Tesla Grünheide: RE1 – Sabotage an Bahnstrecke

Nach dem Kabelschachtbrand an einer Bahnstrecke haben Aktivisten in einem Bekennerschreiben das Feuer für sich reklamiert. Die Sabotage richte sich gegen die Deutsche Bahn und Tesla. Betroffen ist etwa der RE1.
Screenshot/Manja Wilde- Kabelbrand in Berlin verursacht Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr.
- Aktivisten bekennen sich zur Sabotage gegen Deutsche Bahn und Tesla Gigafactory.
- Betroffene Linien: RE1, RE2, RE7, RB21, RB23; Einschränkungen auch bei Eurocity-Verbindungen.
- Bahn arbeitet an Störungsbeseitigung; RE2, RE7 und RE21 werden umgeleitet.
- Tesla hat Genehmigung zur Werkserweiterung und neuen Wasservertrag erhalten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Mittwochmorgen (12. Februar) ist der Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg massiv beeinträchtigt. Tausende Pendler warten auf verspätete Züge oder müssen Umleitungen in Kauf nehmen. Auslöser war ein Brand in einem Kabelschacht in der Nähe des Bahnhofs Wuhlheide. Bei der Deutschen Bahn war zunächst von Vandalismusschäden die Rede.
Am Mittwochnachmittag ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht, das dem Vorgang eine neue Wendung gibt. Der Brand geht offenbar auf einen politisch motivierten Anschlag zurück. Zuerst hatte die Berliner Zeitung berichtet.
„Wir haben heute früh die Bahnstrecke, über diese jeden Tag tausende Tesla-Arbeiter:innen von der Hauptstadt nach Grünheide, sowie Gütertransporte mit Öl und Gas von Ost nach West verfrachtet werden, unterbrochen und in unmittelbarer Nähe zum Kabelschacht der Bahn einen Funkmast in Brand gesetzt“, heißt es in dem Schreiben, das auf der Internet-Plattform indymedia veröffentlicht wurde. Aktivisten richten sich darin gegen die geplante Erweiterung des Tesla-Werks, die Räumung des Protestcamps nahe der Fabrik im vergangenen November und gegen Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk.
LKA: Bekennerschreiben ist authentisch
Das Schreiben ist nicht unterzeichnet. Bereits am Mittwochnachmittag hatte der Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen — ein erstes Anzeichen dafür, dass dem Geschehen eine politische Dimension zuerkannt wurde. Das Schreiben ist der Polizei bekannt. „Es wird durch das Landeskriminalamt als authentisch eingestuft“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei MOZ.de am Morgen.
Brandenburgs Innenministerin Kathrin Lange (SPD) teilte auf Anfrage mit: „Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla und die Deutsche Bahn mutmaßlich zum Angriffsziel von gewaltbereiten Linksextremisten werden.“ Teile dieser Szene wiesen neben einem hohen Maß an ideologischer Verblendung auch eine hohe kriminelle Energie aus. „Der neuerliche Anschlag zeigt: Der Linksextremismus in Deutschland bleibt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für Sicherheitsbehörden und Gesellschaft.“
Derweil dauern die Beeinträchtigungen an. Beim RE1, der wichtigsten Linie für Ostbrandenburg, werden die Züge weiter über Gesundbrunnen und Wannsee umgeleitet statt über die Berliner Stadtbahn. Laut DB Navigator gilt dies voraussichtlich bis Freitag, 14.2., Tagesende.
Der RE2 wird demnach weiterhin über Berlin Jungfernheide, Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet. Alle anderen Stadtbahnhalte entfallen. Der RE7 fährt abweichend ebenfalls über Berlin-Gesundbrunnen und Ostkreuz. Auch der RE21 wird umgeleitet - über Berlin-Charlottenburg. Die Züge beginnen und enden am Zoologischen Garten, wie es weiter hieß. Züge der Linie RB23 beginnen und enden am Berliner Ostbahnhof.


