Landratswahl im Barnim 2026: Termin steht fest - drei Bewerber sind im Rennen

Blick auf das Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde: Wer als Landrat hier ab Juli 2026 das Sagen hat, wird im Frühling entschieden. Drei Kandidaten treten an, um die Geschicke im Barnim zu lenken.
Thomas Burckhardt- Landratswahl im Barnim findet am 19. April 2026 statt, Stichwahl am 10. Mai möglich.
- Drei Bewerber: Amtsinhaber Daniel Kurth (SPD), Daniel Sauer (CDU), Matthäus Mikolaszek (AfD).
- Wahlbeteiligung muss mindestens 15 % der Wahlberechtigten betragen, sonst wählt der Kreistag.
- 2018 wählte der Kreistag den Landrat wegen zu geringer Wahlbeteiligung.
- 2026 finden Landratswahlen in sechs Brandenburger Landkreisen statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Barnim wählt im kommenden Jahr einen neuen Landrat – das höchste Amt im Landkreis. Ein Landrat vertritt den Kreis nach außen, leitet als oberster Verwaltungsbeamter auch die Kreisverwaltung und besitzt als Mitglied des Kreistages auch eine politische Stimme. Der Amtsinhaber hat die Aufsicht über die Leitung der laufenden Verwaltung und Geschäftsverteilung, über die Verwaltung des Kreisbudgets und sorgt für die Sicherstellung des ordnungsgemäßen Ablaufs der Verwaltungsgeschäfte.
Der Posten des ranghöchsten Hauptverwaltungsbeamten der Kreisverwaltung, deren Hauptsitz im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde zu finden ist, verlangt nach Durchsetzungskraft, Entscheidungsfreude und Beharrlichkeit. Die wichtigste Aufgabe wird es sein, den Landkreis, der mittlerweile die 200.000-Einwohner-Marke durchbrochen hat, strategisch voranzubringen.
Sechs Landratswahlen in Brandenburg
Der Termin für die Wahl steht jetzt fest: Am 19. April wird gewählt. Sollte sich nach dem ersten Wahlgang kein Kandidat mit absoluter Mehrheit durchsetzen, wird es am 10. Mai eine Stichwahl geben. Dort duellieren sich dann die beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten. Die aktuelle Amtsperiode endet am 31. Juli 2026. Der Kreisausschuss hat sich auf diesen Termin verständigt, das Innenministerium muss aber noch zustimmen.
Im Jahr 2026 werden im Land Brandenburg in sechs Landkreisen Landratswahlen durchgeführt: in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße, Uckermark und eben im Barnim. Der Landrat wird als hauptamtliche Beamtin beziehungsweise hauptamtlicher Beamter auf Zeit für die Dauer von acht Jahren gewählt. Aktuell gibt es drei Bewerber für das Amt des Landrats. Amtsinhaber Daniel Kurth (SPD) wird von Daniel Sauer (CDU) und Matthäus Mikolaszek (AfD) herausgefordert.
Zu geringe Wahlbeteiligung, dann wählt der Kreistag
Die Landratswahlen im Kreis versprechen Spannung – vor allem weil noch nicht absehbar ist, ob auch wirklich der Wählerwille durchgesetzt wird. Landräte werden von den Bürgern direkt für die Dauer von acht Jahren gewählt. Wer im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen oder im zweiten Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält, ist gewählt. Die Mehrheit bei der Direktwahl muss mindestens 15 Prozent aller wahlberechtigten Personen umfassen – das sogenannte Quorum muss erfüllt sein. Ansonsten wählt der Kreistag in der Juni-Sitzung den Landrat.
So war es auch bei der letzten Wahl im April 2018. Lediglich 26 Prozent betrug die Wahlbeteiligung damals. Nachdem im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreicht hatte, traten Daniel Kurth (SPD) und Othmar Nickel (CDU) zur Stichwahl an. Daniel Kurth konnte zwar die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, scheiterte jedoch aufgrund der geringen Wahlbeteiligung am Quorum. Am Ende wählte der Kreistag dann Kurth zum Landrat. Daniel Kurth ist erst der zweite Landrat des Landkreises. Von 1993 bis 2018 hatte Bodo Ihrke (SPD) das Amt inne.


