Weltrekordversuch in Brandenburg: Anti-AfD-Rapper spielen 16 Konzerte in 24 Stunden

Wollen sich den Weltrekord holen: Die Berliner Rapper PA69 spielen 16 Konzerte an nur einem Tag.
Arthur Soares- Berliner Rapcrew PA69 plant 16 Konzerte an 16 Orten in 24 Stunden – Weltrekordversuch am 16. August.
- „Tour de Speckgürtel“ führt durch Brandenburg – Start in Erkner (7 Uhr), Finale um Mitternacht in Berlin.
- Auftritte an ungewöhnlichen Orten wie S-Bahnhöfen, Parkplätzen und einem Wasserskilift – Eintritt frei.
- PA69 ist bekannt für dadaistische Aktionen, politische Haltung gegen Rechts und klare Anti-AfD-Position.
- Gruppe bleibt mysteriös – Erfolg seit 2020 durch kontrastreiche Texte und wachsendes Publikum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die rosa Sturmhauben sitzen, die Boxen sind geladen, der Van vollgetankt: PA69 wollen den Weltrekord holen. Die Berliner Rapcrew will an nur einem Tag 16 Konzerte an 16 Orten spielen. Stattfinden soll die ehrgeizige Aktion am Samstag (16. August) im Berliner Speckgürtel. Eine verrückte Idee? Sicher! Doch wer das dadaistische Trio kennt, weiß, dass skurrile Aktionen zum Markenkern von PA69 gehören.
Startschuss für die „Tour de Speckgürtel“ ist ein Konzert in Erkner um 7 Uhr morgens. Danach geht es den ganzen Tag durch Brandenburg. Beinahe jede Stunde findet eine Show statt. Das Finale bildet ein Auftritt um Mitternacht in Berlin. Als Location für die Auftritte dienen S-Bahnhöfe, Parkplätze, ein Skatepark, Discounter, eine Tankstelle und sogar ein Wasserskilift. Der Eintritt ist laut Social-Media-Post der Gruppe frei.
Wo genau das letzte Konzert in Berlin stattfinden wird, ist allerdings noch geheim. Wer dabei sein will, sollte also ein Auge auf die Kanäle von PA69 haben.
Bald Weltrekordhalter? Wer hinter PA69 steckt
Zwar ist der Rekordversuch wohl auch eine Übung in sympathischer Selbstvermessung, live dürfte trotzdem geliefert werden. Harte Beats, Parolen und Wortsalven, Moshpits und drei chaotische Zeremonienmeister sind zu erwarten – und das 16-mal in Folge. Sollte der Rekord gelingen, hat übrigens Frank Turner das Nachsehen. Der britische Singer-Songwriter spielte 2014 ganze 15 Konzerte in nur 24 Stunden. In jedem Fall ist die „Tour de Speckgürtel“ ein gewiefter PR-Coup, der PA69 zu mehr Bekanntheit verhelfen dürfte.
Denn noch ist die Gruppe aus Berlin nicht allen ein Begriff. Doch auch für Fans bleibt sie ein Mysterium. Vieles man über PA69 nicht. Etwa, was der Name der Gruppe bedeutet. Einzig die Aussprache ist klar: das „PA“ englisch und das „69“ deutsch. Auch wer genau hinter den rosa Sturmhauben steckt, ist nicht bekannt. Immerhin heißt es, dass DJ DOPE, Rabatto und Turbogianni, so die Künstlernamen des Trios, um Berlin und in der nordostdeutschen Provinz groß geworden sind. Die zahlreichen vermuteten Identitäten, darunter Basketballjugendtrainer, Kampftaucher, Sternekoch, Hochzeits-DJ oder Jurist, bleiben jedoch reine Spekulation.
Seit ihrem ersten Tape mit dem Titel „Tape Nr. Zwei“, veröffentlicht im Jahr 2020, spielten sich PA69 Stück um Stück aus den Berliner Kneipen in eine breitere Öffentlichkeit. Spätestens mit dem Erscheinen ihrer Single „Biertornado“ vor zwei Jahren und einer eigenen Tour in ausverkauften Clubs kennt man sie auch außerhalb der Stadtgrenzen Berlins. Der wachsende Erfolg ist sicher auch auf die Texte des Trios zurückzuführen. Der kontraintuitive Rap von PA69 feiert den Rausch, verzichtet aber auf protzige Egotrips und verbale Attacken gegenüber Frauen oder Minderheiten.
Klare Haltung gegen Rechts und die AfD
Bei aller Geheimnistuerei macht das Kollektiv aus seiner politischen Haltung jedoch keinen Hehl. Seit Beginn positionieren sich PA69 dezidiert gegen rechts. 2023 etwa sagte das Trio einen geplanten Auftritt beim 100 The Challenge Festival ab. Hintergrund war das Sponsoring einer dortigen Bühne durch ein Label, dem teilweise Verbindungen in die rechtsextreme Szene nachgesagt werden. Auch gegen die AfD bezieht PA69 dezidiert Stellung. In ihrem Song „Komplett Blau“ rappen sie: Ey, wir sind komplett blau, könn’n nicht mehr das ABC / Doch eins weiß ich genau, Digga, fick die AfD.

