Bundestagswahl 2025
: So wählte Königs Wusterhausen und seine Ortsteile

Bundestagswahl 2025: Der Wahlkreis 62 geht an den AfD-Direktkandidaten Steffen Kotré. Die Wahlbeteiligung in gesamt KW lag bei 82,6 Prozent. Die Ergebnisse.
Von
Jana Scholz
Königs Wusterhausen
Jetzt in der App anhören
Die Stadt Königs Wusterhausen im Wahlkreis 62 hatte die meisten Stimmen auszuzählen. Mehr als 70 Prozent der stimmberechtigten Wähler suchten den Weg zur Urne.

Die Stadt Königs Wusterhausen im Wahlkreis 62 hatte die meisten Stimmen auszuzählen. Mehr als 70 Prozent der stimmberechtigten Wähler suchten den Weg zur Urne.

picture alliance/dpa | Patrick Pleul – MOZ.de/Jana Scholz (Montage)
  • Wahlkreis 62 geht an AfD-Kandidat Steffen Kotré, Wahlbeteiligung in KW bei 82,6%.
  • AfD gewinnt Erst- und Zweitstimmen, SPD verliert stark, Zuwachs für CDU und Linke.
  • In Königs Wusterhausen 54 Wahllokale, 24.994 von 30.244 Wahlberechtigten wählten.
  • Nach der Wahl beginnen Sondierungsgespräche für eine mögliche Koalition.
  • Offizielle Wahl des neuen Bundeskanzlers nach Koalitionsvertrag in 30 Tagen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wahllokale in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) sind geschlossen. Am 23. Februar waren tausende Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgerufen, ihren Wahlzettel mit einer Erst- und Zweitstimme zu versehen und Kreuze bei der Wunschpartei, beziehungsweise einem Kandidaten für ein Direktmandat im Bundestag zu setzen.

Im Wahlkreis 62, der das Gebiet der Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow Fläming umfasst, standen gleich zehn potenzielle Bewerber auf dem Wahlschein. Während die politische Landschaft Deutschlands auf einen spannenden Wahltag blicken konnte, stand auch in der Region viel auf dem Spiel.

Von den Herausforderungen des ländlichen Raums bis hin zu den Erwartungen an die zukünftige Bundesregierung – die Wahl in Königs Wusterhausen spiegelt die vielfältigen Anliegen der Menschen wider.

Bundestagswahl: So wählte Königs Wusterhausen und seine Ortsteile

Insgesamt wurden am Wahltag im Stadtgebiet Königs Wusterhausen und den dazugehörigen sieben Ortsteilen (Niederlehme, Senzig, Zernsdorf, Kablow, Wernsdorf, Zeesen und Diepensee) 54 Wahllokale eröffnet. Somit war die Rundfunkstadt nahe der Autobahn A10 eine der größten Wahlorte im Wahlkreis und benötigte für die Stimmenauszählung entsprechend Zeit.

Um 21.14 Uhr waren sowohl die Stimmzettel in den Wahlurnen als auch die Briefwahlunterlagen ausgezählt. Mit einer Wahlbeteiligung von insgesamt 82,6 Prozent haben 24.994 Personen von insgesamt 30.244 Wahlberechtigten ihre Stimme genutzt. Insgesamt wurden vom Wahlleiter der Stadt KW, Olaf Rienitz, 148 Stimmen für ungültig erklärt. Prozentual ergibt das einen Stimmenausfall von 0,59 Prozent und somit weniger als noch im Jahr 2021.

Gewinner des Abends ist nicht überraschend

Der Gewinner des Abends im gesamten Stadtgebiet Königs Wusterhausen ist die Alternative für Deutschland mit seinem Bewerber Steffen Kotré. Die Mehrheit der Wähler hat sich sowohl mit der Erst- als auch der Zweitstimme für die AfD ausgesprochen.

Große Verluste hingegen hat die SPD eingefahren. Bei der Erststimme hat die Partei rund um Anja Soheam 8,73 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2021 verloren, bei der Zweistimme waren es sogar 13,97 Prozent. Auch die anderen Altparteien FDP und Grüne mussten sowohl bei Erst- und Zweitstimme Federn lassen. Zuwachs gab es dafür bei der CDU und den Linken.

Übersicht der Erststimmen im Stadtgebiet KW

In der Stadt mit 40.000 Einwohnern stellte sich das Wahlergebnis wie folgt dar: An der Spitze lagen Steffen Kotré (AfD) und Jana Schimke (CDU), gefolgt von der SPD-Politikerin Anja Soheam mit 19,18 Prozent der Stimmen.

Die weiteren Direktkandidaten erzielten folgende Ergebnisse: Robert Kosin von der Linken erhielt 12,93 Prozent, Andrea Lübcke von den Grünen 5,82 Prozent, Jean-Paul Kley von der FDP 2,59 Prozent und Matthias Stefke von den Freien Wählern 2,34 Prozent. Die Mitbewerber Thomas Hufnagel (Die Partei), Sascha Loy (Volt) und der Einzelbewerber John Kohle spielten in KW kaum eine Rolle.

Übersicht der Zweitstimmen im Stadtgebiet KW

In Königs Wusterhausen erzielte die AfD die meisten Zweitstimmen mit einem Anteil von 29,59 Prozent. Die CDU folgte mit 18,48 Prozent, gefolgt von der SPD mit 15,32 Prozent. Auf den nächsten Plätzen rangierten Die Linke und das BSW, beide mit 11,18 Prozent, sowie die Grünen mit 7,23 Prozent. Die FDP kam auf 3,45 Prozent. Alle übrigen Parteien erhielten weniger als zwei Prozent der Stimmen, darunter auch Die Partei und die Freien Wähler.

Wie geht es jetzt nach der Bundestagswahl weiter?

Während die Bewohner Königs Wusterhausens am Sonntag insgesamt zehn Stunden Zeit hatten, ihre Kreuze zu setzen, haben die Parteien nun 30 Tage Zeit, bis sie das erste Mal zusammentreten. In der Zwischenzeit heißt es Sondierungsgespräch zu führen und auszuloten, unter welchen Bedingungen sich mit welchem potenziellen Partner eine Koalition lohnen könnte.

Mit der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages wählen die Abgeordneten des Deutschen Bundestags offiziell den neuen Bundeskanzler. Um das Amt des Bundeskanzlers ausführen zu können, ist im ersten (und wenn nötig auch noch im zweiten) Wahlgang eine absolute Mehrheit der Stimmen nötig. Sollte ein dritter Wahlgang nötig werden, reicht die relative Mehrheit.