Probefahrt: Der Subaru Forester im Autotest

Modernere Front: Subaru Forester
Hajo Zenker- Der Subaru Forester ist in der sechsten Generation erhältlich – modernere Front und mehr Platz.
- Der e-Boxer kombiniert einen 136-PS-Benziner mit Elektroantrieb – Verbrauch ca. 9 l/100 km.
- Allradantrieb und 22 cm Bodenfreiheit machen ihn geländetauglich – ideal für Jäger und Förster.
- Serienausstattung mit Assistenzsystem EyeSight, Rückfahrkamera, Sitzheizung und mehr.
- Preis ab 40.490 Euro, Topausstattung für 49.190 Euro – fünf Jahre Garantie inklusive.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Subaru hat in Deutschland in diesem Jahr bisher ein Minus von 7,3 Prozent eingefahren, während der Gesamtmarkt leicht um 0,5 Prozent wuchs. Bei der japanischen Marke verkaufte sich zwar etwa der Forester besser, während aber der Outback verlor.
Motor
Subaru steht in Sachen Antrieb für Boxermotoren – und das seit 1966. Die japanische Marke hatte als einziger Hersteller sogar einen Diesel, der dem Prinzip der waagerecht gegenüberliegenden Zylinderpaare, die für Vibrationsarmut und flache Bauweise stehen, im Angebot. Doch Diesel sind kaum noch gefragt, weshalb der Diesel-Boxer wieder verschwand. Stattdessen hat Subaru mittlerweile den Benziner elektrifiziert, was denn auch e-Boxer getauft wurde. Der Elektromotor unterstützt den Verbrenner, die dazu nötige Batterie wird von der beim Bremsen entstehenden Energie sowie vom überschüssigen Drehmoment des Benziners gespeist. Der Boxer hat vier Zylinder und zwei Liter Hubraum und bringt es auf 136 PS (der Vorgänger hatte noch 150 PS) und 182 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das wird um 17 elektrische PS und 66 Newtonmeter ergänzt. Ein Rennwagen ist der Subaru definitiv nicht, aber es reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 12,2 Sekunden und 188 km/h auf der Autobahn. Der Forester ist immer mit einer Automatik ausgestattet.
Karosserie/Ausstattung
Das Image der japanischen Marke mit den sechs Sternen ist klar mit dem Allradantrieb verbunden. Tatsächlich rollte bei Subaru 1972 der erste Großserien-Allrad-Pkw vom Band. Und der Forester verkörpert dieses Image in besonderem Maße. Das Modell, seit 1997, als andere Marken nicht im Traum an höhergelegte Geländegänger dachten, im Angebot, ist optisch eine Mischung aus Kombi und Geländewagen – und damit das meistverkaufte Modell der Marke, beliebt bei Landwirten, Förstern, Jägern (Forester heißt übersetzt ja auch Forstmann/Förster). Mittlerweile gibt es die sechste Generation. Die ist wieder schnell als Forester erkennbar, hat aber etwa eine deutlich modernere Front als zuvor bekommen. Das steht dem Subaru gut. Der Wagen hat sich leicht gestreckt und ist nun 4,67 Meter lang, was für ein familienfreundliches Raumangebot sorgt – das gilt für die Insassen wie für das Gepäck (508 Liter). Auch wenn in der Mitte des Armaturenbretts ein Tablet thront: Der Forester hat noch diverse Schalter und Knöpfe. Und das ist auch gut so. Sein Fahrassistenzsystem hat Subaru EyeSight getauft, weil es wie ein zusätzliches Augenpaar mit zwei Kameras Geschwindigkeit und Abstand von Autos oder Fußgängern verfolgt und damit etwa die Spur und den toten Winkel sowie Verkehrszeichen im Blick hat. Das System wurde überarbeitet und kann jetzt noch mehr erkennen. Ab Werk hat der Forester zudem immer etwa Leichtmetallfelgen, Rückfahrkamera, Tempomat, beheizbare Außenspiegel, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Audioanlage, Fensterheber rundum, fernbedienbare Zentralverriegelung.
Fahrverhalten
Der Boxermotor mit seinem niedrigen Schwerpunkt sorgt für eine erfreuliche Straßenlage. Sicher zieht der komfortabel abgestimmte Forester trotz seiner Höhe von 1,73 Meter seine Bahn. Die Traktion ist bei vier permanent angetriebenen Rädern nun einmal sehr gut. In Verbindung mit der Bodenfreiheit von 22 Zentimetern kann man so auch abseits befestigter Wege vorankommen, etwa durch Schlamm und Sand. Wie das nun einmal Jäger und Förster gut gebrauchen können. Wobei drei verschiedene Fahrmodi zur Wahl stehen, um den Antrieb auf den Untergrund besser einzustellen. Die Lenkung könnte etwas direkter sein.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen Forester gibt es ab 40.490 Euro. In der von uns gefahrenen besten Ausstattungslinie werden daraus bereits 49.190 Euro. Allradantrieb und Boxermotor haben ihren Preis: Der offizielle Verbrauch liegt bei 8,1 Litern Super auf 100 Kilometer, woraus im wahren Leben schnell neun Liter werden können. Subaru gewährt erfreuliche fünf Jahre Garantie.
Fazit
Subaru ist anders als andere Marken, was der Forester gut verkörpert. Wobei der Wagen längst nicht nur für Jäger und Förster geeignet ist. Schließlich kann man Allrad auch sonst gut gebrauchen und es gibt ein familientaugliches Platzangebot. Und das neue Blechkleid steht der aktuellen Generation gut.


