Probefahrt
: Der Mercedes EQB im Autotest

Drei Sitzreihen bei einem 4,68-Meter-Auto, untergebracht in einem Elektroauto. Das macht den Wagen besonders.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Elektrisches Familienfahrzeug: Mercedes EQB

Elektrisches Familienfahrzeug: Mercedes EQB

Hajo Zenker
  • Mercedes bündelt GLB und EQB unter GLB; der Stromer heißt nun GLB EQ.
  • Drei E-Antriebe verfügbar: 224, 272 und 354 PS – die stärkste Version mit Allrad.
  • 0–100 km/h in 5,5 s, Spitze 210 km/h. Offizieller Verbrauch 15,9 kWh/100 km.
  • Länge 4,73 m, optional dritte Sitzreihe. Frunk mit 127 l, Kofferraum bis 540 l.
  • Preis ab 53.455 Euro, Schnellladen 10 auf 80 Prozent in gut 20 Minuten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mercedes konnte auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher um 1,5 Prozent zulegen (Gesamtmarkt: plus 4,8 Prozent). Während Stern-Klassiker wie die A-, C- und E-Klasse verloren, verkauften sich etwa GLB oder GLC besser.

Motor

Für den EQB gibt es drei elektrische Antriebe: 190 PS, 228 PS und 292 PS. Wobei die von uns gefahrene stärkste Variante mit Allradantrieb wirklich Wumms hat: Die 520 Newtonmeter maximales Drehmoment bringen das Auto in gerade 6,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn ist bei 160 km/h Schluss, aber solche Geschwindigkeiten sind für einen Stromer ja sowieso eher nicht zu empfehlen.

Karosserie/Ausstattung

Den EQB gibt es noch als Neuwagen bei diversen Händlern, frei konfigurierbar ist es allerdings nicht mehr, denn die Produktion wurde bereits eingestellt. Mercedes wollte etwas mehr Übersichtlichkeit in seine Modellvielfalt bringen. Und so gibt es nun im Bereich kompakter SUV nicht mehr nebeneinander GLB (mit Verbrenner) und EQB (nur mit Strom), sondern beide Antriebsarten firmieren unter GLB, wobei beim Stromer noch das Kürzel EQ hinzutritt. Ob das nun so richtig übersichtlich ist, muss jeder für sich entscheiden. Der EQB jedenfalls bringt es auf eine Länge von 4,68 Meter. Und in der lassen sich drei Sitzreihen unterbringen, ungewöhnlich für dieses Segment, aber eine wirklich gute Idee, wenn man neben dem eigenen Nachwuchs auch Nachbarskinder zum Fußball fahren muss. Als Fünfsitzer hat der Kofferraum 495 Liter, sehr schön. Selbstverständlich gibt es eine große Digitallandschaft, in die man sich etwas einarbeiten muss. Der Sprachassistent funktioniert gut. Ab Werk gibt es etwa LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Audioanlage, beheizbare Außenspiegel, Rückfahrkamera, Sitzheizung vorn und Assistenten für Fernlicht, das Halten der Spur und den toten Winkel.

Fahrverhalten

Wer ein Familienfahrzeug braucht, wünscht es sich komfortabel. Und das bekommt er mit diesem Wagen, der sich im Übrigen sehr handlich anfühlt. Für schnelle Kurvenfahrt ist der Wagen aber eher nicht ausgelegt. Dank des Allradantriebs wird die Kraft des stärksten Motors problemlos auf die Straße gebracht.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen EQB mit Frontantrieb gibt es ab 52.550 Euro, die stärkste Variante mit Allrad liegt dann schon bei 58.196 Euro. Der offizielle Stromverbrauch von 17,3 kWh pro 100 Kilometer steht für eine Reichweite von 421 Kilometer, was recht realistisch ist. Wer aber lieber Autobahn als Innenstadt fährt, kann natürlich auch auf mehr als 20 kWh kommen. In einer guten halben Stunde lässt sich die Batterie an der Schnellladesäule von 10 auf 80 Prozent bringen.

Fazit

Ob man zu einem sofort bei einem Händler verfügbaren EQB greift oder sich einen GLB EQ konfiguriert und dann einige Wochen auf die Auslieferung wartet, ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ein EQB jedenfalls bietet viel Platz für Familien. Und der ist modern verpackt und stark elektrisch motorisiert.