Oldtimer in Finowfurt: Dieser legendäre McLaren-Nachbau kommt zum Festival

Schrauben ist alles: Beim Roadrunner's Race 61 Festival in Finowfurt kommen Freunde alter Oldtimer zusammen. (Archivbild)
Torsten Stapel- In Finowfurt findet das Roadrunner’s Paradise Race 61 mit 170 Oldtimern auf der Achtelmeile statt.
- Highlight ist ein seltener McLaren-M6-GT-Nachbau von 1969 – laut Veranstalter existieren nur zwei.
- Zugelassen ist alles bis Baujahr 1976, Dragster sind für die kurze Distanz teils zu schnell.
- Der Rennstall Race Antz bringt „Yesmad“ und „Nautilus“, ein 450-PS-Dragster auf Studebaker-Basis.
- Festivaltermine: Freitag 26.6.26 Tests, Samstag Rennen ab 11:30 Uhr; Tickets ab 25 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nimm ein Volkswagen-Fahrwerk und mach einen Supersportwagen daraus. Der McLaren M6 GT war legendär in der Autoschrauber-Szene. In den 1960er, 1970er und 1980er Jahren machten sich Bastler aus der sogenannten „Kit Car“-Szene daran, den schnittigen Sportwagen – wie auch andere teure Fahrzeuge – auf einer halbwegs erschwinglichen Basis nachzubauen.
Eine solche Konstruktion aus dem Jahr 1969 wird auch beim Roadrunner’s Paradiese Race 61 -Festival am Wochenende in Finowfurt zu sehen sein. Ein nur einen Meter hohes Gefährt mit einem leichten Glasfaser-Chassis und einem V8-Motor. „Davon gibt es überhaupt nur zwei“, sagt Organisator Andreas Butzke. Seit 2013 lädt er jedes Jahr gemeinsam mit Jirí Werner Richter zum Oldtimer-Rennen auf das Gelände vom Luftfahrtmuseum in Finowfurt.
Am Freitag und Samstag werden sich wieder Liebhaber von auffrisierten Kastenwagen aus den 1930er-Jahren, amerikanischen Straßenkreuzern, alten Pickups, umgebauten Renn-Käfern, Motorrädern und Muscle Cars auf dem Gelände versammeln und sich spektakuläre Rennen liefern. Erlaubt ist alles, was vor 1976 gebaut wurde.
Die Dragster-Oldtimer sind sogar zu schnell für die Achtelmeile
Butzke rechnet damit, dass 170 alte Schlitten auf die Piste gehen und die Zuschauer insgesamt 500 Rennen miterleben können. Nicht alle Fahrzeuge nehmen allerdings an den Wettläufen teil. Insgesamt rechnet Butzke mit 600 Oldtimer-Autos oder Motorrädern. Im vorigen Jahr kamen 4000 Besucher auf den Flugplatz in Finowfurt. Im Vorverkauf sind in diesem Jahr bereits 600 Karten geordert worden. Viele Besucher übernachten auch in Zelten auf dem Gelände.
Die traditionelle Achtelmeile (201,17 Meter) ist so kurz, dass manche Fahrzeuge nur mit leicht angetipptem Gaspedal dort fahren können, weil sie sonst nicht mehr zum Stehen kommen würden. Insbesondere die Dragster, von riesigen Motoren angetriebene PS-Ungetüme, die speziell für Beschleunigungsrennen umgebaut wurden.
Autoverrückte Schrauber und Profis in Finowfurt
Der Rennstall Race Antz von Michael Vogt aus Celle bringt dieses Jahr gleich zwei Dragster mit nach Finowfurt: Den „Yesmad“, einen aufgemotzten Chevy Nomad aus dem Jahr 1955. Zum anderen den „Nautilus“, einen 450 PS starken Dragster auf der Basis eines 1952er Studebaker Champion.

Spektakulärer Nachbau: Hartmuth Kleiss (Bildmitte) wird seinen McLaren M6 GT auf der Basis eines VW‑Fahrwerks zum Roadrunner's Festival nach Finowfurt bringen.
Natalia Illing/Promotion FactoryFinowfurt sei etwas Besonderes, sagt Rennstall-Chef Vogt. „Wir sind gerne dort, es ist eine tolle Veranstaltung mit tollen Menschen und super tollen Autos.“ Während sich in Finowfurt auch viele private Autoverrückte versammeln, die in ihrer Freizeit an ihren Karossen herumschrauben oder ganze Nächte lang im Internet nach Ersatzteilen suchen, betreiben Vogt und seine Mitstreiter das Rennen als professionellen Sport. Sie haben Sponsoren und fahren zu Rennen in ganz Europa, als zweites Standbein führt Vogt ein Fitnessstudio.
Bands und Disco am Luftfahrtmuseum Finowfurt
Butzke selbst, der hauptberuflich eine Firma zur Beseitigung von Kampfmitteln betreibt, schwärmt dagegen für alte Pickups und besitzt einen Ford F100, ein Modell, das traditionell von amerikanischen Farmern gefahren wurde. Mit einer Harley auf der Ladefläche, die er manchmal ausfährt.
Spektakuläre Oldtimer-Rennen in Finowfurt
Das Roadrunner’s Paradise Race 61 Festival beginnt am Freitag, 26.6.26, um 10 Uhr auf dem Flugplatz Finowfurt und endet am Samstag, 27.6., spät in der Nacht. Freitag von 11:30 bis 18 Uhr finden Testläufe statt. Die Rennen starten am Samstag um 11:30 Uhr. Ab 17 Uhr beginnen die Finals.
Tickets für das gesamte Wochenende kosten im Vorverkauf 75 Euro, vor Ort 80 Euro. Eine Tageskarte für Samstag ist für 25 Euro zu haben. Mitsamt Abendveranstaltung sind es 35 Euro. Für Kinder bis 15 Jahre in Begleitung Erwachsener ist der Eintritt frei. Gegebenenfalls müssen sie einen Ausweis vorzeigen.
Wer mit einem Auto jüngerer Bauart anreist, muss vor dem Festivalgelände an der alten Heeresbäckerei oder auf Wiesen parken und den Rest des Wegs zu Fuß gehen.
25 Mitarbeiter kümmern sich um die Organisation des Festivals, darunter auch viele Ehrenamtliche. Reich werden Butzke und sein Partner Richter nicht mit der Veranstaltung – der Großteil fließt in Form einer recht hohen Miete an das Luftfahrtmuseum Finowfurt. Das ist aber freiwillig und „auf unseren Mist gewachsen“, sagt Butzke, der selbst Mitglied im Verein ist.
Neben den Rennen gibt es wie immer ein reichhaltiges Rahmenprogramm – zum Beispiel die Band Kilaueas oder Moes Rockin‘ Pickup, die auf einem alten Truck durch das Gelände fahren und gute Laune verbreiten. Abends spielen auf der Bühne Bands wie La Mafia del Baile oder Marcel Riesco & The Ray Allen Band, bis spät in die Nacht legen DJanes und DJs im Party-Shelter auf.

