Probefahrt
: Der Volvo EX30 Cross Country im Autotest

Wem der Volvo EX30 zu sehr nach Stadtauto aussieht, darf sich mit dem Cross Country Geländefeeling verschaffen. Das sieht durchaus interessant aus. Die Bedienung aber ist gewöhnungsbedürftig.
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Volvo EX30 Cross Country

Rustikalere Optik: Volvo EX30 Cross Country

Hajo Zenker
  • Der Volvo EX30 Cross Country bietet rustikale Optik, Allradantrieb und 428 PS Leistung.
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit bei 180 km/h begrenzt.
  • Bedienung über Touchscreen, klassische Anzeigen fehlen – gewöhnungsbedürftig für viele.
  • Ausstattung: Offroad-Design, LED-Scheinwerfer, Sitzheizung, Google Maps-Navigation u. v. m.
  • Preis ab 57.290 Euro, Reichweite bis 427 km, Verbrauch 18,7 kWh/100 km.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die schwedische Marke hat hierzulande in diesem Jahr bisher 2,7 Prozent verloren. Während der Gesamtmarkt leicht um 0,5 Prozent wuchs. Einbußen hatten etwa V60, V90 und EX30 zu verzeichnen, während XC40, XC60 und XC 90 zulegen konnten.

Motor

Im Gegensatz zum normalen EX30 gibt es die Cross-Country-Variante des Elektroautos immer nur mit Allrad und stolzen 428 PS. Das sorgt für ein Auto dieser Größe für eine atemberaubende Beschleunigung: In 3,7 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen. Wie bei Volvo seit einiger Zeit üblich, ist bei 180 km/h auf der Autobahn Schluss. Aber das sind ja sowieso keine Geschwindigkeiten, die man einem Elektroauto zumuten sollte, denn da geht sehr schnell sehr viel Reichweite verloren.

Karosserie/Ausstattung

Wem der 4,23 Meter lange EX30 zu sehr nach Stadtauto aussieht, darf sich mit dem Cross Country Geländefeeling verschaffen. Dazu gibt es mehr Bodenfreiheit, einen robusteren Unterboden und Offroad-Optik. Das skandinavisch-klare Design überzeugt. Weniger überzeugt sind wir von der Idee, die komplette Bedienung in ein Touchscreen-Tablet zu verlegen. Was auch bedeutet: Wer als Fahrer wissen will, wie schnell er fährt, muss in die Mitte zum Tablet schauen. Denn es gibt weder einen klassischen Tacho, noch ein Head-up-Display. Für die sonst so sicherheitsvernarrte schwedische Marke ist das erstaunlich und schlicht ein Rückschritt. Das Handschuhfach (auch nur per Touchscreen zu bedienen) befindet sich nicht auf der Beifahrerseite, sondern unter dem Tablet. Die Fensterheber sind nicht von der Tür aus, sondern von der Mittelkonsole aus zu bedienen. Und auch die Außenspiegel brauchen zum Einstellen den Touchscreen. Selbst für Menschen, die häufiger Volvo fahren, ist das alles gewöhnungsbedürftig. Auch der tastenlose Schlüssel ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

Die verwendeten Materialien sollen allesamt zuvor ein anderes Leben gehabt haben, als Plastikflasche, Fensterrahmen oder Jeans etwa. Was dem designermäßigen Anblick keinen Abbruch tut. Und auch nicht der Verarbeitung. Vorn gibt es für Fahrer und Beifahrer ordentlich Platz, hinten geht es naturgemäß für ein Auto dieser Größe enger zu. Für das Gepäck gibt es mäßige 318 Liter Kofferraum.

Wie man das von Volvo erwarten darf, sind vielerlei Sicherheits-Helfer serienmäßig an Bord, etwa Totwinkelassistent, Querverkehrs- und Aufmerksamkeitswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung. Dazu gibt es im Cross Country unter anderem LED-Scheinwerfer, Leichtmetallräder, Alarmanlage, Standheizung, Licht- und Regensensor, Radio, Navigation per Google Maps, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung, beheizbare Außenspiegel, elektrische Heckklappe, Lenkradheizung.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist komfortabler als beim normalen EX30 abgestimmt, bleibt aber eine gute Mischung aus Dynamik und Komfort. Die Lenkung dagegen könnte direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen EX30 als Cross Country gibt es ab 57.290 Euro. Angesichts der ziemlich kompletten Ausstattung sind dann kaum noch Extras nötig, unser Testwagen kam auf 58.340 Euro. Die 18,7 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometer sind möglich, hängen aber natürlich sehr an der Fahrweise und der Witterung. Trotzdem sind die offiziellen 427 Kilometer Reichweite durchaus machbar.

Fazit

Als Cross Country bekommt man den EX30 immer mit rustikalerer Optik, Allrad und echt starker Motorisierung. Das macht Spaß. Die Bedienung allerdings ist wie beim normalen EX30 gewöhnungsbedürftig – also vor einer Kaufentscheidung unbedingt ausprobieren. Interessant ist der Volvo aber allemal.