Tag des offenen Denkmals 2026: Diese Orte öffnen bei Fürstenwalde und Beeskow

Das historische Postgebäude von Bad Saarow ist erstmals zum Tag des offenen Denkmals zu besichtigen. LOS-Landrat Frank Steffen eröffnet dort auch die Veranstaltungsreihe.
Marcel Gäding- Neun Orte zwischen Fürstenwalde und Beeskow öffnen am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals.
- Eröffnung um 10 Uhr am Postgebäude Bad Saarow, Ulmenstraße 17; erstmals zugänglich.
- Führungen u. a. im Scharwenka Haus, „Mords Eck“ Fürstenwalde und Schleuse Kersdorf mit Technik.
- Weitere Stationen: Orgelwerkstatt Jacobsdorf, Herrenhaus Heinersdorf, Schloss und Kirche Kossenblatt.
- Beeskow zeigt das Günter-de-Bruyn-Haus mit Führungen; Storkow startet Programm bereits am Sonnabend.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Neun Orte in und um Fürstenwalde und Beeskow beteiligen sich am Sonntag (13. September) am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. LOS-Landrat Frank Steffen wird an diesem Tag um 10 Uhr zur Eröffnung am historischen Postgebäude in der Ulmenstraße 17 in Bad Saarow erwartet.
In Bad Saarow selbst steht neben dem Postgebäude aus dem Jahr 1925 auch das Scharwenka Haus in der Moorstraße 3 auf dem Programm. Dort werden ab 13 Uhr Führungen unter dem Titel „Xaver Scharwenka, Pianist und Komponist“ angeboten. Das 1910/11 errichtete Haus war einst Wohn- und Wirkungsort des Komponisten Franz Xaver Scharwenka und ist heute Kulturforum mit Musikermuseum und Archiv.
In Fürstenwalde öffnet „Mords Eck“ in der Mühlenstraße 17 am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Das Gebäude blickt auf eine lange Geschichte zurück: Vom Mittelalter bis 1936 wurde dort Bier gebraut, später Likör hergestellt.
Führungen durch eines der ältesten Häuser von Fürstenwalde
Besucher können Führungen durch den Museumskeller und die historische Rundfunkausstellung erleben, dazu den Traditionsraum der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr besichtigen. Live-Musik und gastronomische Angebote runden das Programm ab.

Die Schleuse Kersdorf befindet sich in Briesen und liegt direkt an der Spree-Oder-Wasserstraße. Das Technikdenkmal wurde 1891 errichtet und kann zum Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.
Marcel GädingTechnikgeschichte steht in Briesen an der Schleuse Kersdorf im Mittelpunkt. Die denkmalgeschützte Anlage am Oder-Spree-Kanal ist am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Angeboten werden Führungen zur Geschichte und Funktionsweise der Schleuse, Einblicke ins Besucherzentrum sowie Technikvorführungen.
Zudem gibt es Live-Musik, Speisen und Getränke; zusätzlich werden kostenpflichtige Schleusenfahrten angeboten. Festes Schuhwerk wird empfohlen, die Führungen sind nicht barrierefrei.
Einen Blick auf traditionelles Handwerk ermöglicht die Orgelwerkstatt Scheffler auf dem Gutshof in Jacobsdorf, Alte Petershagener Straße 4. Führungen finden am Sonntag um 10 Uhr und 11.30 Uhr statt. Besucher erfahren dort, wie romantische Orgeln des 19. und frühen 20. Jahrhunderts restauriert und rekonstruiert werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in der Kirche in Sieversdorf kurze Orgelmusik zu hören.
Tag des offenen Denkmals 2026: Herrenhaus von Heinersdorf dabei
Im Ortsteil Heinersdorf der Gemeinde Steinhöfel, Hauptstraße 36c, ist am Sonntag von 10.30 bis 18 Uhr das denkmalgeschützte Herrenhaus geöffnet. Das einstige Gutshaus, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, ist seit Jahren unbewohnt, zeigt aber restaurierte barocke Stuckdecken.
Geplant sind Führungen durch Teile des Hauses, eine Kunstausstellung der Grundschule Heinersdorf zum Thema „Netzwerke“, um 13 Uhr eine Führung durch die Dorfkirche sowie um 15 Uhr das Konzert „Swing unterm Stuck“ mit dem Heinersdorf Quintett im Großen Saal. Für Imbiss ist gesorgt.
Im Raum Beeskow und Tauche öffnen mit Schloss Kossenblatt und der Dorfkirche Kossenblatt gleich zwei markante Orte ihre Türen. Die Kirche in der Lindenstraße 39 ist am Sonntag von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Besucher erwartet dort ein Programm mit Führungen sowie Kaffee, Kuchen und Getränken. Das spätmittelalterliche Bauwerk wurde im 18. Jahrhundert umgebaut und bewahrt unter anderem eine Bronze-Glocke von 1582.

Im Schloss Kossenblatt soll heute noch die Witwe ursprünglichen Besitzerin, Eleonore von Dönhoff, als Weiße Frau umherspuken. Das Gebäude kann während des Tags des offenen Denkmals am Sonntag besichtigt werden. (Archivbild)
Monika RassekDirekt nebenan kann auch Schloss Kossenblatt in der Lindenstraße 37 von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Das barocke Schloss, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht und das einst als königliches Residenzschloss diente, wird derzeit restauriert.
Führungen zur Geschichte, Architektur und Nutzung beginnen um 10, 12.30 und 15 Uhr. Freie Rundgänge sind um 11.30 und 14 Uhr möglich. Im Café im Schlosspark werden Kaffee, Kuchen und Getränke angeboten. Für die Führungen ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt; Voranmeldungen sind möglich.
In Beeskow öffnet zudem das Günter-de-Bruyn-Haus in der Brandstraße 38 am Sonntag von 11 bis 15 Uhr seine Türen. Besucher können bei stündlichen Führungen das frisch sanierte, denkmalgeschützte Haus, seine Bau- und Sanierungsgeschichte sowie das mittelalterliche Kellergewölbe kennenlernen.
Darüber hinaus werden ausgewählte Bestände aus der wissenschaftlichen Forschungsbibliothek und dem Günter-de-Bruyn-Archiv gezeigt. Im „Märkischen Dichtergarten“ ist für 14 Uhr eine Lesung geplant, bereits um 12 Uhr wird dort das „Tongut aus dem Blabbergrund“ mit Keramikdesigner Florian Albrecht vorgestellt. Das Haus erinnert an den Schriftsteller Günter de Bruyn, der Brandenburg und die Mark in seinem Werk wie kaum ein anderer beschrieben hat und 2026 100 Jahre alt geworden wäre.

75 Jahre ist es her, dass die spätromanisch-frühgotische Stadtkirche von Storkow wieder aufgebaut wurde. Einen Tag vor dem Tag des offenen Denkmals, also am 12. September, wird das mit einem großen Programm gefeiert. (Archivbild)
Marcel GädingBereits am Sonnabend beteiligt sich auch Storkow mit umfangreichem Programm. Die spätromanisch-frühgotische Stadtkirche lädt am 12. September ab 10 Uhr zu Kinderprogramm und Mitmachaktionen ein. Geplant sind Kletterturm, Bastelstände, Bau eines Kirchenmodells und Konzert.
Um 11 Uhr beginnt die Eröffnung des 75-jährigen Jubiläums der Wiedereinweihung der Kirche mit Pfarrer Robert Parr und Gemeindekirchenrat, begleitet vom Posaunenchor. Ebenfalls um 11 Uhr startet eine Kirchenführung mit Gästeführer Lutz Werner.
Am Sonntag wird das Programm ab 10 Uhr fortgesetzt. Um 13.20 Uhr zieht eine Prozession vom Marktplatz zur Kirche, um 14 Uhr beginnt der Festgottesdienst.
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