Der selbstständige Landwirt Kim Ole Daniels wurde auf der Kreiswahlversammlung der FDP in Bad Belzig zum Kandidaten gewählt. Obwohl Kim Ole Daniels erst seit 2018 in Benken lebt, fühlt er sich dort angekommen. Er ist begeistert von der Dorfbevölkerung und dem Landleben und wurde in Benken integriert. Er wollte sich einbringen und kandidierte für den Ortsbeirat und konnte die meisten Stimmen gewinnen.

Der gebürtige Schleswig-Holsteiner fand in Benken seine Heimat

Aufgewachsen ist der heute 33-Jährige bei Itzehoe in Schleswig-Holstein, auf einem Gehöft. Nach vielen Aufenthalten im Ausland wollte er sesshaft werden, gründete eine Familie. Von Ziesar aus pendelte er zu seinem Betrieb nach Wollin, wo er Schweinehaltung betreibt. Ein Haus auf dem Land, ein Haus in Benken, wurde zur Heimat. Kim Ole Daniels lebt mit seiner Frau, zwei Kindern, zuerst mit der Oma und dann mit der Schwiegermutter unter einem Dach.
Inzwischen hat die Familie sechs Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Es geht zu wie in einer großen WG. Gekocht wird abwechselnd, abends wird gemeinsam gegessen. Daniels hat den Flüchtlingen ein Auto gestellt, sodass sie selbstständig sind. Jetzt kämpft er mit ihnen gemeinsam um eine Arbeitserlaubnis.

Daniels ist mit der aktuellen Politik unzufrieden

Kim Ole Daniels will auch selbst etwas tun für die ländliche Entwicklung. „So wie die Grünen das derzeit machen, geht das gar nicht. Das ist alles reine Ideologie.“ Als Landwirt verspürt er am eigenen Leib, welche Schwierigkeiten die neuen Vorschriften und Gesetze bringen.
Man müsse bei allem gut Gemeinten auch daran denken, dass die Landwirte die Bevölkerung ernähren. Man brauche Praktiker in der Politik, Leute, die nah am Volk sind. Er möchte motivieren, denn er ist begeistert von dem, was die Menschen auf dem Land schaffen. Deshalb möchte er Bürgermeister in Wiesenburg werden.

Kim Ole Daniels Priorität liegt vor allem in der Stärkung der Ortsteile

Mit diesem Gedanken ging er zu seiner Partei, der FDP, die ihn aufstellte. „Ich schätze Herrn Beckendorf und seine Arbeit“, so Kim Ole Daniels, „aber ich denke, es ist nicht der richtige Weg für Wiesenburg. Die Nachfolgekosten aller Pläne und Investitionen sind nicht absehbar.“ Seine Priorität liegt vor allem in der Stärkung der Ortsteile, sollte er denn gewählt werden. Die Orte bräuchten mehr Vertrauen, aber auch mehr Förderung. Dabei müsse die Gemeinde unterstützen und auch mehr in die EU-Töpfe greifen.
Ebenso müsse die Verwaltung in einigen Bereichen entschlackt werden. Dazu müsse man aber erste schauen, was wie ineinander greift. Weiterhin will er Anreize für Unternehmen bieten und sie als lokale Arbeitgeber gewinnen. Im Radwegbereich muss ebenfalls noch mehr getan werden. Großes Potenzial sieht Daniels im Bereich altersgerechtes Wohnen. Und das ist nur ein Teil seiner Gedanken für das Amt.

Am 11. September entscheiden rund 3.600 Wahlberechtigte

Ob Kim Ole Daniels seine Visionen umsetzen kann, wird sich am 11. September zeigen. Dann sind die etwa 3.600 Wahlberechtigten in den 14 Ortsteilen der Gemeinde aufgerufen, einen neuen oder auch alten Bürgermeister zu wählen.