Probefahrt
: Der Mazda3 im Autotest

Seit 2003 heißt Mazdas Angebot in der Golf-Klasse Mazda3 - im Gegensatz zu vielen Konkurrenten noch immer in zwei Karosserieformen erhältlich. Und dazu gibt es als Besonderheit für den Antrieb einen „Diesotto“.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Design-Stück: Mazda3

MOZ/Hajo Zenker

Mazda muss in Deutschland in diesem Jahr bisher ein Minus von drei Prozent verbuchen (Gesamtmarkt: plus 4,2 Prozent). Dabei fallen die Ergebnisse für die Modelle höchst unterschiedlich aus: So fahren etwa Mazda2, Mazda 6, CX-30 und CX-60 im Plus, während Mazda3, MX-5, CX-5 und MX-30 verloren.

Motor

Einen klassischen Diesel gibt es beim Mazda3 mittlerweile nicht mehr. Die drei verfügbaren Motorisierungen (122PS/150 PS/186 PS) gelten demnach als Benziner. Allerdings ist das von uns gefahrene größte Triebwerk eine Besonderheit, die auch „Diesotto“ genannt wird. Denn der Motor vereint Fremd- und Selbstzündung, agiert also mal wie ein Otto- und mal wie ein Dieselmotor. Mazda, immer auf der Suche nach eigenen Lösungen, hat das zur Serienreife geführt - um Verbrauch und Emissionen zu reduzieren.

Das Ganze funktioniert problemlos und kultiviert im Ton. Zudem gibt es elektrische Unterstützung per Mild-Hybrid. Die 240 Newtonmeter maximales Drehmoment aus zwei Litern Hubraum reichen, um den Wagen in achteinhalb Sekunden von 0 auf Tempo 100 zu bekommen und auf der Autobahn 216 km/h zu erreichen. Die nicht zu Hektik neigende Sechs-Gang-Automatik passt gut.

Karosserie/Ausstattung

Mazdas Angebot in der Golf-Klasse heißt seit 2003 Mazda3 - vorher war es der 323 gewesen. Einst war das Modell eher bieder gezeichnet, heute ist der Mazda3 sehr dynamisch, sehr modern designt, eine Augenweide. Innen kann der Wagen mit Materialien und Verarbeitung überzeugen. Der Mazda3 hat neuerdings einen größeren Touchscreen, aber trotzdem noch diverse Knöpfe, was die Bedienung erleichtert.

Sehr erfreulich. Das Platzangebot vorn ist gut, hinten geht es enger zu. Unser Testwagen war ein Schrägheck, wie in der Klasse bei uns üblich. Aber: Obwohl das Stufenheck, das 500 Euro teurer als das Schrägheck ist, dafür jedoch 450 statt 351 Liter Kofferraum bietet, in Deutschland eine überschaubare Fan-Gemeinde hat, bleibt es im Angebot. Ab Werk gibt es unter anderem Klimaanlage, Audiosystem, Navigation, Fernlicht- und Spurhalteassistent, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, Tempomat, Voll-LED-Scheinwerfer, beheizbare Außenspiegel und Rückfahrkamera.

Fahrverhalten

Der Wagen liegt satt auf der Straße, die Lenkung ist direkt. Damit kann man mit dem Fronttriebler flott durch Kurven kommen. Das Fahrwerk ist straff, was bei schlechten Straßen die Insassen Unebenheiten spüren lässt. Für das von uns gefahrene größte Triebwerk kann man auch Allradantrieb bekommen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Mazda3 gibt es ab 27.190 Euro. Mit dem von uns gefahrenen 186-PS-Motor geht es bei 29.690 Euro los, mit Automatik sind es 2000 Euro mehr. Allerlei Extras sorgten bei unserem Testwagen dann bereits für einen Preis von 39.290 Euro. Der offizielle Verbrauch von sechs Litern Super auf 100 Kilometer ist realistisch, Diesotto sei Dank. Mazda gewährt sechs Jahre Garantie.

Mazda3 i: Fazit

Ein Design-Stück in der Kompaktklasse, ergänzt um ein spezielles Motorkonzept - für Autokäufer mit einem besonderen Geschmack: Echte Empfehlung.