Probefahrt
: Die Mercedes G-Klasse im Autotest

Seit 1979 im Einsatz, und längst ein Klassiker: die Mercedes G-Klasse. Mittlerweile ist das geländegängige, kantige Modell längst auf dem allerneusten Stand.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Mercedes G-Klasse

Probefahrt: Mercedes G-Klasse im Autotest

Hajo Zenker
  • Die Mercedes G-Klasse seit 1979 im Einsatz, jetzt technologisch auf neuestem Stand.
  • Erstmals auch als rein elektrische Variante mit 587 PS verfügbar.
  • Verbrenner: Diesel mit 367 PS, G 500 mit 449 PS, AMG mit 585 PS.
  • Preis: Einstieg ab 124.355 Euro, G 500 ab 133.578 Euro.
  • Bleibt ein Klassiker im Gelände, aber moderne Ausstattung und Fahrprogramme.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mercedes hat auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher ein Minus von 0,9 Prozent eingefahren, während der Gesamtmarkt um 2,4 Prozent schrumpfte. Bei der Marke mit dem Stern verloren etwa A-, C- und S-Klasse, während sich im Vorjahresvergleich E-, V- und G-Klasse besser verkauften.

Motor

Auch wenn die G-Klasse wie seit Jahrzehnten sofort als solche zu erkennen ist: Dass die modernen Zeiten auch bei dieser Ikone angekommen sind, sieht man daran, dass es erstmals eine rein elektrische Antriebsvariante gibt, die es auf stolze 587 PS bringt. Die drei Verbrenner, darunter ein Diesel, werden allesamt von jeweils 20 elektrischen PS unterstützt. Wie üblich bei der G-Klasse wird geklotzt und nicht gekleckert: Der Selbstzünder bringt es auf 367 PS (plus 20), der von uns gefahrene G 500 auf 449 PS (plus 20) und der AMG auf 585 PS (plus 20). Der mittlere Verbrenner mit sechs Zylindern und drei Liter Hubraum kann ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmetern mobilisieren. Kein Wunder also, dass man den 2,5-Tonner in 5,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 bringen kann. Das darf man souveränen Vortrieb nennen. Auf der Autobahn sind problemlos 210 Stundenkilometer möglich, dort allerdings sind die Windgeräusche deutlich. Die Neun-Gang-Automatik passt sehr gut zum Triebwerk.

Karosserie/Ausstattung

Ein legendäres Fahrzeug erneuern zu wollen, ist nicht ohne. Schließlich ist die G-Klasse seit 1979 eine feste Größe im Mercedes-Programm und hat sich immer gut verkauft. So hat es die Stern-Marke denn trotz gründlicher technischer Überarbeitung beim legendären äußeren Design belassen, nur Details wurden letztlich verändert. Dass die G-Klasse mittlerweile 4,83 Meter lang ist, merken Passagiere und Gepäck (640 Liter). Die Türen fallen wie eh und je satt ins Schloss – was eine gewisse Kraftanstrengung erfordert. Das Ersatzrad ist an der Hecktür befestigt. Der Innenraum macht klar: Hier herrscht die automobile Neuzeit, etwa mit Touchscreen. Und natürlich sind die im Innenraum verwendeten Materialien eigentlich viel zu nobel für einen Geländewagen. Ab Werk gibt es Assistenten für das Halten der Spur, das Erkennen der Verkehrszeichen und der Müdigkeit beim Fahrer, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, Leichtmetallfelgen, Navigation, Digitalradio, beheizte Außenspiegel und Rückfahrkamera.

Fahrverhalten

Dass eine G-Klasse absolut geländetauglich sein muss, ist Pflicht, auch wenn wohl eher wenige Käufer das wirklich häufig nutzen dürften, jedenfalls steht das „G“ für Gelände. Allrad ist also logischerweise Serie, Geländeuntersetzung auch. So ist der Mercedes ein überragender Geländegänger, bei dem sich selbstverständlich die Differentiale sperren lassen. Die Einzelradaufhängung bügelt Unebenheiten viel besser weg als das früher üblich war. Auch die deutliche Seitenneigung in Kurven hat Mercedes der G-Klasse längst abgewöhnt. Um es dem Fahrer leichter zu machen, kann man aus mehreren Fahrprogrammen für Straße und Gelände wählen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in eine G-Klasse gibt es (beim Diesel) für stolze 124.355 Euro. Der von uns gefahrene G 500 startet dann bereits bei 133.578 Euro. Offiziell verbraucht das Triebwerk elf Liter Super Plus, einen Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Optisch immer noch eindeutig eine G-Klasse, aber technologisch supermodern. Und dazu weiterhin kein Möchtegern im Gelände, sondern ein echter Könner. Damit bleibt die G-Klasse ein Klassiker, aber auf allerneuestem Stand. Allerdings muss man sich dieses Meisterwerk auch leisten können.