Probefahrt
: Der VW T-Roc im Autotest

Volkswagen bietet SUV-Gefühl im Golf-Format als T-Roc seit 2017 an. Der Erfolg gab dieser Idee recht. Mittlerweile gibt es die zweite Generation. Und die macht nochmals einiges besser..
Von
Hajo Zenker
Berlin
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VW T-Roc

Neu in Form gebracht: VW T-Roc

Hajo Zenker
  • VW bringt die zweite Generation des T-Roc: moderner, größer und hochwertiger im Innenraum.
  • Zwei Mild-Hybride mit 116 und 150 PS starten, ein Voll-Hybrid folgt dieses Jahr.
  • 150 PS: Zylinderabschaltung spart Sprit, 0–100 km/h in 8,9 s, Spitze 212 km/h.
  • Länge wächst auf 4,37 m, mehr Platz in Reihe zwei, Kofferraum fasst 475 Liter.
  • Ab Werk viele Assistenten und LED, Preise ab 30.845 Euro, Testwagen bei 42.460 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Volkswagen muss auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher ein Minus von 5,7 Prozent verbuchen, während der Gesamtmarkt um 4,5 Prozent gewachsen ist. Entsprechend unterschiedlich ist das Bild bei den Modellen: Während etwa Passat, Tiguan und ID.4 im Minus fahren, konnten Polo, ID.3 und der neue T-Roc zulegen.

Motor

Die Zeit des Dieselantriebs ist beim T-Roc vorbei, die der Handschaltung ebenfalls. Aktuell hat der neue T-Roc zwei Benziner im Angebot, die elektrisch unterstützt werden. Die beiden Mild-Hybride kommen auf 116 PS beziehungsweise 150 PS. Im Laufe des Jahres soll noch ein Voll-Hybrid folgen. Dazu kommt dann später die Sportvariante R, die es auf über 300 PS bringen wird. Mit dem von uns gefahrenen 150-PS-Benziner kommt man gut vom Fleck. Geht man vorsichtig mit dem Gaspedal um, werden automatisch zwei von vier Zylindern zum Zwecke der Spritersparnis abgeschaltet. Wer unbedingt will, kann aber auch in 8,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn 212 Stundenkilometer erreichen. Die serienmäßige Sieben-Gang-Automatik passt sehr gut.

Karosserie/Ausstattung

SUV-Gefühl im Golf-Format, das war die Idee des 2017 von Volkswagen eingeführten T-Roc. Und der Erfolg war groß. Die neue Generation versucht nun, noch einmal deutlich draufzulegen. Und das gelingt. Zunächst einmal sieht der aktuelle T-Roc knackiger, moderner aus, etwa mit neuen Leuchten. Dann ist der Wagen um zwölf Zentimeter auf 4,37 Meter Länge gewachsen, was sich im Innenraum, gerade in der zweiten Reihe, positiv bemerkbar macht (Kofferraum: 475 Liter). Und dann wirkt auch der Innenraum des in Portugal gefertigten Modells hochwertig – hier hatte es in der ersten Generation Defizite gegeben. Natürlich hat der Wagen eine riesige Digitallandschaft, zum Glück aber sind anders als bei anderen Modellen die Funktionen im Touchscreen gut verständlich, was die Bedienung erleichtert, zudem gibt es gerade am Lenkrad klassische Tasten. Allerdings ist die Bedienung der Automatik nun rechts hinter das Lenkrad gewandert, die Türöffnung ist nah an den Fensterhebern platziert (nicht sehr intuitiv) und der Startknopf wurde in der Mittelkonsole untergebracht (dort befindet sich übrigens auch eine belüftete Smartphone-Ladeschale). Ab Werk gibt es etwa LED-Scheinwerfer, Spurhalteassistent, Fußgänger- und Müdigkeitserkennung, Regensensor, Tempomat, beheizbare Außenspiegel, Klima, Fensterheber, Lichtsensor, City-Notbremsassistent, Radio, fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk des Fronttrieblers ist ein sehr ausgewogener Kompromiss aus Dynamik und Komfort. Das passt. Wer verstellbare Dämpfer bestellt, kann dann noch wunderbar individualisieren. Die Lenkung ist schön direkt. Allradantrieb soll es erst später mit stärkeren Motoren geben.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen T-Roc gibt es für 30.845 Euro. Den von uns gefahrenen 150-PS-Motor bekommt man (besser ausgestattet) ab 36.755 Euro. Unser Testwagen kam mit allerlei Extras auf 42.460 Euro. Nach Norm verbraucht der Wagen sechs Liter Super auf 100 Kilometer, das ist nah an der Realität, einen halben Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Der T-Roc hat als Neuauflage unzweifelhaft gewonnen: moderner, geräumiger und trotzdem von der Bedienung her keine Überforderung. Eine gute Mischung, die für viele passen dürfte.