Von nahezu allen Parteien waren Vertreter zum Polittalk gekommen. Martina Freisinger (Grüne/Jugendliste), Jonathan Manti (Grüne/Jugendliste), Hans-Peter Pohl (CDU), Sven Steller (CDU), Catharina Bockelmann (SPD), Achim Krüger (AfD), Sören Jedwillat (AfD), Gerhard Thürling (Die Linke), Eric Heidrich (Die Linke), Amid Jabbour (FDP), Gerd Kirchner (Freie Wähler) und Thomas Laduch (Frei Wähler) hatten zugesagt. Etwas rar waren dagegen die "Normalbürger". Unter den Besuchern waren einige mit Parteizugehörigkeit, wenn auch nicht auf der Gästeliste stehend. Manche kamen gezielt für andere Organisationen oder Akteure, wie die Bündnisgrüne Yvonne Scherzer, die ausdrücklich für die Lokale Agenda 21, Arbeitsgemeinschaft Umwelt, vor Ort war. Von den rund vierzig Teilnehmern waren rund die Hälfte kommunalpolitisch Aktive.
Alper Sirin (Die Linke) aus Dallgow-Döberitz erschien mit der Forderung. man möge die Veranstaltung aus Respekt vor den Terroropfern in Hanau abbrechen. Die Jugendlichen als Veranstalter entschieden sich dagegen. Stattdessen begann der politische Abend mit einer Schweigeminute und stillen Gedenken.
Diskussion an drei Thementischen
Zur Stadtentwicklung, zum Umwelt- und Naturschutz und Jugend- und Bürgerbeteiligung konnte diskutiert werden. Drei Mal für fünfzig Minuten. Dabei hatte jeder die Chance, an jedem Tisch und damit zu jedem Thema zu diskutieren. Eine Verpflichtung zum Rotieren gibt es aber nicht, das Herzensthema konnte so auch mit unterschiedlichen Akteuren besprochen werden.
Am Tisch Stadtentwicklung gab es nicht viele neue Ideen, das meiste hatte schon mal auf dem Tisch, wenn auch nicht auf diesem, gelegen. Interessant war, wie viel Zustimmung manche dieser Ideen von Seiten der nicht politisch Aktiven, wie zum Beispiel eine verkehrsberuhigte Bahnhofstraße, hier fand.
An Tisch zwei mit den Umweltfragen gab es emotional geführte Debatten. Auch hier ging es um Verkehrspolitik in Falkensee, um den Ausbau von Fahrradwegen zum Beispiel. Aber auch um die Frage, ob die Kids und Jugendlichen am Freitag die Schule schwänzen dürfen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.
Thementisch drei, die bürgerliche Mitbestimmung und Jugendbeteiligung, brachte tatsächlich die meisten konstruktiven Vorschläge: Schulen, Lehren und Schulleitungen stärker einbinden oder die Einführung eines Bürgerbudgets, wie es in anderen Gemeinden schon länger praktiziert wird. Ein nutzerfreundlicher Internetauftritt der Stadt Falkensee, bei der Suchende auch wirklich finden, was gesucht wird, am besten in einfacher Sprache.
Das Jugend-Forum plant weitere Veranstaltungen in diesem Format. Termine dazu, sofern sie feststehen, wie auch andere Veranstaltungen des Jugend Forums Falkensee sind auf www.jugendforum-fks.de einsehbar.