Probefahrt: Der Ora 07 im Autotest

Auffällig geformt: Ora 07
Hajo Zenker- Ora 07: Auffälliges E-Auto aus China mit markantem Design und reichhaltiger Ausstattung.
- Zwei Motorvarianten: 204 PS (Frontantrieb) oder 408 PS (Allrad), 0–100 km/h in 4,5 Sek.
- Serienmäßig: Assistenten, Panoramadach, LED, 360°-Kamera, Head-up-Display, Navigation.
- Reichweite 520 km realistisch, Ladezeit 10–80 % in 45 Min. – hier Verbesserungsbedarf.
- Preis: ab 41.990 € (Frontantrieb), Allrad ab 53.490 €, 5 Jahre Garantie auf das Fahrzeug.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ora ist eine der Marken des chinesischen Konzerns Great Wall Motors. Der Verkauf hält sich in Deutschland noch in Grenzen, knapp 2000 Wagen im ersten Halbjahr hierzulande bedeuten einen Marktanteil von 0,1 Prozent. Und trotzdem: Der Verkauf hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,1 Prozent zugelegt (Gesamtmarkt: minus 4,7 Prozent).
Motor
Beim Ora 07 wird ein 204 PS starker Elektromotor verbaut. Mal nur an der Vorderachse, mal an Vorder- und Hinterachse. Entsprechend kann man also zwischen 204 PS und 408 PS wählen. Der von uns gefahrene Allrad-Ora hat dementsprechend wirklich Wumms: Dank 680 Newtonmeter maximalem Drehmoment kommt man atemberaubend schnell vom Fleck und kann in 4,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn wird bei 180 km/h abgeregelt. Aber solche Geschwindigkeiten sollte man mit einem E-Auto sowieso vermeiden.
Karosserie/Ausstattung
Vorn Kulleraugen, hinten ein schräg abfallendes Heck: Dieses Coupé zitiert das eine oder andere Vorbild, macht daraus aber definitiv ein wirklich auffälliges Design. Oder anders: Dieser 4,87 Meter lange Wagen ist nun wirklich kein Allerweltsauto. Und das ist toll. Komplettiert wird das durch einen elektrisch ausfahrenden Heckspoiler und versenkbare Türgriffe. Und das serienmäßige Panoramadach flutet den Innenraum mit natürlichem Licht.
Einziger Nachteil der Stromlinienform: Der Kofferraum ist für ein Auto dieser Länge mit 333 Litern nicht gerade üppig. Üppig dagegen ist die Serienausstattung. Eine Vielzahl an Assistenten, etwa für Abstand, Müdigkeit, Einparken, Spur und Notbremsung, sind immer an Bord. Genauso wie LED-Scheinwerfer, 360-Grad-Rundumsichtkamera, elektrische Heckklappe, vier beheizbare Sitze, Head-up-Display, Navigation, Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Nachteil der Assistenten: Sie sind häufig recht übergriffig, man sollte erwägen, einiges zu deaktivieren, was möglich ist. Die Insassen haben viel Platz. Und sind umgeben von einer Umgebung, die heutzutage natürlich digital, hier aber auch von den Materialien und der Verarbeitung her hochwertig ist.
Fahrverhalten
Länge und tiefer Schwerpunkt dank der Batterie machen sich genauso bemerkbar wie eine ordentliche Fahrwerksabstimmung: Das passt. Zumal man aus sechs Fahrprogrammen wählen und so den individuellen Vorlieben frönen kann. Dazu kommt erfreulicherweise eine direkte Lenkung.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen Ora 07 gibt es mit Frontantrieb ab 41.990 Euro. Der von uns gefahrene Allrad-Ora kostet dann bereits 53.490 Euro. Die Reichweitenangabe von 520 Kilometer ist realistisch. Bei der Ladegeschwindigkeit dürfte man aber nachlegen. Eine Dreiviertelstunde dauert das Laden von zehn bis 80 Prozent. Das können andere E-Auto-Hersteller besser. Es gibt fünf Jahre Garantie auf das ganze Auto und acht Jahre auf die Batterie.
Fazit
Dieses E-Auto ist ein echter Hingucker. Wer das mag, wird belohnt mit reichhaltiger Ausstattung, Power und ordentlicher Reichweite. Allerdings nicht zu einem Schnäppchenpreis, den so mancher bei einem chinesischen Hersteller wohl erwartet.


