Probefahrt
: Der Mazda CX-80 im Autotest

Die japanische Marke hat sich konsequent nach oben entwickelt, was sich nicht nur in der Größe der Fahrzeuge, sondern etwa auch in der Qualität der verwendeten Materialien zeigt. Das Flaggschiff von Mazda hierzulande heißt CX-80. Und es ist wahrlich mehr als einen Blick wert.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Mazda CX-80

Das Flaggschiff von Mazda: der CX-80

Hajo Zenker
  • Mazda CX-80 im Test: Japanisches Flaggschiff mit beeindruckender Qualität.
  • Zwei Motorvarianten: Plug-in-Hybrid (327 PS) und Diesel (254 PS).
  • CX-80 bietet drei Sitzreihen, 258 bis 687 Liter Kofferraumvolumen.
  • Serienausstattung umfasst moderne Assistenzsysteme und Komfortfunktionen.
  • Preise: Plug-in-Hybrid ab 56.250 Euro, Diesel ab 59.950 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mazda hat das vergangene Jahr in Deutschland mit einem Minus von 2,5 Prozent (Gesamtmarkt: minus 1,0 Prozent) abgeschlossen. Während etwa Mazda2 und CX-30 zulegen konnten, verloren beispielsweise Mazda6 und CX-5. Weltweit dagegen konnte man vier Prozent mehr absetzen.

Motor

Mazda gibt wenig auf Moden und folgt lieber dem eigenen Weg. Da muss sich also niemand wundern, dass die Marke für ihr Flaggschiff neben einem Plug-in-Hybrid (327 PS) auch noch einen Diesel anbietet – und der dann auch noch sechs Zylinder hat. Der Selbstzünder wurde erst kürzlich neu von Mazda entwickelt, hat 3,3 Liter Hubraum und bringt es auf 254 PS. Eine elektrische Unterstützung kommt auf 17 PS. Die 550 Newtonmeter als maximales Drehmoment halten den Wagen auf Trab, sorgen für einen Spurt von 0 auf Tempo in 8,4 Sekunden und eine Spitze von 219 km/h. Souveräne Kraft, kultiviert entfaltet. Der CX-80 ist immer mit einer Acht-Gang-Automatik ausgestattet. Und die passt.

Karosserie/Ausstattung

Mazda hat sich Stück für Stück vom Kleinwagen-Image befreit. Und nun heißt das Flaggschiff hierzulande CX-80. Das ist der große Bruder des CX-60, mit dem sich der CX-80 die technische Basis teilt. Allerdings bietet der CX-80 stets drei Sitzreihen. Auch optisch ähneln sich die Wagen: Die Fahrgastzelle ist weit nach hinten versetzt, die Überhänge sind kurz. Allerdings wirkt der CX-80 gestreckter, schließlich ist er mit seinen fünf Metern auch 25 Zentimeter länger als der CX-60. Innen geht es entsprechend geräumig zu, mal als Sechs-, mal als Siebensitzer. Wird die dritte Reihe genutzt, bleiben noch 258 Liter für das Gepäck, sind die beiden hinteren Sitze versenkt, werden daraus 687 Liter. Dass Mazda mittlerweile als Premium-Marke wahrgenommen werden will, machen Materialien und Verarbeitung klar. Die Bedienung ist modern und gibt keine großen Rätsel auf, die Zahl der serienmäßigen Assistenten, etwa für den Abstand, den Spurwechsel, die Verkehrszeichenerkennung oder das Erkennen von Müdigkeit, ist groß. In fast allen Ausstattungsvarianten reicht es, seine Körpergröße einzugeben und der Kamera tief ins Auge zu schauen, um vom Auto selbstständig die bestmögliche Sitz-, Lenkrad- und Außenspiegelposition eingestellt zu bekommen. Ab Werk immer an Bord sind etwa Voll-LED Schwein­wer­fer, Audiosystem, Navi, Head-up-Display, Klimaautomatik, Lenkradheizung, Sonnenrollos an den hinteren Türen, vierstufige Fahrmoduswahl, beheizbare Außenspiegel, Tempomat.

Fahrwerk

Das Fahrwerk ist für eine Familienkutsche eher straff ausgelegt. Es gibt immer Allradantrieb, das nützt der Traktion und abseits befestigter Wege sowieso.

Wirtschaftlichkeit

Der PS-stärkere Plug-in-Hybrid stellt mit 56.250 Euro das Einstiegsmodell dar, während der Diesel erst bei 59.950 Euro startet. Unser Testwagen kam mit allerlei Extras bereits auf 72.300 Euro. Der Normverbrauch liegt bei 5,7 Litern Diesel, mit einem halben Liter mehr kann man hinkommen. Es sei denn, man ist häufig auf der Autobahn unterwegs. Jeder Kunde darf sich über sechs Jahre Garantie freuen.

Fazit

Ein stolzes Flaggschiff der Marke aus Hiroshima. Und ganz nebenbei zeigt Mazda, wie viel Spaß ein Diesel noch immer machen kann.