Probefahrt: Der Peugeot 308 SW im Autotest

Schöner Kombi: Peugeot 308 SW
Roberto Wenk- Der Peugeot 308 SW überzeugt als eleganter Kombi mit dynamischem Design und hochwertiger Ausstattung.
- Angebot: 6 Antriebsvarianten, inkl. Diesel (131 PS), Benziner, Plug-in-Hybrid und vollelektrisch.
- Der Diesel punktet mit Effizienz (3,8–5,3 l/100 km) und Reichweiten bis 1400 km – ideal für Vielfahrer.
- Komfortfeatures: AGR-Sitze, Massagesitze, digitales Cockpit, Panoramadach (1100 €), Focal-Soundsystem (850 €).
- Preise: Diesel ab 34.950 €, Elektro ab 48.440 € – Plug-in-Hybride ab 45.300 € deutlich teurer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die dritte Generation des Peugeot 308, des französischen Golf-Konkurrenten, gibt es als Fünftürer und Kombi SW. Interessant sind auch die Wahlmöglichkeiten beim Antrieb, es gibt sechs Varianten, davon eine vollelektrisch.
Motor
Der einzige Selbstzünder im Portfolio ist ein 1.5-Liter Turbodiesel mit 131 PS und einem maximalen Drehmoment von 300 Newtonmetern. Als Commonrail hält sich der Motor akustisch angenehm zurück und ist nur einige Augenblicke nach einem Kaltstart mit typischem Dieselnageln in seiner Betriebsart gut vernehmbar. Der Vierzylinder leitet seine Kraft an eine 8-Gang-Automatik und von da weiter an die Vorderachse.
Karosserie/Ausstattung
Mit dem zum Generationswechsel erhaltenen Design schwang sich der Peugeot 308 SW mit Leichtigkeit zu den schönsten käuflich erwerbbaren Kombis auf und zieht auch heute noch die Blicke von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern auf sich. Die elegante Fahrzeugfront mit den eindringlich die Iris der Betrachter piekende Lichtsignatur mit den sogenannten Säbelzähnen sprechen auch glasklar für die CI-Philosophie der Marke. Eine gut abgestimmte Kanten- und Linienführung hebt den Karosserieverlauf gekonnt hervor und offeriert seitlich betrachtet eine klassische und zugleich dynamische Kombi-Silhouette. Am Heck illuminieren Rückleuchten in dreidimensionaler Ausführung und eine tiefschwarze Schürze wird von angedeuteten Endrohrblenden flankiert.
Als GT-Ausstattung zeigt das Interieur des Franzosen eine ausgesprochene Wertigkeit, die dank raffiniert kombinierter Materialien ein Augenschmaus und auch haptisch als vorzüglich gelten dürfen. Fahrer und Beifahrer nehmen auf zertifizierten AGR-Sitzen Platz und finden dabei ergonomisch bestens arrangierte Bettung. Elektrisch verstellbar, beheizt und mit Massagefunktionen ausgestattet, kommt der Komfort wahrlich nicht zu kurz. Dazu kommt ein großzügiges Platzangebot, was sowohl für Insassen als auch für den Kofferraum gilt (üppige 608 Liter).
Neben den Komfortsitzen gibt es zahlreiche weitere Annehmlichkeiten im französischen Kombi zu bewundern. Das „i-Connect Advanced“ genannte Infotainment bietet dank Onlineverbindung diverse Onlinedienste. Das Cockpit zeigt seine Inhalte digital und auf Wunsch in 3D und eine Lenkradheizung ist für gemäßigte 150 Euro mit an Bord. Für das große Panoramadach werden 1100 Euro verlangt – ein Gimmick, welches Sonnenanbeter und Freunde heller Innenräume in Betracht ziehen sollten. Eine klare Empfehlung erhält das Focal Soundsystem, welches mit 850 Euro in den Peugeot 308 SW zieht und die akustisch bereits wirklich gute Basisanlage unerwarteterweise gehörig in den Schatten stellen kann. Erwähnenswert ist auch das Matrix-LED-Scheinwerferlicht, welches in der GT-Ausführung zur Serienausstattung gehört. Mit homogenem Lichtbild und zuverlässiger – wenn auch etwas grober – Ausblendung anderer Verkehrsteilnehmer sorgt dieses für ein großes Plus an Sicherheit und Komfort.
Fahrverhalten
Der Selbstzünder sorgt dank viel Drehmoment ab bereits 1750 Touren für einen kraftvollen Vortrieb bei niedrigen Drehzahlen, was ein frühes Hochschalten der Automatik entsprechend nutzt. Dadurch bleibt der Antrieb akustisch oft im Hintergrund und es ist selten notwendig, den Diesel in hohen Drehzahlen zu nutzen. Im direkten Vergleich zum gleichstarken Dreizylinder-Turbobenziner wirkt der Diesel nicht ganz so drehfreudig, erscheint aber subjektiv durch den Drehomentvorteil kräftiger. Wenngleich er im Sprint und in der Höchstgeschwindigkeit marginal langsamer ist als der Benziner, so fühlt es sich zumindest anders an. Beim Fahrwerks-Setup ist den Franzosen ein guter Spagat zwischen Komfort und dynamischer Straffung gelungen; das Fahrverhalten ist neutral und nur im Grenzbereich ist ein leichter Hang zum Untersteuern spürbar, was durch das etwas höhere Gewicht des Dieselmotors erklärt sein dürfte. Die leichtgängige, in Neutralstellung leicht diffuse Lenkung und die sehr gut dosierbare Bremsanlage passten gut zur Gesamtcharakteristik eines ausgewogenen Kombis.
Wirtschaftlichkeit
Die wirksamste Trumpfkarte spielt der Diesel allerdings beim Thema Verbrauch aus. Mit im Durchschnitt 5,3 Liter auf 100 Kilometer benötigt der Blue HDI fast einen Liter weniger als der Benziner. Auf der Sparrunde glänzte der Kombi sogar mit rekordverdächtigen 3,8 Litern. Bei einem Tankinhalt von 53 Litern sind theoretisch Reichweiten von knapp 1400 Kilometern möglich. Doch auch im Alltag ist es selten, dass nach dem Volltanken der Bordrechner weniger als 1000 Kilometer an Reichweite verspricht.
Preislich liegt der Diesel im Mittelfeld und startet bei 34.950 Euro – damit ist er 2800 Euro teurer als der gleichstarke Benziner. In der getesteten Topausstattung GT werden für den Selbstzünder mindestens 40.300 Euro fällig, der dann knapp 5000 Euro günstiger ist als der kleinste Plug-in Hybrid 180. Die rein elektrische Variante mit 156 PS startet als GT bei 48.440 Euro – liegt also rund 8000 Euro über dem Diesel.
Fazit
Dass der Peugeot 308 SW ein bildschöner Kombi ist, bleibt unbestreitbar. Seine Extraportion Eleganz & Lifestyle ist gepaart mit hoher Wertigkeit und einem sehr guten Platzangebot. Wenn der Wagen auf Langstrecken unterwegs sein soll, geht auch heute kein Weg am Diesel vorbei. Denn kein Antrieb kann auf langen Distanzen mit einer überzeugenden Effizienz aufwarten. Wer also viel fährt, für den ist der Diesel definitiv die erste Wahl. Für alle, die den Kombi nur gelegentlich bewegen, könnte der Benziner mit seinem Preisvorteil den Vorzug erhalten. Wer rein elektrisch unterwegs sein mag, muss am meisten zahlen und übertrumpft beim Kaufpreis selbst die teilelektrischen und mit bis zu 225 PS deutlich stärkeren Plug-in-Hybriden um mindestens 1200 Euro.

