Hund in Eisenhüttenstadt
: Missbrauchter Jack hofft jetzt auf Glück

Hund Jack kam nach einem Leben als Zuchtrüde aus den Niederlanden ins Tierheim nach Eisenhüttenstadt. Der Tibet-Terrier-Pudel-Mischling lernt dort erstmals Sicherheit kennen.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Sucht ein neues Zuhause: der zweijährige Tibet-Terrier-Pudel-Mischling Jack. Gerade beschäftigt sich Tierheimmitarbeiterin Sandra Hartwig mit ihm.

Sucht ein neues Zuhause: Der zweijährige Tibet-Terrier-Pudel-Mischling Jack lebt jetzt in Eisenhüttenstadt. Gerade beschäftigt sich Tierheimmitarbeiterin Sandra Hartwig mit ihm.

Hagen Bernard
  • Jack, ein zweijähriger Tibet-Terrier-Pudel-Mix aus den Niederlanden, sucht in Eisenhüttenstadt ein Zuhause.
  • Er wurde zuvor als Zuchtrüde missbraucht und lebt seit einem Monat mit Hündin Josy im Tierheim.
  • Jack ist kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt – freundlich, sozial und als Zweithund geeignet.
  • Bei Fremden zeigt er Unsicherheit, muss Stubenreinheit und Leinenführigkeit noch lernen.
  • Kaum Haarverlust durch Pudel-Anteil, daher für Allergiker interessant; regelmäßige Fellpflege nötig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Monatelang kannte Jack nur eine einzige Aufgabe: Der zweijährige Tibet-Terrier-Pudel-Mischling wurde von seinen früheren Haltern in den Niederlanden dafür missbraucht, Hundedamen immer wieder für Nachwuchs zu decken. Ein Leben, das für den kleinen Rüden kaum mehr bedeutete, als zu funktionieren.

Damit das nicht so weitergeht, befreiten Tierschützer Jack aus dieser Haltung. Vor einem Monat kam der schwarze Wuschel gemeinsam mit seiner Hundefreundin Josy in Alinas Tierheim. Dort leben die beiden noch immer zusammen – und Jack darf zum ersten Mal erfahren, wie sich Sicherheit und Fürsorge anfühlen.

Der etwa 40 Zentimeter große und 15 Kilogramm schwere Rüde muss inzwischen nicht mehr fürchten, erneut von Vermehrern ausgenutzt zu werden. Tierheimleiterin Alina Thiele ließ ihn vor zwei Wochen kastrieren. Die Operation hat Jack gut überstanden, die Wunde ist inzwischen verheilt.

Katzenverträglich, aber noch unsicher bei Fremden

„Jack ist geimpft, gechippt und entwurmt. Eigentlich ist er ein sehr unkomplizierter Hund“, sagt Alina Thiele. „Er ist lieb, offen und sehr sozial im Umgang mit anderen Hunden.“ Deshalb könne Jack gut als Zweithund gehalten werden. Für Familien mit Kindern empfiehlt die Tierheimleiterin allerdings, dass diese schon etwas älter und verständig im Umgang mit Tieren sind.

Auch mit Katzen dürfte Jack vermutlich zurechtkommen. Im Tierheim reagiert er auf die Katzen in der benachbarten Außenanlage gelassen und neutral.

Jack frisst gut, ist dabei nicht wählerisch, und Verdauungsprobleme sind bislang nicht bekannt. Doch die Zeit bei seinem früheren Halter hat Spuren hinterlassen. Fremden begegnet Jack noch mit Unsicherheit. Offenbar hat er in seinem bisherigen Leben nicht viel kennenlernen dürfen. Vieles, was für andere Hunde selbstverständlich ist, ist für ihn neu.

Pudel-Mischling auch für Allergiker interessant

So muss Jack etwa noch lernen, stubenrein zu werden. Auch an der Leine läuft er noch nicht sicher. Doch es gibt allen Grund zur Hoffnung: Jack gehört laut Alina Thiele zu einer intelligenten Rasse, lernt schnell und bringt einen ausgesprochen freundlichen Charakter mit. Seine Unsicherheit, so die Einschätzung im Tierheim, dürfte sich mit Geduld und Liebe bald legen.

Ideal wäre für Jack ein Zuhause mit Haus und Garten, doch auch in einer Wohnung könnte er gut leben. Weil in ihm ein Pudel steckt, haart er kaum und könnte deshalb auch für Allergiker interessant sein. Ganz ohne Pflege geht es allerdings nicht: Sein Fell braucht regelmäßig Aufmerksamkeit.