Probefahrt: Der Mercedes GLB EQ im Autotest

Der elektrische Mercedes-Benz GLB EQ
Mercedes-Benz- Mercedes bündelt GLB und EQB unter GLB; der Stromer heißt nun GLB EQ.
- Drei E-Antriebe verfügbar: 224, 272 und 354 PS – die stärkste Version mit Allrad.
- 0–100 km/h in 5,5 s, Spitze 210 km/h. Offizieller Verbrauch 15,9 kWh/100 km.
- Länge 4,73 m, optional dritte Sitzreihe. Frunk mit 127 l, Kofferraum bis 540 l.
- Preis ab 53.455 Euro, Schnellladen 10 auf 80 Prozent in gut 20 Minuten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mercedes muss auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher ein Minus von 2,2 Prozent verbuchen (Gesamtmarkt: plus 3,6 Prozent). Das liegt daran, dass Stern-Klassiker wie die A-, C- und E-Klasse verloren, während etwa GLB und GLE zulegen konnten.
Motor
Für den GLB EQ gibt es aktuell drei elektrische Antriebe: 224 PS, 272 PS und 354 PS. Wobei die von uns gefahrene stärkste Variante im Gegensatz zu den anderen Motorisierungen Allradantrieb aufweist. So hat der Wagen wirklich Wumms: Die 515 Newtonmeter maximales Drehmoment bringen das Auto in gerade 5,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn ist bei 210 km/h Schluss, aber solche Geschwindigkeiten sind für einen Stromer ja eher nicht zu empfehlen.
Karosserie/Ausstattung
Mercedes wollte etwas mehr Übersichtlichkeit in seine Modellvielfalt bringen. Und so gibt es nun im Bereich kompakter SUV nicht mehr nebeneinander GLB (mit Verbrenner) und EQB (nur mit Strom), sondern beide Antriebsarten firmieren unter GLB, wobei beim Stromer noch das Kürzel EQ hinzutritt. Ob das nun so richtig übersichtlich ist, muss jeder für sich entscheiden. Optisch jedenfalls sind die beiden Varianten in der Neuauflage so gut wie gar nicht zu unterscheiden. Auch wenn der GLB weiterhin eher kantig daherkommt, sieht er doch modern aus. Und glänzt jetzt mit einem wirklich coolen Heck mit durchgehendem Leuchtband. Im Vergleich zum EQB ist der GLB EQ um fünf Zentimeter auf eine Länge von 4,73 Meter gewachsen. Das freut Passagiere und Gepäck. Wobei der in Ungarn gebaute Schwabe für ein Auto dieser Größe die Besonderheit hat, dass man für gut 1300 Euro eine dritte Sitzreihe ordern kann. Die hinteren Türen des GLB fallen besonders groß aus, damit man besser in die dritte Reihe klettern kann, die aber für große Menschen eher ungeeignet ist. Die zweite Reihe lässt sich verschieben. Wählt man den Fünfsitzer, hat der Kofferraum 540 Liter, der Siebensitzer bringt es (bei „versteckter“ dritter Reihe) auf 480 Liter. Vorteil des Stromers: Unter der Motorhaube gibt es anstelle des Verbrennermotors einen Frunk von 127 Liter, indem sich einiges unterbringen lässt.
Selbstverständlich gibt es eine große Digitallandschaft, die sich gut bedienen lässt. Einige Tasten gibt es auch wieder. Der Sprachassistent nutzt KI und etwa auch Informationen von ChatGPT und Google Maps. Ab Werk gibt es etwa Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Heckklappe, Rückfahrkamera, Sitzheizung vorn, Panoramadach und Assistenten für Fernlicht, das Halten der Spur und den toten Winkel.
Fahrverhalten
Wer ein Familienfahrzeug braucht, wünscht es sich komfortabel. Und das bekommt er mit diesem Wagen, der sich im Übrigen sehr handlich anfühlt. Dank des Allradantriebs wird die Kraft des stärksten Motors problemlos auf die Straße gebracht.
Wirtschaftlichkeit
Den GLB EQ gibt es ab 53.455 Euro. Mit dem von uns gefahrenen stärksten Antrieb werden daraus mindestens 62.178 Euro, die sich mit vielerlei Extras noch deutlich erhöhen lassen. Der offizielle Stromverbrauch von 15,9 kWh pro 100 Kilometer steht für eine Reichweite von immerhin 616 Kilometern, die recht realistisch ist. Wer aber lieber Autobahn als Innenstadt fährt, kann natürlich auch auf mehr als 20 kWh kommen. Aber dank 800-Volt-Technik kann man an einer modernen Schnellladesäule in gut 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent kommen.
Fazit
Ein Schönling will der GLB nicht sein, sehr praktisch dagegen schon. Und so gilt: Viel Platz für Familien, modern verpackt und stark elektrisch motorisiert. Das passt.


