Tesla Grünheide: Edeka und Gigafactory haben wieder Strom – wann startet Produktion?

Gigafactory Grünheide: Polizei vor der Tesla-Fabrik
Dennis Lloyd BrätschDie Tesla-Fabrik in Grünheide ist wieder am Stromnetz. Gleiches gilt für das Logistikzentrum von Edeka in Freienbrink. „Turn the lights back on“, meldete der Netzbetreiber Edis am Montagabend (11.3.) um 20.45 Uhr. Tesla und Logistikzentrum seien jetzt wieder „unter Spannung“.
Die Edis habe das gesamte Wochenende über Tag und Nacht intensiv an dem beschädigten Strommast bei Steinfurt (Gosen-Neu Zittau) gearbeitet, heißt es. Nachdem zahlreiche entscheidende Reparaturen erfolgt seien, hätten am heutigen Montag umfangreiche und mehrstündige Hochspannungs-Messungen stattgefunden.
Bei Tesla und Edeka geht das Licht wieder an
„Wesentliches Merkmal des Prüfverfahrens ist die Erzeugung einer Spannungshöhe, direkt auf der Baustelle – und das in einer Höhe, die über die eigentliche Betriebs-Spannung von 110.000 Volt hinausgeht“, heißt es. Im Ergebnis hätten die Prüf-Ingenieure „grünes Licht“ erteilt.
Damit habe um 20.45 Uhr auch die entscheidende Schaltung in der Edis-Netzleitstelle erfolgen können, die sowohl Tesla als auch das Logistikzentrum wieder zurück ans Edis-Netz nahm. „Seitdem ist die Wiederversorgung hergestellt“, teilte die Edis mit. Nun stünden die umfangreichen und zwischenzeitlich bereits gestarteten Reparaturarbeiten an der eigentlichen Schadensstelle an, heißt es.
Wann läuft die Produktion von Tesla wieder an?
Und was macht Tesla? Wann startet man wieder mit der Produktion, schon zur Frühschicht am Dienstag? Das US-Unternehmen von Elon Musk hatte sich am Montag auf Nachfrage nicht dazu geäußert, wann es in der Fabrik wieder losgehen kann, sollte es mit der Wiederherstellung der Stromversorgung vorzeitig klappen, was sich am Wochenende bereits abgezeichnet hatte. Möglich erscheint, dass in der Fabrik zunächst Anlagentests durchgeführt werden, bevor die Produktion wieder scharf geschaltet wird. Tesla hatte zuvor damit gerechnet, dass die Produktion wegen des Stromausfalls noch bis Ende der Woche stillsteht.
Eine Woche lang kein Model Y aus Grünheide
Seit einer Woche stehen die Bänder in Grünheide still, nachdem ein Hochspannungsmast zwischen Steinfurt und Hartmannsdorf (Gosen-Neu Zittau) in Brand gesetzt worden war, der auch die Fabrik versorgt. Auch das Logistikzentrum von Edeka sowie tausende Haushalte in der Region waren vom Stromausfall betroffen.
Zu dem Anschlag hatte sich die als linksextremistisch eingestufte Vulkangruppe bekannt. Der Generalbundesanwalt ermittelt unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der verfassungsfeindlichen Sabotage.
Tesla spricht von Millionen-Schaden
Durch den Produktionsstopp ist Tesla nach eigenen Angaben ein Millionen-Schaden entstanden. Fast alle der rund 12.000 Beschäftigten seien wegen des Produktionsstillstandes nach Hause geschickt worden, hatte Werkleiter André Thierig gesagt.
In Grünheide werden seit März 2022 Elektroautos vom Typ Model Y gebaut. Das Unternehmen will seine Produktion von geplanten 500.000 E-Autos im Jahr auf eine Million hochfahren. Zudem plant Tesla eine Erweiterung. Dagegen gibt es Proteste.



