Tour de Tolérance in Eberswalde: Veranstalter in Trauer - darum fällt die Demo aus

„Tour de Tolérance“ unterwegs: Seit 2001, als alles in Eberswalde begann, haben viele Radfahrer Jahr für Jahr für Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander in die Pedale getreten. Die Aufnahme stammt von 2025. (Archivbild)
Günter Grützner- Jubiläumstour „Tour de Tolérance“ in Eberswalde fällt aus. Grund ist ein Todesfall.
- Start und Ziel sollten am 19. September in Eberswalde liegen, die Route war geplant.
- Auf der Website steht ein Nachruf auf Bodo Böhlmann, der nach kurzer Krankheit starb.
- Die Stadt lädt am 19. September um 10 Uhr zu einem Gedenken im Paul-Wunderlich-Haus.
- Das Anliegen für Toleranz und ein friedliches Miteinander bleibt nach Angaben bestehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was 2001 in Eberswalde begonnen hat, die erste „Tour de Tolérance“, war 25 Jahre lang ein sichtbares Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander. Tausende Teilnehmer hatten sich im Laufe der Zeit mit ihren Fahrrädern auf den Weg gemacht und gemeinsam in die Pedalen getreten, um für eine bessere Welt zu demonstrieren.
Zum Jubiläum sollte die Tour an ihren Gründungsort Eberswalde zurückkehren und am 19. September von der Kreisstadt des Barnims über Joachimsthal, Eichhorst, Marienwerder und Biesenthal wieder nach Eberswalde führen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte jüngst das langjährige Engagement gewürdigt und allen Mitwirkenden und Teilnehmenden gedankt. Die „Tour de Tolérance“ sei in Brandenburg zu einer „Institution der Mitmenschlichkeit“ geworden. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung bleibe ihre Botschaft aktuell, denn Toleranz sei eine Grundlage der Demokratie.
Doch jetzt ist die Jubiläumsausgabe der „Tour de Tolérance“ abgesagt. Ein plötzlicher Todesfall im Kreis der Organisatoren habe diese Entscheidung erforderlich gemacht, heißt es aus der Pressestelle der Stadt Eberswalde. Auf der Internetseite der Veranstalter selbst ist ein Nachruf für Bodo Böhlmann veröffentlicht, in dem es heißt, dass dieser im Alter von nur 65 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben sei.
„Wir alle kennen ihn als den Mann bei der Tour am Megafon, der alle technischen Belange organisiert hat“, wird an den Verstorbenen erinnert. Bodo Böhlmann werde für immer mit der Geschichte der Tour verbunden bleiben.
Wie die Stadt Eberswalde für 25 Jahre Tour Danke sagen wird
Auch wenn die Jubiläumstour ausfällt, lädt die Stadt Eberswalde für den 19. September, 10 Uhr, im Rahmen des „Tags der Entscheidung“ zum Eberswalder Bürgerbudget zu einem kleinen Erinnern und Abschied auf der Bühne im Innenhof des Paul-Wunderlich-Hauses ein. „Im Mittelpunkt steht dabei der Dank an die vielen Menschen, die die Tour über ein Vierteljahrhundert mit ihrem ehrenamtlichen Engagement getragen und möglich gemacht haben“, heißt es aus der Pressestelle im Rathaus.
Die „Tour de Tolérance“ ende, ihr wichtiges Anliegen für Toleranz, Respekt und ein friedliches Miteinander bleibe bestehen.

