Probefahrt
: Der Mazda CX-60 im Autotest

Mit dem CX-60 wollten die Japaner signalisieren: Wir können Premium. Nun wurde das Modell überarbeitet, was auf den ersten Blick kaum auffällt, beim Fahren aber durchaus spürbar wird.
Von
Hajo Zenker
Berlin
Jetzt in der App anhören
Mazda CX-60

Überarbeitet: Mazda CX-60

Hajo Zenker
  • Der Mazda CX-60 wurde überarbeitet und bietet ein verbessertes Fahrverhalten.
  • Mazda setzt weiterhin auf Diesel und bietet einen Plug-in-Hybrid und zwei Dieseloptionen.
  • Der Diesel hat 200 bis 254 PS und 550 Nm Drehmoment, beschleunigt in 7,4 Sekunden auf 100 km/h.
  • Der CX-60 ist 4,75 m lang, bietet viel Platz und hochwertige Materialien wie Ahornholz und Nappaleder.
  • Ab 48.890 Euro erhältlich, Verbrauch liegt bei 5,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mazda hat bei uns in diesem Jahr bisher 14,2 Prozent verloren, während der Gesamtmarkt um 2,4 Prozent schrumpfte. So verloren bei der japanischen Marke Klassiker wie Mazda2, Mazda5 und CX-5, während etwa CX-30 und CX-60 zulegen konnten.

Motor

Mazda bleibt sich treu: Man geht eigene Wege. Beim CX-60 bedeutet das: Es gibt einen Plug-in-Hybrid (mit einem Benziner) und zwei Diesel. Das ergibt eine Leistungspalette von 200 PS bis 327 PS. Mazda also wendet sich nicht vom Diesel ab – mit neuester Technologie und seriöser Abgasreinigung könne man den Kunden mit dem neuen Selbstzünder einen sparsamen und starken Verbrenner anbieten, so die Argumentation. Die Diesel stehen in Form eines Sechszylindermotors mit zwei Leistungsstufen (200 PS mit Hinterradantrieb, 254 PS mit Allrad) zur Verfügung. Der von uns gefahrene größere Diesel holt aus 3,3 Litern Hubraum 550 Newtonmeter maximales Drehmoment. Kein Wunder, dass man flott vom Fleck kommt, in 7,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Das ist eine souveräne Kraftentfaltung, die zeigt, welche Vorteile ein Diesel hat. Und das bei kultiviertem Ton. Die serienmäßige Acht-Gang-Automatik passt gut.

Karosserie/Ausstattung

Der CX-60 war das erste Modell, mit dem die Marke sehr deutlich einen Premium-Anspruch unterstreichen wollte. Mittlerweile gibt es den großen Bruder CX-80, der denselben Anspruch hat. Schon der gerade überarbeitete CX-60 bietet mit 4,75 Metern Länge nicht nur sehr viel Platz für Insassen und Gepäck (570 Liter), er sieht auch durchaus beeindruckend aus. Die Fahrgastzelle ist weit nach hinten versetzt, die Überhänge sind kurz. Und er zeigt mit der Materialauswahl und der Verarbeitung, dass man sich als Aufsteiger versteht. So gibt es in der hellen Ausstattungsvariante etwa Ahornholz und Nappaleder, immer versehen mit dem Hinweis, dies sei in Form und Funktion an japanische Handwerkskunst (etwa von Kimonos) angelehnt. Wie dem auch sei: Attraktiv ist es allemal. Schön ist auch, dass der Mazda trotz aller Digitalisierung noch echte Knöpfe und Schalter an Bord hat, die die Bedienung eindeutig erleichtern. Ab Werk gibt es etwa LED-Scheinwerfer, Spurhalteassistent, Fußgänger-, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, Regensensor, beheizte Außenspiegel, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Fensterheber, Lichtsensor, City-Notbremsassistent, Radio, Navi, fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Mazda hat sich die Kritik am Fahrwerk zu Herzen genommen. Und so hat der überarbeitete CX-60 jetzt ein deutlich ausgewogeneres Fahrverhalten, mit mehr Komfort und präziserem Handling. Das passt. Der beim großen Diesel serienmäßige Allradantrieb sorgt für überzeugende Traktion.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen CX-60 gibt es ab 48.890 Euro. Der von uns gefahrene große Diesel kostet bereits mindestens 55.850 Euro. Der offizielle Verbrauch von 5,5 Litern Diesel auf 100 Kilometer ist realistisch.

Fazit

Groß und hochwertig: Der gerade überarbeitete CX-60 bietet viel. Und zeigt zudem, was ein moderner Diesel vermag. Insgesamt haben die Japaner ein Gesamtpaket geschnürt, das insbesondere für Familien attraktiv sein dürfte.