehört, liegt hier richtig Kraft an. 360 Newtonmeter maximales Drehmoment sorgen für einen kräftigen Antritt – und das bei kultiviertem Ton. Die Sieben-Gang-Automatik passt gut. In 9,4 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn lassen sich – mit einigem Anlauf – maximal 207 km/h erreichen.
Karosserie/Ausstattung
Den Tiguan hat Volkswagen seit 2007 im Programm. Und seitdem ist er ein echtes Erfolgsmodell. Kein Wunder, dass sich die nun erhältliche dritte Generation optisch an die Vorgänger anlehnt, auch wenn etwa die Front jetzt deutlich moderner aussieht. Die Proportionen haben sich ebenfalls kaum verändert, drei Zentimeter hat der Tiguan auf nun 4,54 Meter Länge zugelegt. Der Innenraum aber fühlt sich merklich größer an, auch der Kofferraum legte um 37 Liter auf stolze 652 Liter zu. Die Rückbank ist verschiebbar. Die Qualität des Innenraums ist überragend. Natürlich wird heute das Armaturenbrett digital dominiert, mit einem großen Touchscreen, der sich daher gut bedienen lässt. Für gelernte VW-Fahrer dürfte es dagegen gewöhnungsbedürftig sein, dass die Schaltung aus der Mittelkonsole an einen Hebel am Lenkrad gewandert ist. Ab Werk gibt es etwa LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Infotainment-System, Rückfahrkamera und Dachreling.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen Tiguan gibt es ab 38.250 Euro, mit dem von uns gefahrenen Diesel werden daraus mindestens 42.865 Euro. Die Aufpreisliste ist lang. Erfreulich, dass der Diesel im Verbrauch hält, was er verspricht: Die offiziell 5,8 Liter auf 100 Kilometer sind absolut realistisch.
Fahrverhalten
Ob man ganz entspannt lange Strecken bewältigen oder dynamisch Kurven nehmen will, kann man per Schalter selbst auswählen. Grundsätzlich gilt: Das Fahrwerk passt, unaufgeregt und Straßenunebenheiten wegbügelnd.
Fazit
Der Tiguan hat auch in der Neuauflage alles, was ihn so erfolgreich gemacht hat: geräumig, vielseitig, hochwertig.


