Jahresrückblick Bad Freienwalde: 2024 im Oderland – das brachte das Jahr für die Region

2024 - ein bewegtes und bewegendes Jahr. Diese Themen interessierten Leser in und um Bad Freienwalde in diesem Jahr am meisten.
Peter Grenz- 2024 war für Bad Freienwalde und Umgebung ein bewegtes Jahr mit Bauernprotesten und Wahlereignissen.
- In der Kurstadt dauerten Bauarbeiten länger als geplant, was zu Verkehrsbehinderungen führte.
- Themen aus Polen, wie Tanken und Einkaufen, beschäftigten die Leser besonders.
- Hochwassergefahr an der Oder im September konnte dank stabiler Deiche abgewendet werden.
- 450 Artikel wurden veröffentlicht und 1,6 Millionen Mal online aufgerufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein bewegendes Jahr liegt hinter Bad Freienwalde, Wriezen sowie den Ortschaften in den Ämtern Barnim-Oderbruch und Falkenberg-Höhe. Nicht nur fanden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen statt – das Leben im Oderbruch an und mit dem Wasser, die Proteste der Bauern, die Nachbarschaft mit Polen und das Verkehrsgeschehen in und um Bad Freienwalde hielten die Leserschaft in Atem.
Auf die Schlagzeilen, die Sie, unsere Leser, 2024 am meisten interessiert haben, werfen wir in diesem Artikel einen Rückblick.
Bauernproteste in Berlin und Baustellen in Bad Freienwalde
Das Jahr begann mit Bauernprotesten gegen die Bundesregierung. Landwirte und Handwerker warfen der Ampel unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, ihre Interessen zu wenig zu berücksichtigen und demonstrierten sowohl im Oderland, als auch in Berlin. An den meisten Ortsschildern hingen Gummistiefel – als Zeichen des Protests. Auch Gastronomen zwischen Hohenwutzen und Kienitz waren angesichts der auslaufenden Mehrwertsteuersenkung unzufrieden und fürchteten um den Bestand ihrer Betriebe.
Im Zuge der Corona-Überbrückungshilfen wurde die Gastro-Mehrwertsteuer für den Verzehr vor Ort von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Diese Entscheidung sollte Restaurants und Gaststätten in Zeiten sinkender Umsätze entlasten. Da sich die Ampelregierung Ende 2023 gegen eine weitere Verlängerung entschieden hat, liegt die aktuelle Mehrwertsteuer in der Gastronomie seit dem 01. Januar 2024 wieder bei den höheren 19 Prozent.
Bad Freienwalde wird vielen 2024 als Baustelle in Erinnerung bleiben. In der Kurstadt wurden zwei große Bauvorhaben parallel angegangen. Zum einen wurde die Hochstraße über der Innenstadt nach jahrzehntelanger vorheriger Diskussion abgerissen. Die Arbeiten begannen bereits im Oktober 2023 und wurden 2024 fortgesetzt – nicht zur Freude aller Bad Freienwalder. Sie dauerten länger und waren kostenintensiver als zuvor angenommen. Andere waren zufrieden, dass dieses Projekt endlich vorangeht.

Baustelle in Bad Freienwalde: Die Arbeiten an den Dammbauwerken dauerten 2024 länger als geplant.
Steffen GöttmannAnstatt der Brücke entsteht nun in der Königstraße ein Kreisel. Die Bauarbeiten sollen noch bis 2027 andauern. Um die richtige Umleitung während der Bauarbeiten war lange gerungen worden. Es gründete sich sogar eine Bürgerinitiative mit dem Ziel, die Melcherstraße wieder in beide Richtungen für den Verkehr freizugeben. Parallel dazu wurden 2024 die Dammbauwerke, die die B158 von Bad Freienwalde zur Schiffmühler Kreuzung führen, erneuert. Die Arbeiten waren bereits im Februar 2022 begonnen worden. Im Dezember 2024 konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.
Themen aus Polen sind der Dauerbrenner
Durch diese Bauarbeiten war der Verkehr in Bad Freienwalde, für viele Berliner eine Wegmarke nach Polen, erheblich beeinträchtigt. Die Themen, die mit dem Nachbarland zusammenhängen, beschäftigten die Leser das ganze Jahr über. Egal ob das Migrationsgeschehen an der Europabrücke Neurüdnitz-Sikierki, Tanken in Polen, Einkaufen auf dem Polenmarkt Hohenwutzen oder Verkehrsbehinderungen an der Grenze.

Spielplatz mit Bäumen: Nicolas Gesch, Geschäftsführer vom Polenmarkt Hohenwutzen, zeigt, wie er die Kundschaft animiert, länger auf dem Polenmarkt Hohenwutzen zu verweilen.
Steffen GöttmannBesonders betroffen und wütend waren unsere Leser im Mai, als die MOZ öffentlich machte, dass ein Ehepaar aus Hohenwutzen Opfer einer vermeintlichen Gartenbaufirma wurde. Die beiden zahlten 10.000 Euro an eine Briefkastenfirma in Strausberg, die vereinbarte Gegenleistung blieb aus. Deswegen erstatteten sie Anzeige bei der Polizei.
Betrug in Hohenwutzen bei Bad Freienwalde empört Leser
„Wir sind mit dieser Firma fertig“, erklärte Renate Erdmann am 21. Mai. Aufgrund der Nachfragen dieser Zeitung hatte sich ein Firmenvertreter des Galabau-Betriebes am Dienstag erstmals wieder an Familie Erdmann gewandt und die Fertigstellung der Arbeiten angeboten. Darauf wollten sich die Hohenwutzener aber nicht mehr einlassen. „Wir wollen unser Geld zurück“, so Renate Erdmann. „Wir hoffen, dass nicht noch mehr Menschen auf diese Masche hereinfallen“, sagte sie.

Auftrag über 12.000 Euro an Gala-Bau-Firma vergeben: Renate und Dieter Erdmann aus Hohenwutzen bei Bad Freienwalde haben nun Anzeige erstattet.
Ulf GriegerHochwassergefahr bedroht Oderbruch im September 2024
Im September hielt ein drohendes Hochwasser an der Oder die Menschen im Oderbruch in Atem. Der Landkreis Märkisch-Oderland bildete einen Krisenstab, Bürger meldeten sich als Deichläufer, Freiwillige schippten Sandsäcke.

Gemütlicher Ausklang der Deichwanderung mit Erfrischungsgetränken an der Europabrücke Neurüdnitz/Sikierki. Die Erleichterung ist zu spüren. Die Älteren tauschen Erinnerungen an das Hochwasser 1997 aus.
Felix KroneDoch die Deiche hielten stand und dank des niedrigen Wasserstandes der Warthe, entspannte sich die Lage. Auch hier informierten die Lokalredaktionen die Bevölkerung in einem Liveticker über die aktuelle Situation an der Oder. Das Interesse der Leser war enorm. Die geplante Vernässung von Teilen des Oderbruchs hat bereits Protest ausgelöst.
2024 haben unsere Leser darüber hinaus über alle Jahreszeiten hinweg besonders gerne kulinarische Themen gelesen, etwa Döner für zwei Euro in Bad Freienwalde, Lieferdienste in der Region oder Dubai-Schokolade in Kunersdorf.
Zahlreiche Berichte über Polizei und Feuerwehr
Zahlreiche Berichte drehten sich um Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Das Ende November fertiggestellte Feuerwehrgerätehaus in Wriezen soll dabei helfen, dass die Kameraden im Ernstfall schneller ihre Einsatzziele in der Oderbruchstadt und den umliegenden Dörfern erreichen. In Kunersdorf soll an der B167 eine neue Rettungswache entstehen. Leider ereigneten sich 2024 in der Region um Bad Freienwalde und Wriezen auch tragische Unfälle, über die die MOZ berichtete.
Medizinische Themen sowie die Pflege von Angehörigen beschäftigten die MOZ-Reporter das ganze Jahr lang. So berichtete die Lokalreaktion Bad Freienwalde etwa darüber, wie es einem Ehepaar aus Wriezen in einem Bad Freienwalder Seniorenheim geht, über eine langjährige Hebamme in der Kurstadt und eine ehemalige Hebamme am Krankenhaus Wriezen.

Kathleen Duncker, das Bewohner-Ehepaar Waltraud Bergemann und Horst Bergemann aus Wriezen mit Maik Husnullin im Stephanus-Seniorenzentrum in Bad Freienwalde
Felix KroneÜber 450 Artikel und Berichte veröffentlichte die Lokalredaktion Bad Freienwalde 2024. 1,6 Millionen mal sind diese Beiträge in diesem Jahr online aufgerufen worden. Dafür danken wir allen Lesern. Diese Zahlen und der Austausch mit unseren Lesern sind für uns Ansporn, 2025 weiterhin aufmerksam und kritisch aus der Region für die Region zu berichten.




