Mieten in KW
: Was kostet eine Wohnung in Königs Wusterhausen?

Die Mietpreise in Königs Wusterhausen steigen. Was müssen Mieter durchschnittlich bezahlen? Wie lange wartet man auf eine genossenschaftliche Wohnung?
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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ILLUSTRATION - Ein junger Mann, eine ältere Frau und ein älterer Mann tragen Umzugskartons in eine Wohnung (gestellte Szene). (zu dpa: «Viele junge Erwachsene wohnen noch im Elternhaus») +++ dpa-Bildfunk +++

Was kostet eine Wohnung in Königs Wusterhausen im Durchschnitt? (Symbolfoto)

dpa/Christin Klose
  • Mietpreise in Königs Wusterhausen steigen, Durchschnitt von 12,97-15,79 €/m².
  • Keine Pflicht für Mietspiegel wegen unter 50.000 Einwohnern.
  • Günstige genossenschaftliche Mieten: ab 7 €/m², Wartezeit auf Wohnungen bis zu einem Jahr.
  • Hohe Nachfrage nach kleinen und mittleren Wohnungen, besonders im Herbst.
  • Nächster Grundstücksmarktbericht erscheint im Mai.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schnell zuschlagen oder lieber auf ein besseres Angebot warten? Die Wohnungssuche ist auch in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) von vielen Unsicherheiten geprägt. Um wenigstens einschätzen zu können, ob ein Angebot nun eher teuer oder günstig ist, sollte man sich zunächst einen Überblick über den Wohnungsmarkt verschaffen.

In Königs Wusterhausen gibt es keinen Mietpreisspiegel. „Erst ab einer Größe von 50.000 Einwohnern sind Kommunen verpflichtet, einen Mietspiegel aufzustellen“, teilt Katrin Kunipatz, Pressesprecherin der Stadt, mit. Königs Wusterhausen, das vor den südlichen Toren von Berlin liegt, hat nur etwa 40.000 Einwohner. Gewöhnlich bietet der Mietspiegel eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete. Daran können sich sowohl Mieter als auch Vermieter orientieren, wenn es um den Mietpreis geht.

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete in Königs Wusterhausen?

Wie hoch die durchschnittlichen Mieten pro Quadratmeter in Königs Wusterhausen sind, lässt sich anhand der Mietpreise auf Immobilienportalen nur grob einschätzen. Laut ImmobilienScout 24 sind die Mietpreise in Königs Wusterhausen in den letzten fünf Jahren von durchschnittlichen 9,09 Euro auf 11,42 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024 angestiegen.

Das Portal Mietspiegeltabelle berechnet für 2024 einen durchschnittlichen Preis von 12,97 Euro pro Quadratmeter. „Miete Aktuell“ gibt einen Preis von 13,98 Euro für das vergangene Jahr an. Und das Portal Wohnungsbörse.net errechnet mit 15,79 Euro einen noch höheren durchschnittlichen Preis.

Die Zahlen von offizieller Stelle lassen sich auch nur eingeschränkt heranziehen. Der Gutachterausschuss veröffentlichte im Grundstücksmarktbericht die durchschnittlichen Mietpreise nach eigener Auswahl auf freiwilliger Basis der Vermieter. 80 Prozent der Mieten stammen von genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsunternehmen, die übrigen Mieten von anderen Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Privatpersonen.

Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen haben grundsätzlich das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, statt den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Deshalb sind die so errechneten Preise entsprechend niedrig: 2023 kostete eine Wohnung in Königs Wusterhausen demnach nur 7 Euro pro Quadratmeter. Der aktuelle Grundstücksmarktbericht erscheint voraussichtlich im Mai.

Das bietet die Genossenschaft in Königs Wusterhausen

Die Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen e.G. vermietet besonders günstige Wohnungen und ist in der Kernstadt mit 1416 Wohnungen vertreten. Laut Vorstand Ralf Kneller kosten Bestandswohnungen, die bis 1990 gebaut worden sind, 7,50 Euro kalt bei Neuvermietungen. Bei den kleineren Wohnungen bis 40 Quadratmeter seien es 8 Euro und bei den wenigen Neubauten 10,75 Euro. „Unsere Mietpreisgestaltung ist unabhängig vom freien Markt“, sagt Kneller. „Unsere Preise liegen aber deutlich darunter. Als Genossenschaft gucken wir, dass die Kosten gedeckt sind, statt nach dem größtmöglichen Profit.“

Mitglieder werden nur Mieter der Genossenschaftswohnungen. Auf Ein- und Dreizimmerwohnungen müssen Interessierte nach der Bewerbung normalerweise etwas weniger als ein Jahr warten. Bei den Zwei- und Vierzimmerwohnungen sei es etwas mehr. „Die Zweizimmerwohnung ist am häufigsten nachgefragt und Vierzimmerwohnungen haben wir nicht so viele im Bestand“, so Kneller.

Die Nachfrage schwankt laut Ralf Kneller und ist vor allem bei den kleinen Wohnungen auch abhängig von der Jahreszeit. Dass sie kontinuierlich steigt, konnte er bisher nicht feststellen. „Im Winter ist die Nachfrage etwas niedriger. Und die Studenten drängen zu Beginn des Semesters zusätzlich rein“, sagt er. Gewöhnlich würden im Jahr zwischen 85 und 90 Wohnungen gekündigt, die die Genossenschaft neu vermieten kann. „Diese Zahl ist ziemlich konstant“, sagt Kneller.

Die Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen e.G. ist die einzige Genossenschaft vor Ort. Allerdings verwaltet die Wohnungsgenossenschaft Wildau e.G. neben 361 Wohnungen in Wildau auch 32 Wohnungen im Ortsteil Niederlehme von Königs Wusterhausen. Die Wohnungsgenossenschaft Altglienicke e.G. verwaltet insgesamt 1841 Wohnungen, 103 davon in Zeuthen. Der durchschnittliche Mietpreis beträgt dort 10,60 Euro pro Quadratmeter.