Jahresrückblick
: Der Dezember 2020 zwischen Lieberose, Friedland, Beeskow und Storkow

Traditionell blicken noch einmal zurück auf Ereignisse der vergangenen zwölf Monate. Heute geht es um den Dezember 2020.
Von
Monika Rassek
Beeskow
Jetzt in der App anhören
  • Bei der Kita Pfiffikus in Kossenblatt hatte man eine Idee. Ein selbstgemalter Adventskalender wurde am Kitazaun befestigt. Für jeden der 24 Tage gab es ein Bild.

    Bei der Kita Pfiffikus in Kossenblatt hatte man eine Idee. Ein selbstgemalter Adventskalender wurde am Kitazaun befestigt. Für jeden der 24 Tage gab es ein Bild.

    Jörn Tornow
  • Freda Leppin hat in ihrem Garten in Sauen über 100 Rosen stehen. Die Blütezeit beginnt im Mai und zieht sich durch bis zum Dezember.

    Freda Leppin hat in ihrem Garten in Sauen über 100 Rosen stehen. Die Blütezeit beginnt im Mai und zieht sich durch bis zum Dezember.

    Jörn Tornow
  • Das Ältestes Haus in Beeskow wurde gereinigt und mit Gegenständen ausgestattet. Altstadtmanagerin Kerstin Müller verrät, dass die Lebensmittel aus Plastik sind.

    Das Ältestes Haus in Beeskow wurde gereinigt und mit Gegenständen ausgestattet. Altstadtmanagerin Kerstin Müller verrät, dass die Lebensmittel aus Plastik sind.

    Jörn Tornow
  • Die Kita Benjamin Blümchen in Beeskow schmückt einen Tannenbaum. Nele, Nino, Milena, Lennerd, Elisabeth und Matthes (v. l.) hängen den Baumschmuck auf, den die Kitakinder selbst gebastelt haben.

    Die Kita Benjamin Blümchen in Beeskow schmückt einen Tannenbaum. Nele, Nino, Milena, Lennerd, Elisabeth und Matthes (v. l.) hängen den Baumschmuck auf, den die Kitakinder selbst gebastelt haben.

    Jörn Tornow
  • Der erste Schnee am Dezemberanfang überzog die ganze Stadt Beeskow. Marktplatz und die Umgebung sind von der St. Marienkirche aus fotografiert.

    Der erste Schnee am Dezemberanfang überzog die ganze Stadt Beeskow. Marktplatz und die Umgebung sind von der St. Marienkirche aus fotografiert.

    Jörn Tornow
  • In der Breiten Straße in Beeskow baut die Firma Galle Alutec in ein Geschäft in der Breiten Straße in Beeskow neue Schaufenster ein. Bernd Wierschin bohrt ein Loch für die Befestigung des Schaufensterrahmens.

    In der Breiten Straße in Beeskow baut die Firma Galle Alutec in ein Geschäft in der Breiten Straße in Beeskow neue Schaufenster ein. Bernd Wierschin bohrt ein Loch für die Befestigung des Schaufensterrahmens.

    Jörn Tornow
  • Bei Klein Muckrow baut Rolf Hofmann und seine Kollegen von der Firma Galabau Südharz einen Zaun gegen unkontrollierte Ausbreitung der Afrikanische Schweinepest.

    Bei Klein Muckrow baut Rolf Hofmann und seine Kollegen von der Firma Galabau Südharz einen Zaun gegen unkontrollierte Ausbreitung der Afrikanische Schweinepest.

    Jörn Tornow
1 / 7

Sanierung der Bahnhofsgebäude schreitet voran

Die Arbeiten am Bahnhofsgebäude in Beeskow schreiten voran: Gegenwärtig wird das Dach mit Zelluloseflocken aus Altpapier und Hanfwolle isoliert – also aus ökologischen Materialien, recycelten und nachwachsenden. Seit Anfang März werden die zwei Bahnhofsgebäude von der Stadt saniert. Eineinhalb Jahre soll die Umgestaltung dauern, danach ziehen Sozialeinrichtungen wie die Beeskomm gGmbH ein.

Landrat schließt Restaurant

Der vorsätzliche Verstoß gegen die Corona-Vorschriften mit Hinweis auf ein „Königreich Deutschland“ in Bad Saarow war zu viel: Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree, fuhr am Bahnhofshotel vor und übergab eine so genannte Schließungsverfügung – begleitet wurde er von drei Mitarbeitern, Scharmützelsee-Amtsdirektor Christian Riecke, zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes Bad Saarow und zwei Polizeibeamten.

Rekordhaushalt in Oder-Spree

Der Landkreis Oder-Spree geht mit einem Rekordhaushalt in Höhe von rund 460 Millionen Euro ins neue Jahr. Ein Grund dafür ist die gute Finanzlage im Jahr 2019, die die Basis für die Zuweisungen, die das Land an Kreis und Kommunen zahlt, bildet – coranbedingte Einnahmeausfälle und Sonderausgaben werden im kommenden Jahr noch nicht zu spüren sein.

Thomas Hähle verlässt Chefsessel

Sekt mit der Feuerwehr und ein Dankeschön-Album von Kita-Kindern: Nach 17 Jahren verlässt Thomas Hähle den Friedländer Bürgermeistersessel. Im MOZ-Interview schaut er zurück auf Hochs und Tiefs und die starken Veränderungen, die sich sowohl gesamtgesellschaftlich als auch innerhalb der kleinen Stadt Friedland und ihren 16 Ortsteilen vollziehen.

Streicher erreichen Publikum mit You-Tube-Konzert

Um trotz Corona viele Menschen zu erreichen, stellt die Musikschule Oder-Spree Aufnahmen ins Internet. Musikschullehrer Alexey Kuznetsov hat mit dem Streichorchester der Beeskower Musikschule die Musik in die Marienkirche, den Burghof, die nächtlichen Straßen der Stadt und den Marktplatz gebracht – mit einem You-Tube-Konzert.

Mehr Tagesgäste auf der Burg

Während die Burg Beeskow für das Publikum geschlossen ist, werden neue Formate und geplante Baumaßnahmen vorbereitet. Trotz der Pandemie sind 2020 die Besucherzahlen um ein Drittel – von durchschnittlich 8000 Personen jährlich auf etwa 11.000 Besucher – gestiegen, was aus Tagesgästen und eingeschränkten Reisemöglichkeiten resultiert.

Organisationschaos an Schulen

Grund- und weiterführende Schulen stehen am Montag, 14. Dezember, vor großen Herausforderungen – müssen Präsenz- und Distanzunterricht abdecken. Mancherorts fehlt die technische Ausrüstung. Die Präsenzpflicht wurde coronabedingt aufgehoben. Ob Kinder zum Unterricht in die Schulen fahren, entscheiden die Eltern bis zum Ferienbeginn.

Geschäfte müssen schließen

Die meisten Geschäfte müssen den Verkauf einstellen. Im Landkreis Oder-Spree sind inzwischen knapp 50 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Für mehr als 2500 Menschen hat das Gesundheitsamt Quarantäne angeordnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 360,7.

Landrat ruft Katastrophenfall aus

Voll belegte Krankenhäuser, fehlendes Personal in Senioreneinrichtungen, ein überlasteter Rettungsdienst. Der Landkreis Oder-Spree überschreitet in der Corona-Pandemie rote Linien: Landrat Rolf Lindemann ruft für den Landkreis den Katastropehenfall aus.

Tödlicher Verkehrsunfall bei Storkow

Am 2. Weihnachtsfeiertag wurde bei einem tragischen Unfall zwischen Storkow und Bugk ein Fußgänger von einem betrunkenen Autofahrer erfasst. Der 21-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle. Die beiden anderen Fußgänger blieben unverletzt, erlitten einen schweren Schock. „Es ist ein Kamerad aus unserer Storkower Feuerwehrfamilie, gerade 21 Jahre alt“, heißt es in einem Post der Freiwilligen Feuerwehr.