OB-Wahl 2025 in Frankfurt (Oder)
: Wahlforum im Kleist Forum – Liveblog zum Nachlesen

Wenige Tage vor der OB-Wahl in Frankfurt (Oder) stellten sich die Kandidaten im Kleist Forum den Fragen von MOZ und rbb. Das Wahlforum im Liveblog zum Nachlesen.
Von
Lisa Larossa,
Thomas Meiler
Frankfurt (Oder)
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Wahlforum vor der OB-Wahl in Frankfurt (Oder): Désirée Schrade (CDU), Axel Strasser (parteilos), Simona Koß (SPD) und Wilko Möller (AfD)

Wahlforum vor der OB-Wahl in Frankfurt (Oder): Désirée Schrade (CDU), Axel Strasser (parteilos), Simona Koß (SPD) und Wilko Möller (AfD)

Ole Rockrohr

Hochspannung vor der OB-Wahl in Frankfurt (Oder): Im Kleist Forum stellten sich am Dienstagabend (16.9.) die vier Kandidatinnen und Kandidaten bei einem Wahlforum den Fragen von MOZ und rbb.

Um die Nachfolge von René Wilke (parteilos), jetzt Innenminister, bewerben sich Désirée Schrade (CDU), Wilko Möller (AfD), Simona Koß (SPD) und Axel Strasser (parteilos). Gewählt wird am 21. September. Eine mögliche Stichwahl findet am 12. Oktober statt.

In der Diskussion ging es thematisch vor allem um die Bereiche Wirtschaft, Stadtentwicklung und Lebensqualität. Wie wollen die vier Bewerber den Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahren auf Kurs bringen? Welche Ideen und Konzepte haben sie, um die Stadt lebenswerter zu machen?

Moderiert wurde das Wahlforum von Andreas Oppermann vom rbb und Thomas Gutke von der MOZ. Der Liveblog zum Nachlesen.

Veranstaltung endet

Die Veranstaltung im Kleist Forum endet und damit beenden wir auch unseren Liveticker. Wir bedanken uns bei allen, die mitgelesen haben.

Wie wollen die Kandidatinnen und Kandidaten Mehrheiten organisieren?

Der Stadtverordnete Thomas Bleck (CDU) sagt, es gebe nichts Schlimmeres, als Hoffnung zu säen und Dinge dann nicht einhalten zu können. „Wie wollen Sie Mehrheiten organisieren?"

Wilko Möller sagt, „mit den Linken“ habe man das Thema Ehrung von Fritz Krause vorangebracht und beim Thema Zukunftszentrum sei die AfD über ihren Schatten gesprungen und habe für Frankfurt mit abgestimmt.

Simona Koß sagt, sie sei von der SPD nominiert und von den Linken unterstützt, das reiche aber nicht. Sie wolle mit allen demokratischen Kräften „eng zusammenarbeiten und Kompromisse finden“.

Axel Strasser sagt, Politik sollte dem Wohle der Stadt dienen. Er denkt, die demokratisch gewählten Vertreter „werden mit mir zusammenarbeiten“. Er distanziere sich „ganz klar von menschenverachtenden Positionen“ und ist sich sicher, in der demokratischen Mitte Mehrheiten zu finden.

Désirée Schrade betont den Begriff Überparteilichkeit. Mehrheiten in der SVV zu organisieren, heiße, „dass die einem nicht einfach so zufallen“. Das sei harte Arbeit und immer wieder ein Prozess, der „mit viel Zeit, Vertraulichkeit und Verantwortung verbunden“ sei. Bei der Haushaltsdebatte habe sie das gerade als SVV-Vorsitzende erlebt.

Letzte Frage aus dem Publikum: Was ist mit den Fahrradwegen in Frankfurt (Oder)?

Ein junger Mann sorgt sich um den schlechten Zustand der Fahrradwege.

Axel Strasser meint: „Das ist ein großes Problem. Es muss ein neues Konzept her.“ Er verweist auf den ADFC als Partner und sieht gute Möglichkeiten, mit Fördermittel das Problem zu lösen. Er will aber keine Versprechungen machen.

Simona Koß konnte sich überzeugen, wie der Zustand in Frankfurt (Oder) ist. „Es ist wichtig, dass wir gute Fahrradwege haben - gerade für Kinder, die diese Wege zur Schule nutzen.“ Sie will mit ADFC und anderen Gruppen zusammenarbeiten.

Wilko Möller fährt auch Fahrrad. „Wir müssen Prioritäten setzen. Ich will auch Fahrrad- nicht gegen Autofahrerfahrer ausspielen“, betont er. Er will sehen, was machbar ist.

Désirée Schrade will Fachleute an den Tisch nehmen. „Das ist ein Thema für junge Familien, die wollen gute Fahrradwege“, so Schrade.

Auch aus dem Publikum kamen reichlich Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten.

Auch aus dem Publikum kamen reichlich Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten.

Ole Rockrohr

Die nächste Frage aus dem Publikum zum Thema Rechtsextremismus

Eine Frau fragt, wie soll das Thema „Rechtsextremismus“ in Frankfurt angegangen werden?

Axel Strasser: „Wir müssen klare Kante gegen Rechtsextremismus zeigen.“ Es sollen positive Geschichten erzählt werden.

Für Simona Koß müssen den Kampf gegen den Rechtsextremismus alle führen. „Es muss klar benannt werden, was undemokratisch ist“, so die SPD-Politikerin.

„Ich bin gegen jede Art von Extremismus“, so Wilko Möller. Er sieht die kürzlich vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD als verfassungskonform und den Staat vielerorts für übergriffig. „Jeder ist mir willkommen, der hier arbeitet und Steuern bezahlt“, so Möller. Er will mit Ausländern zusammenarbeiten, wenn sie sich an die Spielregeln halten.

„Die Stadt sind wir alle. Jeder ist hier willkommen, so wie er ist“, meint Désirée Schrade. Sie kritisiert die AfD: „Die Partei steht nicht auf den Pfeilern des Grundgesetzes.“ Sie teilt weiter aus: „Herr Möller geht es nicht um Frankfurt (Oder).“ Er sähe den Posten nur als Sprungbrett für eine mögliche Beteiligung an einer Landesregierung. Möller kontert: „Die Frankfurter haben am 21. die Chance, etwas zu verändern.“

Im Saal wurde es turbulent. Es gab großen Applaus für Schrade, aber auch vereinzelnd Zustimmung für Möller.